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Rückblick auf die
Morgenwanderung "Neckaraue" 2005
Erich-Glock-Gedächtniswanderung
am 7.8.2005

Klicken zum VergrößernDen Reißverschluss geschlossen bis oben hin und die Hände in den Ärmeln verstaut, als wäre es Februar und nicht August, warteten morgens gegen 8 Uhr an die 50 Wanderer auf den Linienbus Richtung Waiblingen, um nach Hegnach, dem Ausgangspunkt der diesjährigen "Morgenwanderung" zu gelangen. Womit diese alljährlich stattfindende Wanderung ihren Namen verdient, wissen wohl nur noch Insider, die vor anno dazumal dem Verein beigetreten sind. Sie könne sich aber bis zum Abend hinziehen, meinte Klaus Ollig, der nach der Begrüßungsansprache von Wanderführer Kurt Krautt das Wort ergriff, um an das im vergangenen Jahr verstorbene Mitglied Erich Glock zu erinnern. Diesem war das über lange Jahre hinweg abgehaltene "Scheurefest" zu verdanken, bei dem er - ähnlich wie die Krautts bei der Morgenwanderung auf ihrem Baumstückle - in seiner Scheune zusammen mit seiner Frau für Speis und Trank und auch noch für den musikalischen Rahmen sorgte. Ihm zu Ehren war die Wanderung gewidmet als "Erich-Glock-Gedächtniswanderung".

Klicken zum VergrößernUm an diesen "Hundstagen!!!" der Kälte die Stirn zu bieten, war es am besten, sich warm zu laufen. Also marschierten wir stramm durch Wald und Flur, bis manchmal ein Rückpfiff erfolgte für einige besonders Naseweise vornedran mit einem Tross von Mitläufern, die allesamt die Richtung verfehlt hatten. Bald schon erreichten wir den Bergsporn oberhalb von Neckarrems, wo Reste einer Burg aus dem 13. Jahrhundert zu finden sind. In unmittelbarer Nähe wurde 1842 das Schlösschen Remseck erbaut, von dessen wechselvoller Geschichte uns der Co-Wanderführer Heinz Heß berichtete. Des seit dem Jahr 1997 verwaisten Schlösschens nahm sich lobenswerterweise eine hier ansässige wohlhabende Industriellenfamilie an und lässt Gebäude und Parkanlagen wieder in Schuss bringen. Das Schloss beherbergt auch eine Kunstgalerie.

Klicken zum VergrößernVon Remseck aus waren wir im letzten Jahr zur Morgenwanderung gestartet und am rechten Neckarufer entlang gelaufen. Doch Abwechslung muss sein und so ließen wir diesmal den Neckar rechts liegen und wanderten querfeldein Richtung Ossweil. Wir kamen am Ossweiler Friedhof vorbei und dann ging es in unzähligen Windungen - ich könnte den Weg meiner Lebtag' nicht mehr nachvollziehen - zum Baumstückle von Kurt Krautt.

Hier wurden wir schon von einigen Mitgliedern erwartet, die die Wanderung nicht mitmachen wollten oder konnten, aber gern bei der Hocketse dabeiwaren. Im Gartenhäuschen hatten wieder fleißige Hände für unser leibliches Wohl gesorgt und weil das nicht selbstverständlich ist, seien auch die Namen genannt: Elsbeth Krautt mit Schwiegersohn und Irene Heß opferten ihre Kraft und Zeit, um uns mit leckerem warmen Fleischkäse und Getränken zu verköstigen. Ihnen und den beiden Wanderführern sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gesagt.

Klicken zum VergrößernWeil mir die Wetterlage nicht ganz geheuer erschien, machte ich mich bald mit ein paar anderen auf den Heimweg. Und tatsächlich wurden wir unterwegs von einem kräftigen Regenschauer erwischt. Ich weiß nicht, wie es bei der Hocketse weiterging, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich eingefleischte Hocketsebesucher nicht von einem Regenguss aufscheuchen lassen, ja, vielleicht wurde sogar noch gesungen, musiziert und geschunkelt! Und wenn se nicht irgendwann aufgebrochen sind, dann hocketse noch heute!

(Dorothea Göhler)