Rückblick: Fränkische
Schweiz
29.05. bis 01.06.2003
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Im Jahresprogramm des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Ludwigsburg
sind die mehrtägigen Wanderreisen sehr beliebt. Während man
in den vergangenen Jahren u.a. das Allgäu, die Eifel und das Elbsandsteingebirge,
Grenzwandern zwischen Deutschland und der Schweiz, wie den Französischen
Jura, erlebt und in schöner Erinnerung hat, wurde dieses Jahr vom
29. Mai bis 1. Juni 2003 ein Teil der Fränkischen Schweiz erwandert.
Vom Wanderführer-Ehepaar Irmi und Norbert Tauscher waren in gewohnter
Weise, erstklassig vorbereitet und geführt, vier Wandertage zusammengestellt
worden. Im Dreieck Nürnberg - Bamberg - Bayreuth war Obertrubach,
am Ende des Trubachtals gelegen und von Wäldern umgeben, als Standort
gewählt worden."
Von
Ludwigsburg aus wurde mit dem Reisebus, über die Autobahn Nürnberg-Bayreuth,
'am 1. Tag "der Ort 'Weidensees" nahe der Stadt Pegnitz erreicht.
Der trübe Morgenhimmel war strahlendem Sonneschein gewichen. Auf,
die Ruchsäcke geschultert! Bald kam man in schattenspendenden Wald.
Über angenehm weiche Wanderpfade ging es zum 'Wasserstein und Wassersteintor".
Im massiven Dolomitmassiv ein Felsdurchbruch, ausgewaschen, schroff. 1951
wurde hier der Unterkiefer des kleinsten Säugetiers Mitteleuropas
gefunden. Auf und ab, 'Betzenstein", kleinste Stadt Frankens, mit
Stadttor und schönen Fachwerkhäusern, mit sehenswerter Pfarrkirche,
wurde erreicht. Später kam man zur 'Klauskirche". Eine 600 000
Jahre alte Meeresstrandhöhle und entstanden durch Wellen des Urmeeres.
Der 30 m lange Durchbruch endet in 4 m Höhe fast wie in einem gotischen
Gewölbe. Oder sind's Rückenwirbel eines Dinos? Einfach imposant.
Abwechslungsreich die Felskulisse des 'Felsensteigs". Der Steig führt
unterhalb gewaltig schroffer und hoher Felsmassive vorbei. Jugendliche
Kletterer sind am Üben an rissig ausgesetzten Steintürmen. Der
Jura-Elefant mit mächtigem Kopf und Rüssel, in Jahrhunderten
aus Stein gebildet, ist nicht zu übersehen. Auf, ab, 'Obertrubach"
ist erreicht und so auch unser Standquatier für die kommenden Tage:
Der 'Gasthof "Alte Post"". Familie Ritter bieten uns schöne
gemütliche Zimmer und sorgen gut für's leibliche Wohl. Durststillende
Getränke waren 'immer gefragt und bereit. Für manche war die
abendliche Terrassenrunde beliebter Treff für ein Gut-Nacht-Versackerle.
Schön der Satz von Klaus: Es war Tag, es wurde Nacht und wieder
sind wir aufgewacht! 'Der 2. Wandertag" war da. Über landschaftlich
schöne Strecke bringt uns der Bus nach 'Tüchersfeld". Ahhh...
und Ohhh... bereits bei der Einfahrt in den Ort, ein von Felstürmen
überragtes kleines Dorf. Schön gepflegte Häuser mit Fachwerk
und bunten Blumen, malerische Winkel in der auf der unteren Burg Anfang
des 18.Jahrh. errichteten jüdischen Siedlung, dem sogenannten '"Judenhof"".
Entlang und romantisch inmitten Wald und Wiesen, bunt, vielfältig,
geht es im 'Püttlachtal" weiter. Wir erreichen 'Pottenstein".
Ebenfalls von Felsen umrahmt und mit hoch oben gelegener Burg mit blauen
Fensterläden inmitten starker Wehrmauer. Weit ragt eine eiserne Wappenzier
in den blauen Himmel hinaus. Weiter geht es im Tal der Püttlach,
eines der schönsten Täler der Frank. Schweiz, umsäumt von
hohem Felsblöcken und dichtem leuchtend grünem Mischwald. Dann
bergauf zum 'Hollenberg". Im Wald gelegener Weiler. Hier die ersehnte
Mittagsrast, mit ausgewählt guter Mahlzeit. Auch die Kehle blieb
nicht trocken. Köstliches Roggenbrot, noch warm vom Backhaus, reizt
zum Kauf. Beim Aufbruch zu erst noch Großaufnahme der Wandergruppe
mit altem Postauto im Hintergrund. Auf und ab, geht es weiter. Naturpfade,
Blumenwiesen, Heuduft, weite Landschaft. Wir erreichen 'Pegnitz",
von wo wir mit dem Bus die Heimfahrt nach Obertrubach antreten. Schön
war's heute wieder gewesen!
