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Rückblick auf
4-tägige Wanderung „Nordeifel“
25. bis 28. Mai 2006

klicken zum VergrößernZur Wanderung in die Nordeifel trafen sich am Morgen des 25.5.2006 38 frohe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde am ZOB Ludwigsburg Nach der Begrüßung durch das Wf.-Ehepaar Ollig ging es mit dem Bus in zügiger Fahrt in Richtung Mannheim-Speyer. Durch den Hunsrück,vorbei an Koblenz erreichten wir am frühen Mittag den Ausgangspunkt der ersten Wanderung: Vussem-ein Ortsteil von Mechernich.Schon beim Aussteigen aus dem Bus blies der Wandergruppe ein kalter,boeiger Wind ins Gesicht-wir waren in der Eifel angekommen.

Wf. Klaus Ollig führte uns zuerst zur „Aquäduktbrücke Vussem“, denn hier führten die Römer das Wasser aus der Eifel über eine Brücke in ihre Provinzhauptstadt Köln. Ein rekonstruirter Brückenbogen und eine Hinweistafel erzählen von einer 80m langen und auf 10-12 Pfeilern ruhenden Aquäduktbrücke, über die das Wasser ein Tal überquerte, um im natürlichen Gefälle das90km entfernte Köln zu erreichen.

klicken zum VergrößernEntlang dem „Römerkanal-Wanderweg“ führte uns der Weg nach Eiserfey, wobei die Wanderer noch gelegentlich Reste des gemauerten Wasserleitungskanals antrafen. Von Eiserfey ging es durch den Wald zur „Kakushöhle“, ein im Schatten von Buchen liegendes 20m hohes Felsgebilde aus Travertin.Der Sage nach hauste hier der Riese „Kakus“.Tatsache ist,dass bereits vor 300000 Jahren Urmenschen sich hier niedergelassen haben,ihnen folgten vor 70-30000 v.Chr. Neandertaler, welche die Höhle unter der Felswand als Lagerstätte nutzten.Etwa 300-50 v.Chr. siedelten hier die Kelten, von denen noch Waffen und Knochenreste bei Ausgrabungen vorgefunden wurden.

Auf dem Weg nach Weyer begann es zu regnen, aber schon bald hatte der kräftige Wind dieWolken wieder vertrieben. Entlang des Waldrandes und manches Tal ausgehend, erreichte dieWandergruppe die Brunnenstube „Klausbrunnen“. In dieser Brunnenstube in der Nähe vonKallmuth erhält die hier unterirdische Wasserleitung der Römer weitere Zuflüsse, um die Provinz- und Garnisonsstadt Köln mit tägl. 20000 Kubikmeter Eifelwasser zu versorgen.

klicken zum VergrößernNach etwa 3 Std. Wanderzeit beendeten wir in Kallmuth den ersten Wandertag,um mit dem Bus zum Standquartier „Einruhr“,am Obersee der Rurtalsperre gelegen, zu gelangen. Doch dann kam der Hammer: das Hotel „Seemöwe“ war trotz Bestätigung überbucht,sodass einige Wanderer keine Unterkunft fanden. Nach langen Bemühungen unserer Wf gelang es dann jedoch, alle Wanderer- teils in Privatquartieren-unterzubringen, sodass der Tag noch versöhnlich ausklang.

Schon die ganze Nacht trommelte der Regen an die Fenster, und am Morgen hingen die Wolken tief über dem Obersee.- Bei Nieselregen begann die Anfahrt zum Ausgangspunkt des zweiten Wandertages. Vorbei an Monschau überquerten wir die „Belgische Grenze“, ohne jegliche Formalitäten und erreichten das „Naturparkzentrum Botrange“. Wir waren im Naturpark „Hohes- Venn-Eifel“ angekommen,einem Naturreservat von etwa 4000 ha Hochmoor,Sümpfen und Heidelandschaften. Das Hohe Venn ist gekennzeichnet durch kühle Sommer, schneereiche Winter und sehr hohe Niederschläge. Dies stellten wir heute sofort fest, denn das Motto für den Tag lautete: „Am Tag als der Regen kam“. Es regnete, ja es schüttete den gesamten Tag-Petrus hatte alle Schleusen geöffnet!! Die Regenkleidung wurde angezogen,manche unserer Wanderer zogen eine Busfahrt der Wanderung vor.

klicken zum VergrößernÜber tiefgründigen,seifigen und schmatzenden Moorboden ging es in das „G'hasterbachtal“ hinab. Die enge Bachschlucht und zahlreiche Brückchen und Stege erforderten äusserste Konzentration Ein Sturz in den Hochwasser führenden Bach wäre nicht auszudenken gewesen.-Bei der Einmündung des G'hasterbachs in den Bayehonbach machten wir bei strömendem Regen eine Apfelpause. Beide Bäche sind Schmelzwasser des ehemaligen „Hohe Venn Gletschers“. Der pausenlose Regen und der kalte Wind liessen uns schnell weitergehen, nunmehr talaufwärts.

