| Wanderung "Vom Steinbachtal über den Jusi ins Ermstal"
Linsenhofen - Weinschnait - Kohlberg - Jusi - Sattelbogen - Dettingen/Erms
Wanderführer: N. und I. Tauscher
An einem der letzten schönen Sommertage in diesem Jahr paßte alles zusammen: die wieder super vorbereitete Wanderung und das spätsommerliche Wetter am Herbstanfang.
Zur angenehmen Zeit um ca. 9 Uhr starteten wir 39 Wanderer per Bahn in Richtung Schwäbische Alb. In Nürtingen sind wir in die Tälesbahn umgestiegen und bis Linsenhofen gefahren.
Am Beginn der Wanderung um ca. 10.15 Uhr war es nur kurz noch etwas dunstig.
Auf guten Wegen erreichten wir die Gemeinde Kohlberg, deren 673 m hoher Hausberg Jusi unser besonderes Ziel war.
Das Naturschutzgebiet Jusi umfaßt im wesentlichen drei Teile: den Hang des Jusi mit seinen Kalkmagerrasen, den südlichen Jusisporn und einen Bereich mit Buchen- und Eichenwäldern.
Der Jusi gehört zu den größten Vulkanschloten im Schwäbischen Vulkangebiet Kirchheim/Urach. Sein Basaltmassiv bietet eine phantastische Aussicht auf die umliegende Landschaft. Seine seit Jahrhunderten als Schafweiden genutzten Hänge sind Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen.
Diese Aussicht mußte jetzt im Ausdauertraining erst verdient werden. Zuerst ein steiler Anstieg, dann weiterhin steil in Serpentinen. Frau Tauscher beruhigte uns: "Jeder geht nach seiner eigenen Kraft nach oben."
Geschafft! Wir machten Mittagspause bei solch einem Panoramablick!
Noch ein Viertel der Wanderung lag vor uns hinab nach Dettingen. Die Wälder waren noch grün, aber die Herbstzeitlosen zeigten doch den Herbst an.
Als wir um 14.15 Uhr Dettingen erreichten, sind wir 13 km gewandert, immer wieder auf den typischen Kalksteinwegen. Es war noch Zeit vor dem Mittagessen im "Löwen" für einen kleinen Stadtrundgang.
Gut ausgesucht war unser Restaurant nicht nur wegen des leckeren Essens.
Herr Ollig bedankte sich bei Irmi und Norbert Tauscher in unserem Namen und nach unserer Vorstellung für die gut geführte Wanderung.
Jetzt war auch die Lage des "Löwen" ganz in der Nähe des Bahnhofs günstig. Nach der Wanderung und der gemütlichen Einkehr spürten wir unsere etwas bleiernen Beine. Dann waren es nur ein paar Schritte zur Bahn.
Mit den aufs Beste ausgeknobelten Verbindungen kamen wir gegen 18 Uhr in Ludwigsburg an. Eine harmonische Wanderung war zu Ende.
(Melitta Labbé) |