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Rückblick auf Wanderung
"Zu Mühlen und Hammerschmieden"
am Pfingstmontag 2005

(Zum Vergrößern der Bilder einfach draufklicken)

Es ist bewundernswert, wie die Wanderführer des Schwäbischen Albvereins es schaffen, immer wieder neue reizvolle Wanderungen auszuarbeiten. Zugegeben - es wurde in diesem Fall ein bisschen von der Fernsehsendungsendung "Fahr' mal hin" abgekupfert. Nichtsdestotrotz muss ein Wandertag straff durchorganisiert sein, wenn er denn gelingen soll. Da müssen Haltemöglichkeiten für den Bus ausgekundschaftet werden, die Wege müssen auf Gehtauglichkeit und Zumutbarkeit geprüft werden für diejenigen unter uns, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind. Eine Gaststätte, die einem Ansturm von 50 Leuten gewachsen ist, muss gefunden werden, ggf. Führungen geordert werden und vieles mehr. Seit neuestem muss sogar das Fahrgeld eingetrieben werden - man lese und staune - auch das kann Verwirrung und Kopfzerbrechen bereiten. Um so mehr gilt den beiden Wanderführern Josef Eger und Achim Schröter unsere Anerkennung für die Wanderung am Pfingstmontag im Jagsttal, die dann doch rundum stimmig war - um es mit den Worten unserer Wanderfreundin Gisela auszudrücken.

Die Wegstrecke führte uns von Kirchberg an der Jagst über Mistlau und Bölgental in die nahe bei Gröningen gelegene Hammerschmiede. Sie zeichnete sich durch romantisch idyllische Landschaftsbilder und durch überwiegend angenehm begehbare, im besten Sinne naturbelassene Wanderwege aus. Von Kirchberg kommend folgten wir im Gänsemarsch entlang eines Hanges einem Trampelpfad mitten durch saftig grünes Gras und genossen dabei den Blick auf das liebliche Jagsttal zu unseren Füßen. Später auf der Hochebene zwischen Mistlau und Bölgental konnten wir unsere Blicke weit über das Hohenloher Land schweifen lassen. Wieder später an den Wasserläufen der Jagst und der Gronach umgab uns eine üppig wuchernde Vegetation, wie sie so knackig frisch und so vielfältig bunt blühend nur im Mai nach ein paar ergiebigen Regengüssen sein kann. An der Gronach begleitete uns das fröhliche Gemurmel und Plätschern des Baches und im wahrsten Sinne des Wortes verlief der Weg jetzt über Stock und Stein, da wir mehrmals den Bach auf im Wasser liegenden Gesteinsbrocken überqueren mussten. Nach der letzten Überquerung dieser Art hatten wir dann die Hammerschmiede erreicht.

Herde LamasDie Wanderzeit war reichlich bemessen, sodass wir drei geruhsame Pausen einlegen konnten. Die erste war im Wald an dem Wanderweg E8, wir ließen uns zünftig auf gelagerten Baumstämmen nieder. Die zweite in dem Ort Bölgental erfolgte nicht ganz freiwillig, denn man suchte ein Phantom, einen vermeintlich vermissten Mitwanderer, der aber gar nicht abhanden gekommen war. Die Zeit wurde uns jedoch nicht lang, denn in verschiedenen Gehegen gab es nicht nur Ponys zu begutachten und zu streicheln, nein - sogar eine Herde Lamas konnte bestaunt und fotografiert werden.

Die dritte Pause war dann die schönste. Die restaurierten Grundmauern der einstigen Heinzemühle, idyllisch an der Jagst gelegen, forderten geradezu zum Verweilen heraus.

Zu Mühlen und HammerschmiedenTrotz düsterer Prognosen von Kachelmann trug das Wetter sein übriges zur Gestaltung eines schönen Wandertages bei. Es war ein heller freundlicher Tag und durch die vereinzelten Wolkenfelder schien sogar meistens die Sonne. Deshalb konnten wir unsere Mahlzeit an der Hammerschmiede auch im Freien einnehmen und wir ließen uns die gute Küche munden. Später lauschten wir gebannt dem Vortrag einer Führerin, die es verstand, mitreißend und anschaulich von Aufstieg und Niedergang der Hammerschmiede und deren Bewohner zu berichten und die uns sogar die von herabstürzenden Wassermassen angetriebene Motorik eines gewaltigen Hammers vorführte.

Danach wurde es Zeit, uns zum Bus zu begeben, der in Neidenfels auf uns wartete. An der Gronach entlang bis zu ihrer Mündung in die Jagst ging es zunächst auf dem gleichen Weg zurück. Dann ging es der Jagst aufwärts folgend an der Kernmühle vorbei nach Neidenfels.

Zu Mühlen und HammerschmiedenIm Bus nahm Gisela Seltmann die Gelegenheit wahr und sprach mit gewandten Worten den beiden Wanderführern unser aller Dank aus. Die Rückfahrt verlief trotz des Pfingstreiseverkehrs zügig und daheim angekommen entließ der Busfahrer lauter frohgelaunte Fahrgäste. Nur der Himmel vergoss jetzt jede Menge Tränen - Gott weiß, warum.

(Dorothea Göhler)