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Rückblick auf die Wanderung
„Unterwegs im Naturschutzgebiet Neckarhalde“ am 09.04.2006

klicken zum VergrößernAm Palmsonntag machten sich 34 Mitglieder der Ortsgruppe Ludwigsburg und drei „Nichtmitglieder“ - sprich Gäste - mal wieder auf den Weg, das Ländle zu erkunden. Das Naturschutzgebiet „Neckarhalde“ war angesagt. Um 08:54 Uhr fuhren sie mit dem Interregio in das auf direkter Strecke bequem zu erreichende Städtchen Besigheim. Sorgenvoll wurden sie dort von Wanderführer Sepp Eger begrüßt - besorgt darum, ob das Wetter wohl halten würde, sonst wäre die Partie gefährlich, weil rutschig, und er könne für nichts garantieren. Der zweite Wanderführer Uwe Zornow bildete die Nachhut.

Kaum den Bahnhof verlassen habend überquerten wir schon bald die Enz und hatten auf der Brücke die malerische Kulisse der Besigheimer Altstadt im Blickfeld, die wir wenig später nach dem Passieren einiger Straßen vom Neckarufer aus von der entgegengesetzten Seite bewundern konnten. Manch einer nahm sich vor, Besigheim privat einen Besuch abzustatten, damit er die hübsche Altstadt mal genauer unter die Lupe nehmen könne.

Nachdem wir den Ort verlassen hatten, ging es immer am rechten Ufer flussaufwärts am Neckar entlang. Kurz vor dem Bogen, den der Neckar vor Hessigheim in südliche Richtung beschreibt, bot der Wanderführer Sepp den nicht Schwindelfreien eine Abkürzung über den Holzsteg an. Doch glücklicherweise machte niemand Gebrauch davon. Denn nun begann ein sehr idyllisches Stück Wegstrecke, das zu versäumen schade gewesen wäre. Ein weicher Naturweg führte oberhalb des steil abfallenden Ufers durch einen Wald, der mit einem bunten Teppich von Frühlingsblühern geschmückt war – gelbe Schlüsselblumen, weiße Anemonen, pinkfarbenes Lungenkraut und manchmal ein paar tiefblaue Veilchen blühten mit der blauen Scilla um die Wette. Das silbrige Glitzern des Flusses rundete das zauberhafte Bild ab. Ein strahlend blauer Himmel und ein paar tanzende Sonnenstrahlen hätten noch ein übriges getan, aber leider schaffte es die Sonne an diesem Tag nicht, die Wolkendecke aufzubrechen. Der Winter hatte uns immer noch im Griff.

klicken zum VergrößernAn der Hessigheimer Schleuse wurde dann zur anderen Seite des Neckars gewechselt. Bald erreichten wir die Felsengartenkellerei Besigheim, wo eine Rast eingelegt wurde – schon des guten Weines wegen, bevor wir auf den zweiten Höhepunkt unserer Wanderung, den Hessigheimer Felsengärten, zusteuerten. Hier konnte die herrliche Aussicht genossen und das zerklüftete Felsgestein bestaunt werden, das vorwiegend aus Muschelkalk besteht. Die Felsformationen sind dadurch entstanden, dass der Neckar durch Auflösen von Salz und Gips den seitlichen Hängen das Fundament ausgewaschen hat. Deshalb lösen sich die harten Felsen als Türme ab und stürzen im Laufe der Jahrhunderte zu Tal.

Um wieder in das Zentrum von Besigheim zu gelangen, mussten wir noch einmal den Neckar überqueren. Am Ortseingang wurden wir von gelb leuchtenden Narzissen und Forsythien empfangen, die signalisierten, dass Ostern und der Frühling vor der Tür standen.

In der Gaststätte „Ortel“ haben wir dann nicht nur gut und reichlich gespeist, man konnte durch die Scheiben auch das fröhliche Treiben auf dem Ostermarkt verfolgen. Die Dankesworte stellvertretend für alle sprach diesmal Hans Stoehr und am Bahnhof in Ludwigsburg konnte ein sichtlich erleichterter Sepp Eger die Teilnehmer verabschieden. Er hatte sie ausnahmslos alle heil und unversehrt wieder heimgebracht.

(Dorothea Gähler)