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Rückblick auf die Wanderung in den Pfälzer Wald
am Ostermontag 2004

Es war ein verheißungsvoller Morgen, als die Ausflügler des Schwäbischen Albvereins am Ostermontag am ZOB auf den Bus warteten, der sie in den Pfälzer Wald, dem Zielgebiet ihrer diesjährigen Osterwanderung, bringen sollte. Das bis dahin trübe und trübsinnig machende Wetter war endlich einem strahlend blauen Himmel gewichen.

In einer knapp zweistündigen Fahrt erreichte man den Ausgangspunkt Bad Bergzabern. Von dort aus wurden unter der Führung von Joachim Schröter und Josef Eger auf weichen Waldwegen mal sanft aufsteigend, dann etwas steiler abwärts die 12 km der ersten Etappe erwandert. Es war herrlich! Die Luft war zwar noch kühl, aber klar, die Sonne spielte in den Zweigen, die noch unbelaubten Bäume gestatteten oft einen Durchblick hinüber zu den benachbarten bewaldeten Bergen, deren Kuppen allesamt von der Sonne angestrahlt waren. Zwischendurch wurde auf dem Rastplatz "Drei Eichen" eine Pause eingelegt, wo gelagerte Baumstämme und von Baumwurzeln aufgeworfene Erdterrassen dem Wanderer zünftige Sitzgelegenheit boten. In der Mittagsstunde erreichte man dann in einem hübsch gelegenen Tal bei dem kleinen Ort Reisdorf das erste Etappenziel. Hier warteten schon die Teilnehmer, die nicht mitgewandert waren, sondern zunächst in Bad Bergzabern verweilten und sich dann mit dem Bus bringen ließen.

Und weiter ging es - nun fast immer eben - und immer noch auf angenehm weichem Waldboden durch den Mundatwald, immer parallel zu einer Fahrstraße und einem Bach, bis sich bei St. Germanshof wieder ein wunderschönes Tal eröffnete. Dort nahm uns der Bus auf und brachte uns über die Grenze in das nur wenige Kilometer entfernte Städtchen Weißenburg - oder Wissembourg, schließlich war man ja jetzt in Frankreich.

Ein paar Worte zu Weißenburg: Mit seinen 7 500 Einwohnern ist die Stadt die nördlichste Kommune des Elsass, die überwiegend von traditioneller Agrarwirtschaft lebt. Sie liegt an jener Stelle der deutsch-französichen Grenze, an der die Rheinebene in den Pfälzer Wald übergeht. Die Altstadt ist teilweise von Resten der alten Stadtbefestigung umschlossen. Sehenswert ist die gotische Kirche St. Peter und Paul (13./14. Jahrhundert) mit dem romanischen Turm (11. Jahrhundert) und Resten des alten Klosters, an dem der Mönch Ottfried von Weißenburg wirkte. Das Wahrzeichen Weißenburgs ist das "Maison du Sel". Seinen alten verwinkelten Häusern und dem Flüsschen Lauter verdankt Weißenburg sein romantisch malerisches Stadtbild.
Während es sich die einen bei einem Cappuccino in einem Straßencafé gut gehen ließen, machten sich die anderen auf Besichtigungstour. Doch nicht nur der städtebauliche Charme entzückte an diesem Tag die Besucher. Auch der Frühling gab sein Bestes - es spross und grünte und blühte, dass es eine Wonne war!

Nach einer Stunde begab man sich wieder zum Bus, der dann das Deutsche Weintor ansteuerte. Dieses Bauwerk ist einerseits das Tor zum Elsass, andererseits der Beginn oder das Ende der Deutschen Weinstraße. Von hier aus ging man die paar Schritte nach Schweigen, wo man sich im Gasthaus "Zur Linde" zur Schlusseinkehr zusammenfand. Saumagen und Musik vom Schifferklavier hoben noch einmal die Stimmung und dann trat man dankbar, dass man einen so schönen Tag hatte erleben dürfen, die Heimreise an und kam gegen 20:30 Uhr wohlbehalten in Ludwigsburg an.

( Dorothea Göhler)