Zwischen Wald und Reben am 15.August 2004
Kaum hat der Sommer kurz Pause gemacht,
die Sonne schon wieder vom Himmel heut’ lacht.
Die Wanderer treffen am Bahnhof ein
und mit Bahn und Bus geht’s nach Mundelsheim.
Den „Käsberg“ diesmal nicht im Krügle,
sondern erklettert und g’schnauft wie e Zügle.
Von der Kanzel belohnt uns ein Ausblick schön,
man kann den Schreyerhof liegen sehn.
Die Sonne brennt nieder erbarmungslos,
doch in den Felsengärten ist gar nichts los.
Die Kletterer haben es sicher gehört:
wegen Steinschlag ist mal wieder gesperrt.
Aber oben durfte entlang man gehen
und die silberne Neckarschleife sehn.
Das war zur heissen Mittagstund’
fürs Foto ein schöner Hintergrund.
Wo immer man raufsteigt geht’s auch runter.
So „stäffelten“ die Wandrer ganz munter
zur Mittagsrast und über den Steg,
zu erreichen des Waldes kühlen Weg.
Unterwegs lockten Zwetschgen und Mirabellen
und schwarze Brombeeren an dornigen Stellen.
Es ging durch den schattigen Salenwald
zur nächsten Aussichtskanzel bald,
von wo aus man wieder nach Mundelsheim sah.
Die Schleuse schien schon zum Greifen nah.
Doch wo andre bequeme Wege gehen,
hat’s Klaus auf Schikanen abgesehn.
Dennoch war dieser steile Stolpersteg
tatsächlich ein richtiger Wanderweg.
Heil kamen wir runter und über den Fluss,
wo plötzlich der Anschluss gerissen sein muss.
Dem Klaus ging’s wohl nicht schnell genug,
er lechzte nach dem Bier im Krug
und hat dabei ganz übersehn,
dass nicht mehr alle mit ihm gehn.
Ein bisschen Schwund liegt im Kalkül,
doch ganze Acht – das ist zuviel!
Die unten eilten zur Neckarmühle,
die oben schmachteten nach Kühle.
Zuerst gab es Handy- und dann Sichtkontakt,
und ein Happyend hatte auch dieser Akt.
Der Kellner die vorbestellten Essen rasch brachte,
unter Bäumen im Biergarten man schmauste und lachte.
Klaus und Ingrid sagen herzlichen Dank für heut’
32 höchst zufriedene Wandersleut’.
(Gisela Seltmann)
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