Nachmittags-Wanderung der
Seniorengruppe nach Hohengehren, durchs Reichenbachtal nach Reichenbach
am 20. August 2003
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Wenn es irgendwie geht, macht man es möglich, dabei
zu sein. Wir freuen uns immer auf die nette Unterhaltung unterwegs mit
unseren Mitwanderern.
Unser Ziel war die Schurwaldhöhe und das Wetter: erträglich
warm, leicht bewölkt.
Auf der B 14, dann auf der B 29 ging es über Waiblingen bis Ausfahrt
Winterbach, dann über Engelberg nach Hohengehren.
Frau Aßfalg präsentierte uns auf der Fahrt im Bus historische
Informationen über die Orte, durch die wir kamen. Wir hörten,
dass auf den Anhöhen des Filstales Spuren von Menschen der mittleren
Steinzeit (12000 5000 v. Chr.) gefunden wurden.
Unsere Spuren begannen hier ebenfalls:
Die Kurzwanderer stiegen hier aus mit den Wanderführern Herr Vogel
und Herr Günther.
Hohengehren kam im Rahmen der landesweiten Gebietsreform 1974/75 zu Baltmannsweiler.
Beide zuvor selbständigen Gemeinden haben heute zusammen ca. 5.600
Einwohner. Es ist bemerkenswert, dass Herzog Eberhard Ludwig südwestlich
des Ortes ein Wildgehege angelegt hat, das von Herzog Carl-Eugen und König
Friedrich ausgebaut wurde. In diesem ummauerten Wildpark stand bis 1839
ein herrschaftliches Jagdschlösschen. Der Park wurde zu diesem Zeitpunkt
aufgelöst, das Schlösschen abgebrochen. Die Gemeinde Altbach
hat es als Rathaus wieder aufgebaut.
Seit 1938 ist Hohengehren dem Landkreis Esslingen zugeordnet.
Die Spaziergänger fuhren bis Reichenbach.
In Schlichten stiegen die Langwanderer aus mit den Wanderführern
Frau Stoll und Frau Günther.
Hier
wurden wir von Frau Stoll zuerst zu der abgebildeten Kirche mit der inzwischen
neuen Linde geführt. August Lämmle schrieb das Gedicht:
Es steht eine Linde im Schlichtener Wald,
die ist wohl 1000 Jahre alt.
Wohl 1000 Jahre hat sie gesehen,
die Geschlechter der Menschen kommen und gehen.
Und was sie in dieser Zeit hat erlauscht,
das flüstern die Blätter, wenn der Abendwind rauscht.
Im Bus hat Herr Vogel uns das ganze Gedicht vorgelesen.
Schlichten wurde 1973 in die Stadt Schorndorf eingegliedert. Der Ort
hat heute 830 Einwohner.
Unsere Wanderroute ging hauptsächlich durch den Wald, entlang des
Katzenbachs, des Reichenbachs (er hatte schon im 9. JH. seinen Namen),
vorbei an der Bannmühle in Richtung Reichenbach.
Wir marschierten 2 ¼ Stunden auf leicht abfallendem
Weg.
Reichenbach hat durch viele Kriege schlimme Zeiten durchgemacht. 1653
zählte der Ort nur noch 150 Bewohner. Heute hat Reichenbach 8000
Einwohner. Reichenbach gehörte zum Besitz verschiedener Herren und
Ämter, bis es 1938 bei der Neueinteilung der Landkreise zum Kreis
Esslingen kam.
Wir fanden uns alle im Goldenen Hirsch in Reichenbach ein, wo wir gut
versorgt wurden.
Nach diesem erholsamen Nachmittag sind wir um 18.20 Uhr abgefahren
natürlich nicht vor der Frage: Frau Grühn, sind alle Fahrgäste
an Bord?
Ab
19 Uhr wurden die Wanderer nach und nach abgesetzt.
Für die gute Führung herzlichen Dank an die Wanderführer
und an Frau Aßfalg für die durchdachte Leitung.
(Melitta Labbé) |