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Rückblick auf die Wanderung "Zu Stuttgarts höchstem Punkt"
am 19.02.2006

Man könnte meinen, die ganze Welt bestünde aus Müllbergen. Nachdem wir dreimal hintereinander den Lemberg - eine ehemalige Mülldeponie - passiert haben, war nun die Bernhartshöhe dran, auch eine von Geröll, Bauschutt und Erdaushub gebildete Anhöhe. Jedoch sind beide nicht so unattraktiv wie es scheint, denn sie haben eines gemeinsam: Sie sind die höchsten Erhebungen in ihrem Umfeld , sodass man von ihnen eine bemerkenswerte Aussicht hat. Aber lassen Sie mich von vorn beginnen:

Eine stattliche Anzahl von 47 Wanderfreundinnen und -freunden bestieg um 09:46 Uhr die S-Bahn Richtung Stuttgart, um mit Umsteigen in der Schwabstraße in Richtung Herrenberg zur Haltestelle Universität zu gelangen. Oben auf dem Universitätsgelände wurden wir von den Wanderführern Peter Mugele und Hans Stöhr begrüßt, wobei hervorzuheben ist, dass unser Mitglied Hans Stöhr sein Debüt als Wanderführer gab. Um es vorwegzunehmen: Er hat es mit Bravour gemeistert. Hans hatte sich gut vorbereitet und seine Ausführungen zu dem Wissenswertem an der Wegstrecke waren interessant, verständlich und präzise. So war er es auch, der uns einiges über die Universität Stgt-Vaihingen erzählte - eigentlich schon eine Stadt in der Stadt. In ihr gehen 21 000 Studenten ihrem Studium nach und ca. 5 000 Menschen sind für die Aufrechterhaltung des gewaltigen Betriebes in Arbeit und Brot. Der Universitätsteil S-Vaihingen ist ein Ableger der Universität Stuttgart, die in der Stadtmitte seit den 50er Jahren (des vergangenen Jahrhunderts) aus allen Nähten platzt und auf das Gebiet am Vaihinger Pfaffenwald ausweichen musste. Daneben gibt es auf dem Uni-Campus Pfaffenwald auch noch die Institute der Fraunhofer Gesellschaft, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie die Hochschule für Druck und Medien und das Bildungszentrum der Telekom.

Das Uni-Gelände verlassend kamen wir durch das Büsnauer Wiesental, einem Naturschutzgebiet mit 2 malerischen gelegenen Regenrückhaltebecken und seltenen Tieren und Pflanzen. Auf dem weiteren Weg sahen wir die Max-Planck-Institute und nach etwa einem weiteren km streiften wir den Katzenbachsee. Wie viele Seen in dieser Gegend war auch er von Menschenhand geschaffen - ein Stausee, der zur Trinkwasserversorgung für die Stadt Stuttgart angelegt wurde. Das Wetter war freundlich und trocken. Trotzdem galt es auf den Weg zu achten, da festgefahrene oder -getretene und verharschte Schneereste die Gefahr des Ausrutschens bargen. Mehrmals wurde eine kleine Pause eingelegt, wobei Peter Mugele auch unsere Essensbestellung notierte und per Handy durchgab, damit später in der Gaststätte alles reibungslos ablaufen konnte. Auf der Bernhartshöhe (549 m hoch, der Birkenkopf ist nur 511 m hoch) genossen wir dann den Weitblick rüber zur Bergkette der Schwäbischen Alb, in den Ohren das Tosen des Verkehrs auf der Autobahn, die unterhalb des Berges verläuft.

Von der Bernhartshöhe war es nicht mehr weit zum größten Stuttgarter Stadtteil Vaihingen. Ein paar Wohnstraßen entlang, am Freibad und Hallenbad Rosental vorbei, durch eine kleine Parkanlage und schon waren wir in der Vaihinger City.

Auf dem ehemaligen Firmenareal der Brauerei Robert Leicht - der späteren Schwabenbräubrauerei, die dann 1996 in der Brauerei Dinkelacker-Schwabenbräu (Stuttgart, Tübinger Strasse 46) aufging - ist jetzt ein modernes Einkaufszentrum, nämlich die SchwabenGalerie, entstanden mit einer Tiefgarage mit 1100 Parkplätzen. In der Mitte der Galerie neben dem Schwabenbrunnen befindet sich auch das Restaurant, wo wir unsere Schlusseinkehr hielten. Nach einem guten Essen richtete Klaus Ollig im Namen aller Mitwanderer Dankesworte an die beiden Wanderführer. Noch ein paar Schritte zur S-Bahn und bereichert von einem schönen Wandertag mit viel Information zu Wissenswertem über unsere heimatliche Region traten wir die Heimfahrt an.

(Dorothea Göhler)