Neben uns gischtete das Wasser des „Bayehonbachs“ in Kaskaden in die Tiefe, dann erreichten wir im triefenden Wald die „Alte Eiche“, etwa 500 Jahre alt. Nur ein kurzer Halt- weiter geht es - jeder will zum schützenden Bus.-In den letzten 20 Min. der Wanderung zog das Wetter alle Trümpfe, prasselnder Regen,Nebelfetzen,boeiger,kalter Wind. Als wir endlich den Bus erreichten, war jeder froh,einen trockenen Platz gefunden zu haben. Nur unsere Wanderführer waren traurig, dass sie uns die Vielfalt des Hohen Venns nicht unter besseren Bedingungen zeigen konnten. Es wurde abgestimmt- der Rest der heutigen Wanderung fiel dem Wetter zum Opfer.Eine kurze Einkehr im Lokal zu Füssen von Belgiens höchster Erhebung (692m),dann brachte uns der Bus über Eupen nach Einruhr zurück. Dem Wetter zum Trotz liessen wir den Tag mit frohen Wanderliedern ausklingen, begleitet von Heinz Heß auf der Gitarre.

klicken zum VergrößernÜber Nacht hat der Regen aufgehört, bei bedecktem Himmel begannen wir von Einruhr aus, den dritten Wandertag. Zuerst kräftig bergauf, dann über herrliche Wiesenmatten ausschreitend, erreichten wir den Ort „Dedenborn“. In der dortigen Dorfkirche brachten wir unseren Dank über den bisherigen guten Verlauf der Wanderung durch das Kirchenlied „Grosser Gott wir loben Dich“ zum Ausdruck. Wanderfreund Gunter Pfeiffer sang das Largo aus der Oper Xerxes.

Nun begann der Abstieg in das Tal der Rur und der erneute Aufstieg zur „Schönen Aussicht“. Gegen Mittag erreichten wir die Gemeinde Rurberg mit dem Staudamm „Paulushof“.Wegen des kühlen Wetters wurde die Mittagspause in den Bus verlegt. Um 14.00 Uhr begann die Schifffahrt zur Urfttalsperre. Der Stausee ist auf beiden Seiten von dichtem Wald umgeben. An der Anlegestelle unterhalb der Staumauer teilte sich die Wandergruppe. Ein Teil wanderte zur Staumauer hinauf und dann zurück zur Staumauer Paulushof und weiter nach Einruhr.Der andere Teil fuhr mit dem Schiff direkt nach Einruhr,um den Spätnachmittag bei Kaffee u. Kuchen ausklingen zu lassen. Am Abend hiess es wieder Koffer packen,denn morgen ist der letzte Wandertag angesagt.

klicken zum VergrößernHerrlicher Sonnenschein am Morgen des 4.Wandertages- Petrus hatte endlich ein Einsehen . Nach dem Frühstück und ohne Abschiedslied fuhren wir mit dem Bus über Bad Münstereifelzum Radioteleskop „Effelsberg“. Vom Parkplatz bei der Ortschaft Lethert gingen wir zu Fuss in 15 Min. zum Besucherpavillon.- Das Radioteleskop Effelsberg ist das zweitgrösste,bewegliche Radioteleskop der Welt und hat einen Durchmesser von 100m.Es ist das leistungsfähigste Teleskop für kurzwellige Radiostrahlung und Hauptbeobachtungsinstrument des Max Planck-Instituts.Nach einem etwa 20 minütigen Aufenthalt kehrten wir zum Bus zurück und fuhren bei Sonnenschein ins Ahrtal nach „Altenahr“. Hier begann der letzte Teil der 4-tägigen Wanderung: zuerst der Aufstieg zur aussichtsreichen Ruine „Burg Are“ mit Tiefblick nach Altenahr und Fernblick auf die umgebenden, bewaldeten Hügel. Auf dem „Rotweinwanderweg“ ging es nun,überwiegend bergab, zur Schlusseinkehr in eine Strausswirtschaft in „Mayschoss“, vielen Mitwanderern von der Einkehr im Jahr 2004 bekannt.Ein kräftiges Essen und ein mundender Ahrwein beendeten gegen 15.30 Uhr die vier Wandertage.

Auf der Rückfahrt bedankte sich I.Tauscher im Namen der Mitwanderer für die, trotz teilswidriger Umstände, sehr gelungene Wanderung bei Ingrid u. Klaus Ollig.

(I.u.N.Tauscher)