Rückblick auf die
1.Mai-Wanderung 2004
von Marbach nach Poppenweiler
Am 1. Mai galt für die Albvereinler der Ortsgruppe Ludwigsburg die Devise: "Warum in die Ferne schweifen - sieh', das Gute liegt so nah!" Und so begab man sich um 10:24 Uhr - am "Tag der Arbeit" auch für Langschläfer eine akzeptable Zeit - mit der S-Bahn auf die kurze Fahrt nach Marbach, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Unter der Führung von Henning Misgeiski und Dieter Mosdzien steuerte man das erste Etappenziel, den Lemberg, an. Wacker hielt man dem Regen stand, der schon seit dem frühen Morgen niederprasselte, denn für einen richtigen Wanderer gibt es bekanntlich kein schlechtes Wetter und für (um) die entsprechende Kleidung sorgt (sich) die Freizeitindustrie.
Auf der Höhe der Gemarkung Wolfsäcker, nicht weit von Erdmannhausen, hatte man einen Rundum-Ausblick auf das Umland wie man ihn besser in einem 360°-Kino nicht haben kann. Hier war der ideale Platz für geschichtliche und kulturelle Erläuterungen, auf die sich Herr Misgeiski gut vorbereitet hatte. Man lernt nie aus! Wer hätte denn gedacht, dass der Hohenasperg und der Lemberg geologisch gesehen zur Schwäbischen Alb gehören? Und hie und da wurden Stimmen laut, dass man an diesem Ort noch nie gewesen sei - obwohl so nah oder gerade deswegen?
Allmählich wurden auf den aufgeweichten Wegen die Füße schwer und schwerer, denn der Lehm blieb an den Schuhen kleben. Da war man dann doch froh, als man um die Mittagszeit das Waldgasthaus "Drei Eichen" erreichte, denn eine kleine Stärkung war jetzt willkommen. Trotz des nasskalten Wetters hatten einige immer noch nicht genug von der frischen Luft und nahmen ihr Essen im Freien ein.
Als man danach satt und gutgelaunt die Wanderung fortsetzte, ließ der Regen nach und zum Vorschein kamen endlich auch die passionierten 1.Mai-Ausflügler mit ihren Leiter- und Bollerwägen. Vom Lemberg, von dem aus man noch einmal einen weiten Ausblick genießen konnte, ging es nun abwärts durch feuchtes, aber saftig grünes Gelände nach Poppenweiler. Zur Heimfahrt nahm man hier den Stadtbus, denn man war bereits wieder im Stadtgebiet Ludwigsburg.
(Dorothea Göhler)
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