Es war Tag, es wurde Nacht und wieder sind wir aufgewacht ! 'Der 3.Wandertag".
Wird es heute eine Wetteränderung geben? Noch ist es sonnig als wir
uns auf die etwas weitere Anfahrt hinüber nach 'Wüstenstein"
aufmachen. Bei der Behringsmühle unterhalb von Gössweinstein
kommen wir auf die Hochebene. Weit reicht der Blick in's Land. Es wird
zunehmend wolkiger. Heute werden wir im 'Aufseßtal" wandern.
Ein vom Verkehr verschont gebliebenes Waldtal. Kaum sind wir unterwegs,
heftiges Donnergrollen. Es beginnt zu regnen. Kräftig, dann weniger.
Regenkleidung und Schirm schützen. Trotzdem erholsames Wandern. Auge
und Sinne sind wach und aufnahmebereit. In Doos mündet der Bach Aufseß
in den Fluß Wiesent. Dort wechseln wir auch hinüber auf die
andere Talseite und stehen dann vor dem steilen Aufstieg hinauf zur 'Riesenburg".
Das Wetter hat sich beruhigt und so sind die hohen und vielen Steinstufen
hinein in die Versturzhöhle, Ruine einer eingestürzten Doline,
gut zu begehen. Gewaltig das Felslabyrinth. Hoch, in den Wald hinauf geht
es weiter. Oben am Waldrand entlang, von hoher Felswarte, manch schönen
Ausblick hinunter in's 'Wiesenttal". Weit unten schimmern bunte Punkte
zu uns herauf. Paddler sind unterwegs. Auf der Höhe nahe dem Ort
Engelhardsberg sind wir dann an einem Rastplatz beim nahegelegenem 'Adlerstein".
Über eine Treppe wird der freistehende Aussichtsfelsen erreicht auf
dem mal gerade 6 Personen Platz haben. Auf
unserer letzten Wegstrecke kommen wir am Quakenschloß einer mächten
Höhlenöffnung, weiter zur 'Osswaldhöhle". Eine Zerklüftungshöhle,
60 m lang,, welche wir begehen müssen. Vorsicht, Kopf einziehen heißt
es immer wieder. Taschenlampen erhellen notdürftig das dunkle Felsmassiv.
Bald ist aber Licht und breite Öffnung hinaus in's Freie sichtbar.
Tief steigen wir zu Tal und erreichen in der Nähe von 'Muggemdorf"
wieder unseren Reisebus,. Ein schöner Wandertag geht zu Ende. Zufrieden
kehren wir heim nach 'Obertrubach". Am Abend, nach dem Nachtessen,
sitzt man noch zusammen, schwätzt und lacht über die vorgetragenen
lustigen Texte.
Das war wieder der Tag, es wurde Nacht und wieder sind wir aufgewacht!
Letzter Tag der Wanderreise. Die Reisetaschen und Koffer sind im Bus verstaut.
Nicht das Wandergepäck! Auf geht's 'zur 4. Wanderung". Erholsames
Gehen rund um 'Obertrubach" steht auf dem Programm. Nochmals erleben
wir bei herrlichem Sonnenschein die Landschaft der Fränk. Schweiz.
In
Vielzahl bunt blühende Wiesen, hellgrün leuchtenden Wald, weite
Ausblicke, gepflegte Weiler. Wir kommen zum 'Signalstein". Ein Aussichtsfelsen
welcher in früheren Zeiten mit Feuerzeichen die umliegenden Burgen
vor Gefahr warnte. Kommen nach 'Bärnfels" ein von Wäldern
umgebener freundlicher Ort mit einer Burgruine und erreichen dann das
'Gründleintal". Zuvor noch erhlosames Ausruhen bei einer Waldwiese.
Und man traut seinen Augen nicht: Gymnastikübungen werden ausgetauscht.
Ob der Palaver-Sitz, auf schwäbisch Schwätz-Sitz, wohl beim
nächsten Zusammensein klappt? Nötig? An normaler Unterhaltung
jediglicher Art fehlt es nähmlich nie! Durch das Trockenbett des
Gründleintals erreichen wir dann wieder 'Obertrubach". Ein schmackaftes
Mittagessen überrascht die heimkehrenden Wanderer. Dann ist Abschied
von gastlicher Stätte und der Landschaft Fränk. Schweiz angesagt.
Die Heimreise beginnt!
Es waren wunderschöne erlebnisreiche Wandertage. Ein herzliches
Danke für das Gelingen der Wanderreise 2003 den Wanderführern
Irmi und Norbert Tauscher.
('Im Juni 2003 Wolfgang Staudenmayer"')
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