Rückblick auf die Wanderung ins Bottwartal
am 21. März 2004
Am Sonntag, dem 21. März, waren die Wanderfreundinnen und -freunde des Schwäb. Albvereins. Ortsgruppe Ludwigsburg mal wieder auf Tour. Unter der Führung des Ehepaares Heinz und Irene Heß ging es diesmal in Richtung Bottwartal.
Vom Bahnhof Ludwigsburg aus startete man mit der S-Bahn nach Marbach und von dort mit dem Bus in einer ausgedehnten Fahrt über die Dörfer weiter nach Gronau zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Es sollte eine Wanderung mit etlichen schönen Aussichtspunkten werden. Gleich nach Verlassen des Ortes erklommen wir einen steilen Waldweg, der uns zur Scheiterburg führte, von deren Existenz allerdings nur noch eine Hinweistafel zeugte. Ein paar Schritte weiter bot sich dann bereits der erste schöne Ausblick über Oberstenfeld rüber zum Wunnenstein und dem Forstberg. Weiter durchstreiften wir eine Weile den Wald und als wir diesen verließen,
eröffnete sich dann eine Hochebene, deren Weite dem Wanderer so wohltuend und befreiend auf die Seele wirkt, dass wir diesem Zustand wohl unsere schönen Wanderlieder und Gedichte zu verdanken haben. Dort oben ist auch ein Segelfluggelände ausgewiesen.
Nach Durchqueren dieser offenen Landschaft erreichten wir den Ort Völkleshofen, wo sich die Wandergruppe um einen hübsch restaurierten Ziehbrunnen - einem Brunnen, wie für Frau Holle gemacht - versammelte, um eine kleine Rast- und Vesperpause einzulegen. Und auch hier, gleich nach Verlassen des Ortes, präsentierte sich ein wunderschöner Ausblick über ein Tal, diesmal in Richtung Backnang.
Über Streuobstwiesen und Auen und dem Örtchen Einöd erreichten wir dann in Kleinaspach den "Sonnenhof", wo wir zum Mittagessen einkehrten.
Nach dem Mittagessen hatte sich das Wetter, das bis dahin trüb und regnerisch war, gewandelt, der Himmel klärte auf, es wurde trocken und die Sonne zeigte sich hin und wieder.
Auf den Höhen des Hardtwaldes wehte uns zuweilen ein kräftiger Wind um die Nase. Um dort hinzugelangen, war zunächst aber ein sich lang hinziehender Aufstieg nötig gewesen. Dann aber ging es eben durch den Wald, stellenweise allerdings zwar nicht über Stock und Stein, dafür aber über Gestrüpp und abgeschlagenes Astholz. Ein alter bemooster Grenzstein erweckte unsere Aufmerksamkeit. Ein Storch, das Wappentier von Großbottwar, war darin eingemeißelt. Von dieser Stelle aus sahen wir auch bereits Großbottwar zu unseren Füßen liegen.
Außerhalb des Waldes von einem Höhenrandweg aus übersah man dann den ganzen nördlichen Großraum Stuttgart. Unser Wanderführer Heinz Hess erläuterte uns kompetent die markanten Punkte am Horizont. Die Sicht reichte vom Stromberggebiet auf der rechten Seite über Schillerhöhe, Fernsehturm bis hin zum Korber Kopf auf der linken Seite.
Über Stäffele und Weinbergwege ging es nun bergab nach Großbottwar. Vor der Heimreise mit Bus und Bahn blieb noch so viel Zeit, dass wir kurz den historischen Ortskern besichtigen konnten. Hier sei besonders das "schiefe Haus" und das mächtige Rathaus erwähnt, in dessen Fassade sich auch der Storch wiederfand.
Im Namen aller Teilnehmer stattete Klaus Ollig dem Ehepaar Heß Anerkennung und Dank ab und ein wunderschöner Wandertag hatte damit sein Ende gefunden.
( Dorothea Göhler)
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