Rückblick auf die Jahresfahrt der Seniorengruppe 2004
an den Achensee
vom 20. - 25. Juni 2004
(Zum Vergrößern der Bilder einfach draufklicken)
20. Juni 2004
Es konnte losgehen zu unserer Jahresfahrt 2004 an den Achensee. Die Sitzplätze waren verteilt, alle zufrieden. Um 8.15 Uhr starteten wir trotz falsch abgedruckter Abfahrtszeit (9.00 Uhr) in der LKZ.
Die erste Pause machten wir im Rasthof Edenbergen (Bayern) um ca. 10 Uhr.
Die Fahrt mitten durch München war schon gleich zu Beginn ein Genuß. Unser Fahrer Herr Bantel, vom Reisebüro Jäger, hat uns wie ein Stadtführer vom Dienst durch München gefahren und dabei die Sehenswürdigkeiten erklärt, teilweise mit passendem Dialekt.
Mit netten Witzen (z. B. MMS) von Herrn Günther und Mundharmonika-Begleitung zum Singen von Herrn Krauss kamen wir gut gelaunt trotz Regen in Bad Tölz an. Hier machten wir 2 Stunden Mittagspause. In der historischen Marktstraße haben wir die reich bemalten, zusammengebauten Häuser bewundert. In dieser Straße "arbeitet" der Fernseh-Kommissar Otfried Fischer.
Noch eine kurze Pause am Sylvenstein-Stausee, dann waren wir bald gegen 16.30 Uhr in Maurach am Achensee in Tirol.
21. Juni 2004
Nach einem guten Frühstück besuchten wir das Steinölschaubergwerk in Pertisau am Achensee.
Wir haben erfahren, daß man aus Ölschiefer Öl für medizinische Zwecke wie Rheuma, Gelenkschmerzen usw. gewinnt und auch Kosmetik herstellt.
Ölschiefer entstand vor 180 Millionen Jahren durch Einwirkung von Mikroorganismen aus den Ablagerungen abgestorbener Pflanzen und Tiere am Meeresboden des riesigen alten Mittelmeeres, das einmal von Asien bis in unsere Breiten reichte. Dieser Ölstein wurde bei der Erstehung der Alpen durch eine urgewaltige Eruption aus der Flut emporgedrückt, wo er heute im Bächental (Karwendel, Achensee/Tirol) auf 1500 m Seehöhe bergmännisch abgebaut wird.
Das Mittagessen auf der Gramaialm verdienten wir uns durch Wandern (wer wollte) auf guten Wegen. Sie waren gesäumt mit Sumpfdotterblumen, Enzian, Primel.
Je nach Appetit konnten wir verschiedene Essen auswählen. Ganz rustikal war natürlich die Jause mit gerauchtem Schinken, Käse, Kaminwurz, dunklen Wecken, Buttermilch oder Bier.
Die guten Schnäpsle nicht zu vergessen!
Am Nachmittag waren wir zurück und hatten bis zum Galaessen um 18 Uhr Freizeit.
Sehr chic kamen wir zum Gala-Diner. Wir wurden verwöhnt mit
Aperitif a la Rotspitz
Hausgemachtem Osso Collo mit Melone
1 Tomaten-Mozzarella-Nudel mit brauner Butter
Salat vom Buffet
Schweinerückensteak mit Champignon a la Creme mit Speckbohnen und Birnenkroketten
Cappuccino Parfait.
Leider passierte ein Unglück.
Frau Köhler wollte vom höhergelegenen Speisesaal zur Salattheke gehen und hat vermutlich eine Stufe vergessen. Sie stürzte, Herr Kohlweiss und Frau Dangelmaier waren gleich zur Stelle und auch die Kellner mit einem Eisbeutel. Mit dem Krankenwagen kam sie ins Krankenhaus nach Schwaz. Wir waren alle betroffen und mußten sie bei unserer Abfahrt nach Hause zurücklassen.
Heute kein Regen, teilweise Sonne.
22. Juni 2004
Die Stadtführung in Innsbruck mit unserer Stadtführerin hat uns sehr gefallen.
Alleine fuhren wir noch zum Riesenrundgemälde. Das 1000 qm große Wandgemälde ist fantastisch. Es wurde 1896 von Zeno Diemer gemalt, einem Maler aus Oberammergau. Es zeigt Szenen der Bergisel-Schlacht (Tiroler Freiheitskämpfe) von 1809.
Mittagspause war in Hall. Jeder erkundete das Städtchen selbst.
