Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg |
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Lilienstein Prebischtor (Pravčick
brna)
s handelt sich um eine mächtige natürliche Steinbrücke, die sich in Höhe von 435m über dem See und 16m über der Erde wölbt. Die Bogenweite beträgt 30 Meter - die maximale Breite ist 8 Meter. Mit diesen Ausmaßen und Dank ihrer Form ist es die größte und die schönste Steinbrücke in ganz Europa. Es sind insgesamt 88 Brücken registriert, zu den berühmtesten gehören insbesondere Steinbrücken in den Staaten Utah und Arizona in den USA, Edwin Bridge (Länge 65m), und Rainbow Bridge (Länge und Höhe ca. 100m). Das Prebischtor entstand zur Zeit der turonishen Quadersandsteine auf dem verengten südwestlichen Ende des kleinen Bergkammes durch Millione Jahren andauernde Verwitterung von Sandsteinkörnern und - bruchstücken einer weiträumigen Nische bis zum heutigen Stadium. Die Deutschen haben diesen Ort nach dem Eremiten Prebisch benannt, der hier der Legende nach gelebt hatte. Die Anfänge des Tourismus in dieser Gegend fallen in das vorige Jahrhundert: Die ersten Touristen konnten hier Maultiere oder Gepäckträger für ihren Weg zum Tor mieten, da der Weg damals im Gegensatz zu heute sehr schlecht war. Im Jahre 1826 wurde hier ein Wirtshaus gebaut. Mit der Entwicklung des Tourismus ist auch das Interesse für diesen bisher abgelegenen und nicht sehr gut zugänglichen Ort schnell gestiegen (das Prebischtor war einer der Hauptziele in den Reiseführern durch die Sächsische Schweiz, z.B. des Reiseführers durch die landschaftlichen Schönheiten um Tetschen, der von Thun im Jahre 1826 herausgegeben wurde). Wahrscheinlich haben die Clary-Aldringener in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts aus diesem Grunde einen Spazierweg von Herrnskretschen (Hřensko) bis zum Presbischtor aufgelegt. Erst im Jahre 1881 wurde das Wirtshaus durch ein prunkvolles Hotel mit einer Kapazität von fünfzig Betten ersetzt, welches später Falkennest (Sokol hnzdo) genannt wurde. |