Rückblick auf die
Tauscher Wanderung
am 20. Februar 2005
Sonntagmorgen und frischgefallener Schnee. Unter der kundigen Führung von Norbert und Irmi Tauscher begann die Wanderung am Bahnhof Ludwigsburg mit der S-Bahn, wurde in Stuttgart mit der U 14 fortgesetzt und am Marienplatz wurde die "Zacke" bestiegen. Das war für einige von uns eine Ersterfahrung und bot uns allen einen wunderbaren Blick auf Stuttgart, so mit keiner andern deutschen Großstadt vergleichbar.
Wir gingen durch morgendlich stille Straßen im schönen Stadtteil Degerloch, entlang dickverschneiter hübscher Vorgärten und erreichten nach einem kurzen Blick auf den Fernsehturm den Wald, dessen Wege schon erstaunlich gut durch andere Wanderer, Spaziergänger und Freiluftsportler "präpariert" waren. Sogar ein paar Schilangläufer waren hier unterwegs. Bei Schönberg erreichten wir das Ramsbachtal, von wo aus es rauf ging in den Asemwald. Dort stehen die drei weithin sichtbaren "Hanibal"- Hochhäuser, über deren Schönheit man geteilter Meinung sein kann. Hier ist auch der ausgedehnte Komplex der Kelley Barracks, wo unsere amerikanischen Freunde noch präsent sind. Es öffnete sich ein weiter Ausblick auf die Filder mit dem Flughafen und der erkennbaren Baustelle der neuen Messe.
Die Apfel- und Vesperpausen mussten "durchgestanden" werden, weil sich's im Schnee doch nicht so gemütlich sitzt. Die Sonne liess sich zwar ab und zu blicken, konnte sich aber doch nicht durchsetzen. Der Himmel war einmal hälftig blauweiss und rabenschwarz, letzteres verzog sich aber ohne Entladung. Wir scheuchten einen Hasen auf, der in dem lichten Wald verzweifelt wieder Deckung suchte. Auch uns fehlte die Deckung für gewisse Bedürfnisse. Es war schwierig, den Morgenkaffee loszuwerden. Der Weg führte wieder abwärts ins Körschtal unterhalb des Fasanenhofs, dessen Doppelhochhaus mit seinem Anstrich ganz passabel aussieht.
Wir hatten inzwischen den Wald hinter uns gelassen und strebten über offenes Feld dem warmen Ziel entgegen. Im "Bahnhöfle" von Obereichen funktionierte dank Handyvorbestellung die Bedienung ganz flott und es schmeckte vorzüglich. Klaus Ollig brachte unser aller Dank an Tauschers zum Ausdruck. Vom Einsteigen direkt vor der Tür bis nach Ludwigsburg klappte es wie am Schnürchen, und eine frohe Runde trennte sich wieder bis zum nächsten Mal.
(Gisela Seltmann) |