Logo - Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
 
../whatsnew.htm
 

2-tägige Hüttenwanderung auf die Kapfenburg
mit Kappenabend
21. bis 22. Februar 2004

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Winterwanderung am 21./22. Febr. 2004

Festzustellen ist voll Freud',
dass wieder einmal Faschingszeit.
Da macht auch mit Begeisterung
Der Albverein 'ne Wanderung,
mit Faschingskram heimlich im Gepäck,
sonst ist man ja kein rechter "Jeck".
Ganze 16 sind zum Bahnhof gekommen
und haben den Zug nach Aalen genommen.
Umsteigen in Stuttgart, ganz pünktlich die Bahn.
Aus Leonberg kam der Hans auch noch an.

Aufhausen Ziel auf der Ostalb ist.
Wer mit war, das nie mehr vergisst.
Denn mit Gitarrenspiel und Singen
uns dort die Bopfinger empfingen.
Wir trauten den Augen und Ohren kaum,
aber es war wirklich kein Traum.
Schweizers hatten mobil gemacht,
und alle hatten was mitgebracht.
Es gab in der kleinen Bahnhofshalle
nebst Brezeln Kaffee, Tee und Schnaps für alle.

Nachdem wir gemeinsam ein Liedchen sangen,
sind wir zum jüdischen Friedhof gegangen.
Mit dem Schlüssel und einem Info-Blatt
man uns auch gern reingelassen hat.
Von diesem verschneiten besinnlichen Ort
setzten wir unsere Wanderung fort.
An einem großen Sägewerk fanden
wir Hölzer selbst aus fernsten Landen.

Nach dem Egerursprung - versteckt im Wald -
erreichten wir oben den "Tierstein" bald,
wo wir den Ipfblick zur Kenntnis nahmen
und kurz drauf am "Schönen Stein" ankamen.
Ganz nah dabei gibt's seit längerem schon
zweimal im Jahr eine Holzauktion.
Einst stolze Bäume liegen in Reih' und Glied,
und ganz illustre Namen man sieht.
Die Fürsten Thurn und Taxis und Wallerstein
können nicht grad arme Leute sein.
An der Wernerhütte rief jemand zum Gruppenbild auf,
mit 'nem leibhaft'gen Bundesverdienstkreuzträger drauf.

Dann weiter zur Kapfenburg wir gehn
für die meisten ein freudiges Wiedersehn.
Die alten Ritter wussten genau wo sie bauen,
um unbegrenzt weit ins Land zu schauen.
Kaffee und Kuchen gab's zum Willkommen,
bevor wir die Zimmer eingenommen.

Am Abend - es fehlen mir fast die Worte -
Gab's 'nen Kappenabend besonderer Sorte.
Teletubbies, Katzen und gar Matrosen,
Zwerge, Bauern und Maler - sogar Hemdhosen
sangen und tanzten allesamt hier
zu den Tönen von Dieters Schifferklavier.
Es gab Stehgreifdarbietungen zum Hören und Seh'n,
bestimmt wie das Friedrichsbauprogramm so schön!!!
Auch Bopfinger kamen zur Party mit Schwung,
und eines ist sicher: Lachen hält jung!

Nach kurzer Nacht und doch wieder frisch
ging's zum leckeren Frühstück an den Tisch.
Wie üblich bei Albvereins-Wanderungen
ward zum Schluss nochmal ein Lied gesungen.-
Durch Lauchheim - wo kein Mensch zu seh'n -
ging's flink hinauf auf ländliche Höh'n.
Die Sonne ließ sich nicht mehr blicken,
wir mussten sogar die Schirme zücken.
Doch macht das weiter kein Verdruss,
gute Laune ist allzeit Albvereins-Muss.
In Röttingen kamen wir recht früh an,
da hat's uns die Kirche noch angetan.
In der "Sonne" konnten wir fürstlich speisen
zu absolut moderaten Preisen.
Weil das Wetter so schlecht war, wir schnurstracks gingen
zum Ende der Wanderung: nach Bopfingen.
Ich wär' so gern auf den Ipf geklettert,
doch was soll ich dort oben - die Sicht war "verwettert".
Die Kirche war zu und der Marktplatz leer,
Bopfingen im Regen gibt nicht viel her.
In der Bahnhofshalle - welch ein Idyll -
saßen wir rum ziemlich müd' und still.

Durch Aufhausen ging's diesmal ohne Halt.
Im Waggon plötzlich lauter Jubel erschallt,
weil Schweizers auf ihrer Terrasse stehn
und heftig winken: "Auf Wiedersehn!"

Im Regen will jeder ganz schnell nach Haus',
und das tolle Wochenende ist wieder aus.
(Gisela Seltmann)