Logo - Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
 
../whatsnew.htm
 

Rückblick auf die Wandergaudi in Dürrwangen
am 25./26. Febr. 2006

klicken zum VergrößernFaschingswochenendwanderung war angesagt , und 16 Unentwegte trafen sich am Bahnhof Ludwigsburg, um mit zweimal umsteigen Balingen zu erreichen. Unterwegs grüßte der "Hohenzollern" mal durchs rechte, mal durchs linke Waggonfenster, was für eine mäandernde Trassenführung! Am Bahnhof in Balingen hielt Werner Brekle seine Begrüßungsansprache. Einige von uns hatten diese Tour im Sommer schon mal mitgemacht, als Balingen zur 750Jahrfeier geschmückt war. Heute war es eher trüb und kalt, sodass uns am Ende des Wochenmarktes ein "Dinnäle-Stand" bei der Kirche mit Glühmost und Würstchen sehr gelegen kam. Wir kamen am Stadtschloss derer von Hohenzollern und der daneben liegenden Jugendherberge vorbei, zwei schönen Fachwerkgebäuden hoch über der Ayach. Dann passierten wir die Brücke und kamen übergangslos nach Endingen, wo uns ein Findling Kunde davon gab, dass die Endinger schon ihre 1200Jahrfeier hinter sich hatten. Die im Gegensatz zum Sommer diesmal "ebenerdige" Wanderung führte durch Roßwangen und Weilstetten, mit Sicht auf den Plettenberg, der seinen Fernmeldeturm nur ab und zu durch die Wolken sehen ließ, auf den Lochen und das Hörnle.Wir hielten einen Schwatz mit Männern, an deren Feuer aus zusammengetragenem Unterholz man sich direkt ein wenig wärmen konnte. Klaus Ollig servierte und die erste "Schikane" in Gestalt einer sehr naturbelassenen "Klinge", und gleich darauf die zweite als Suche nach einem Balkensteg über einen Bach. Eine Vesperpause fand im Stehen statt, wobei aber 2 von uns sich einen Sitz im Reisighaufen schufen. Beim Reden über Streuobstwiesen entdeckten wir direkt am Weg eine sicher in der Silvesternacht vergessene überlange Wunderkerze, die sogar noch gezündet werden konnte und zu unserem Spaß Licht in den trüben Tag brachte. Wir kamen zur Kaffeezeit in Dürrwangen an und konnten uns gleich an selbigem, oder auch Tee und anderen Getränken laben. Die Zimmerverteilung war schnell geschehen, und wir trafen uns zur Hausführung mit dem rührigen Herbergsvater, Herrn Stingel. leider nicht VergrößerbarWie schon im Sommer zeigte er uns voller Stolz das zugekaufte Jetterhaus mit den nostalgischen Zimmern und erklärte uns die vielfältigen Freizeit- und Kursangebote, die von Singen und Tanzen über Nähen bis zum Instrumentenbau reichen. Danach wurden wir verwöhnt mit einem köstlichen Abendessen: Krustenbraten mit Spätzle und Kartoffelsalat und einem sahnigen Früchtequark zum Nachtisch. Es war noch eine Gruppe aus Tamm dort, mit der wir gemeinsam einen "Kappenabend" veranstalteten, der mit jeder Karnevalssitzung hätte mithalten können. Erstaunliche Kostüme wurden aus den Rucksäcken gezaubert, Musik gab's von 2 Akkordeons, eine stattliche Polonäse kam zustande. Es wurde getanzt und über zahlreiche Textvorträge gab es viel zu lachen. Dem Vernehmen nach hielten einige bis weit nach Mitternacht durch. Der Sonntag begann mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, das erstürmt werden konnte, als die späten Brötchen kamen. Nach dem obligatorischen Abschiedslied machten sich die Ludwigsburger wieder auf den Weg durch den frischgefallenen Schnee über Zillhausen nach Streichen. Dort erwarteten uns an einem Grillplatz eine Wanderkameradin und 2 Wanderkameraden aus Bisingen mit Schnaps und Schokolade. klicken zum VergrößernSie führten uns kundig an den Rändern spiegelglatter Wege entlang nach Bisingen, wo im Hotel Zollern das Mittagessen stattfand. Ganz Bisingen war in Faschingslaune. Der Ort war dekoriert, und in der Festhalle fand ein Kinderball statt. Für Interessierte war Zeit genug, die bemerkenswert große Kirche mit ihren 2 verschienen Türmen und das Museum "Schwierigkeiten des Erinnerns" zu besichtigen. Letzeres zeigt die Geschichte des noch Anfang 1945 eingerichteten KZs für die Zwangsarbeiter zum Ölschieferabbau. Es ist lobenswert, wie sich der Ort auf diese Weise auch zu der unrühmlichen Seite seiner jüngeren Geschichte bekennt. Zum Bahnhof Bisingen war es nicht weit, und "nahtlos" ging die fast 2stündige Heimfahrt vonstatten, weit leiser als die Hinfahrt. So schön es auch war, jetzt wollte jeder schnellstens heim. Große Anerkennung sei den Wanderführern, und wieder wird dem "Gedächtnisfach Albverein" eine wunderschöne Erinnerung hinzugefügt.(Gisela Seltmann)