Wir fuhren nach Wattens. Am Eingang der Kristallwelten begrüßte uns ein wasserspeiender, mit Pflanzen bewachsener Riese. Im Innern des Riesen funkelt und spiegelt es, es erstrahlen Kristallkunstwerke, es verwirrt und scheint futuristisch. Dieses Kaleidoskop der Sinne wurde mitgestaltet von André Heller. Kostspieliges (Kristall-Figuren, Schmuck) gabs anschließend im Kristallwelten-Shop.
Anläßlich des 100jährigen Bestehens der Fa. Swarowski im Jahr 1995 wurden die Kristallwelten geschaffen.
Die nächste Station war Schwaz. Frau Aßfalg machte einen Besuch im Krankenhaus bei Frau Köhler. Wir warteten im Bus. Danach Rückfahrt nach Maurach.
23. Juni 2004
Wir fuhren von Maurach bis Jenbach mit dem Bus. Hier sind wir umgestiegen in einen historischen Dampfzug. Zwei der zahlreichen Waggons waren reserviert für den Albverein. Ein Transparent (vorbereitet von Frau Aßfalg) mit der Aufschrift "Schwäbischer Albverein Ludwigsburg Seniorengruppe" war an einem der Wagen angebracht.
Mit einem ordentlichen Ruck begann unsere Fahrt. Unsere Lok nebelte die ganze Umgebung ein. Es waren ca. 15 Haltestationen. Jedesmal ruckte es wieder kräftig beim Anfahren.
Wir hatten ja Herrn Krauss mit seiner Mundharmonika im Wagen. Was wurde da als erstes Lied angestimmt? " Auf de schwäbsche Eisebahne" natürlich. Es machte großen Spaß, durchs Zillertal neben dem Ziller her zu fahren.
Nach 1 1/2 Stunden waren wir in Mayrhofen. Dort marschierten wir bis zur Penkenbahn. Eine Hälfte der Reiseteilnehmer fuhr mit der Kabinenbahn zur Station auf 1800 m hoch, manche noch weiter mit dem Sessellift auf 2000 m. Bei der Abfahrt hatten wir eine herrliche Sicht auf Mayrhofen, vergleichbar mit der Sicht vom Flugzeug aus.
Die zweite Hälfte besichtigte Mayrhofen, das mit seinen schönen Läden ganz auf den Tourismus eingestellt ist.
16.30 Uhr war Abfahrt. Von ca. 600 m Höhe mußte unser Bus auf 950 m zum Achensee hochfahren. Kurze Fotopause war an der Kanzelkehre. Von da sahen wir weit nach unten ins Ziller- und Inntal. Gerade waren wir wieder in den Bus eingestiegen, da prasselte der Regen herunter, zum ersten Mal heute und erst am Ende unseres tollen Ausflugstages. "Passt scho" konnte man da sagen.
24. Juni 2004
Heute wanderten wir bzw. fuhren wir auf dem Achensee zur Gaisalm. Die Wanderer wanderten auf meist schmalem Weg entlang des Sees. Es war ein idyllischer Weg, man mußte aber immer auf sicheren Tritt achten und zum Ausschau halten am besten stehen bleiben. Auf der Gaisalm war Mittagessen. Bis auf 5 Personen, die zu Fuß nach Pertisau zurückgehen wollten, fuhren wir mit dem Schiff nach Pertisau. Dort wartete der Bus. Man konnte aber auch von Pertisau nach Maurach marschieren.
Es gab ein Schmankerlessen. Zur großen Freude von allen zauberte Herr Bantel. Musik und Tanz beendeten den letzten Abend.
25. Juni 2004
Über den Achenpaß, Tegernsee, Autobahn Holzkirchen, München fuhren wir heim.
Herr Bantel hat uns noch einmal durch die Stadt München geführt.
Mit dem Quiz, wie in jedem Jahr, konnten wir beweisen, daß wir den Beschreibungen von Frau Aßfalg auch zugehört haben. Niemand hatte die volle Punktzahl des von Herrn Kohlweiss entworfenen Quizbogens erreicht. 5 Piccolos wurden als Belohnung an die Besten verteilt.
Ein Halt noch in Dasing zum Mittagessen und ein kurzer Halt in Aichen.
Um ca. 16 Uhr hat Herr Bantel uns wohlbehalten in Ludwigsburg abgesetzt.
Danke an Frau Aßfalg und an die Wanderführer Herrn Günther, Herrn Sturm, Herrn Kohlweiss, die viel Arbeit mit ihrer Reisegesellschaft hatten. Herr Bantel hat uns stets gekonnt chauffiert. Wir sind allen dankbar, daß sie die Organisation und auch Verantwortung fürs Gelingen übernommen haben. Die Reise bleibt lange in Erinnerung.
(M. Labbé) |