Ein sonniger Tag. So richtig angetan um sich in der Natur zu bewegen, mit der Ortsgruppe Ludwigsburg des Schwäbischen Albvereins zu wandern. Murrhardt, mit seiner historisch schönen Altstadt, der wunderbar gestalteten romanischen Walterichskapelle an der romanisch-gotischen Stadtkirche welche ehemals dem Benediktinerkloster als Kirche gedient hat, der am Berg stehenden romanisch-gotischen Grabkirche des frommen Einsiedlers Walterich, dem Naturparkzentrum. Östlich der Stadt zeugen Reste von Graben und Wachtürmen vom römischen Limes.
"Murrhardt", ein Ort wo sich jederzeit ein Besuch lohnt, war Ausgangspunkt. Und wie es so ist im Schwäb. Wald, zunächst ging es bergauf, hinein in die "Franzensklinge", eine enge wildromantische Schlucht. Man kam gut voran, machte auf halber Höhe Trinkpause und über gute Waldwege kam man zur Hochebene hinauf, dem "Hoblersberg", mit weiten abgernteten Feldern und noch grünen Wiesen. Weit reicht der Blick hinein in den Schwäb.Wald. Wanderführer Heinz Heß ist guter Kenner der Landschaft. So geht der Blick hinüber zur höchsten Erhebung im Mainhardter Wald, die "Hohe Brach" mit seinem Funkturm. Rundum Täler und Höhen, viel Wald und Blick hinüber zum hochgelegenen Weiler Sechselberg.
Sichtpunkte welche von der Ossweiler Höhe in Ludwigsburg bei guter Sicht zu erkennen sind. Später erreichen die Wanderer den Weiler "Hörschhof". Von dort geht es über die Höhe, die Sägmühle im Tal lassen wir aus, dann wieder durch Wald und steil über Treppen und schmalem gewundenen Steig hinab zum "Hinteren Wasserfall" des Hörschbachs, der sich hier in den Kalk-und Schieferfels gegraben hat. An kleiner Staustufe machen wir Rast. Das vor der Mauer mit kleinem Fallgitter angesammelte Wasser lassen wir mit Getöse über mehrere Felsstufen hinab rauschen. Ein toller Anblick. Die Klappe zu und es herrscht wieder Ruhe.
Im Murrhardter Wald weiter erreicht man danach die "Springstein-Höhe" und dann ist es nicht mehr weit zum "Eschelhof", wo Mittagseinkehr gemacht wird. Der Eschelhof, manchen bekannt von lustigen Faschingswandertagen, ist ein Wanderheim des Schwäb. Albvereins auf 492 m gelegen und ist über die Wochenenden bewirtschaftet. Ein Rastplatz mit grosser Nachfrage wie festgestellt wird. Im luftig sonnenwarmen Innenhof und unter schattigen Bäumen schmecken die bestellte Mahlzeit und Getränk aller Art. Manche geniessen anschliessend noch eine gute Tasse Kaffee und leckeren Kuchen. Es wird Zeit von gastlicher Stätte Abschied zu nehmen. Die Wanderer machen sich auf die letzte Wegstrecke. Wir gehen im Wald talwärts und erreichen später einen steilen Abstieg hinunter nach Oppenweiler. Aus dem Wald kommend blickt man hinein ins weite Backnanger Becken und hinüber zur Burg Reichenberg, sowie in die Waldgebiete Nassach, Neulautern, Spiegelberg und Wüstenrot.
Wir sind am Ziel des Wandertages "Oppenweiler". Ein kurzer Abstecher vor der Heimreise hinüber zum Oppenweiler Rathaus, ehemals wuchtiger achteckiger Adelssitz mit umlaufendem Wassergraben und englischer Parkanlage, dient zur Erholung nach dem Wandertag. Zum Schluß ist es guter Brauch und Sitte Dank zu sagen. Dank an das Wanderführer-Ehepaar Irene und Heinz Hess, welche die Teilnehmer in einen der vielen landschaftlich schönen Teile im Schwäbischen Wald geführt und mit großem Sachverstand kulturelle wie landschaftlich interessante Dinge vermittelt haben. Die Vielfalt der gegangenen Wegstrecke in Wald und Flur, verteilt auf ca. 5 Std., wurde so für die Wanderfreunde zu einem nicht anstrengenden, schönen, erlebnisreichen Wandertag. Die Bundebahn bringt uns wieder nach Hause.
(Wolfgang Staudenmayer)
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