Rückblick auf die
Dreikönigswanderung 2005
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Da schlechtes Wetter von zünftigen Albvereinlern ignoriert wird, haben sich an die 50 am Bahnhof eingefunden, um nach Weilimdorf zu fahren. Dort hielten unsere Wanderführer Ingrid und Klaus Ollig die Begrüßung und "Neujahrsansprache" und los ging's auf den "Grünen Heiner". Der hätte Anfang Januar ruhig auch mal weiss sein können. Schnee gab es aber nicht. Dafür pfiff der Wind, so dass der "Growian" ordentlich was zu tun hatte. Der 360 Grad-Rundblick ist wirklich beeindruckend.
Durch den Seewald ging es weiter auf den Kallenberg, eine ausgedehnte Trockenrasenwiese, auf der uns Klaus den "Trigonometrischen Punkt" mit dem himmelsrichtungsweisenden Kreuz zeigte. Über Witthau erreichten wir die Solitudeallee, an deren Anfang - oder ist es das Ende? - deutlich das Schloss Solitude zu sehen war. Das entgegengesetzte Schloss in Ludwigsburg hielt sich versteckt, weil eben doch ein Knick in der schnurgeraden Strecke ist. Die Wanderung führte uns weiter nach Stammheim und unmittelbar am württembergischen Hochsicherheitsgefängnis vorbei. Wie stellten fest, dass viele "berühmte" Gefängnisse der Welt Spitznamen haben wie Santa Fu, Klingelpütz oder Sing Sing, für dieses gibt es aber bisher noch keine Extrabezeichnung.
Danach war rechter Hand der ausgedehnte Containerbahnhof Kornwestheim zu sehen und links die Basis der Landesvermessung. Diese ist als Modell aufgebaut mit einem Zentrum, von dem aus Bahnschienen zu markanten Orten des Landes samt Höhenangaben führen, die jeweils durch eine Stele aus dort befindlichem Gestein dargestellt sind. Von dort war es nicht mehr weit nach Pflugfelden. Wir mussten aber nochmals - wie schon öfter vorher - die Schirme aufspannen. Die Sonne schien, oft deutlich sichtbar, zum Possen immer gerade dort, wo wir nicht waren. Vorbei an dem schönen Dorfbrunnen kehrten wir ein im "Goldenen Pflug", ungewöhnlich chic für eine Wanderungseinkehr. Inzwischen waren wir durch "Schwund" nur noch etwa 40, die zügig und gut bewirtet wurden.
Herr Gerlach sprach Ingrid und Klaus unsern Dank aus und fand, das sei schon fast eine Grützmacher-Gedächnis-Wanderung gewesen, der immer gern einen Kirchturm angepeilt hätte. E i n Fahrschein für 5 Leute und die Bushaltestelle genau vor der Tür, so löste sich nach und nach die Gesellschaft auf. Das war ganz bestimmt ein gelungener Anfang des Wanderjahres 2005.
(Gisela Seltmann) |