| Nach der gekürzten Uhrenumstellungsnacht waren 12 WanderfreundInnen pünktlich am Bahnhof, um sich von Heinz und Irene Hess durch den Tag führen zu lassen. In Wendlingen starteten wir nach der Bergüßungsansprache von Heinz. Im Ortsteil Oberboihingen zeigte er uns ein Schlösschen in einem hübschen Park, in dessen wechselvoller Besitzerliste irgendwo auch mal die Dame v. Grävenitz, despektierlich genannt "das Mensch", auftaucht. Im Donzdorfer Tal waren zwar auch die letzten Schneereste endlich weg, die Vegetation schlief aber noch, bis auf die silberglänzenden Weidenkätzchen.Wir erreichten die Bürgerseen, wo ein "Feschtle" vorbereitet wurde, man aber erst noch mit der Bieranlieferung beschäftigt war. Dieses Naherholungsgebiet umfasst 3 Seen, einer sogar mit Badebetrieb. Heute aber standen nur ein paar Enten auf den letzten Eisresten, während wir uns das Vesper schmecken ließen. Von der Hahnweide her konnte man Flugmotorengeräusche hören und in der Ferne große Maschinen im Anflug auf Stuttgart beobachten. Weiter ging es durch den Talwald, der mangels Blätter weite Einsichten und Blicke auf Stämme und Kronen in ihrer Vielfalt bot. Der Bärlauch war das erste frische Grün im dunklen Laub. Als wir am höchsten Punkt unserer Wandrung ankamen, reichte es gerade noch zu einem klaren Rundumblick auf das Albpanorama, ehe ein Regenguss alles verhüllte. Aber hier auf dem 477m hoch gelegenen "Käppele" mit dem Hindenburghain gab es eine einladende Schutzhütte.Der Guss war nicht von langer Dauer und weiter ging's zur " Bismarcklinde", die nach 125 Jahren Lebenszeit der "Lothar" Weihnachten 1999 gefällt hat. Man lässt sie als Naturdenkmal liegen und hat inzwischen eine neue gepflanzt. Wir stiegen ab ins Tiefenbachtal mit alten Streuobstwiesen und hatten die Burg Teck und den Hohenneuffen mit dem Freilichtmuseum darunter fast ständig vor Augen. In den Gärten wetteiferten Schneeglöckchen mit Winterlingen und Krokussen, und der Hufflattich blühte auch schon stellenweise. Unser Ziel war Owen mit der weithin sichtbaren Kirche mit romanischen und gotischen Bauteilen und dem grüngedeckten Kirchturm. Im "Löwen" war trotz Konfirmationsgesellschaften Platz für uns, und Speis' und Trank und flotte Bedienung verdienen hohes Lob. Zum "Zügle" nach Wendlingen war es dann gar nicht weit, und auch das Umsteigen dort und in Stuttgart klappte am Schnürchen. Hans Stoehr bedankte sich in unserm Namen ganz herzlich für diesen wunderbaren Wandertag.
(Gisela Seltmann) |



|