| Einundfünfzig WanderfreundInnen trafen sich an diesem Morgen am Ludwigsburger Bahnhof und begrüßten einander mit den besten Wünschen zum neuen Jahr. Die Regiobahn mit „Obergeschoss“ brachte uns nach Besigheim, wo Klaus Ollig vor der malerischen Enz- und Altstadtkulisse seine Begrüßungsansprache hielt. Wir folgten zunächst ein Stück weit dem Enzverlauf, um dann zum Husarenhof aufzusteigen. Von dort ging es über den HW 10 in den Bietigheimer Forst, der stellenweise als Bannwald ausgewiesen ist, was auf einer Tafel beschrieben wird. Wir wanderten über „naturbelassene“ Wege, die durch Großfahrzeuge der Waldarbeiter arg zugerichtet waren. Die Schäden des hier vor fast genau 7 Jahren durchgetobten „Lothar“ sind allenthalben noch sichtbar. Klaus zeigte und erklärte uns eine der Trichterdolinen, die hier im mittleren Muschelkalk spaltförmig und hangparallel verlaufen. Wir kamen an den „Fürstenstand“, von dem aus unsere hochadeligen Altvorderen auf das ihnen zugetriebene Wild schießen konnten, was dem Gründungsstein und einer besser lesbaren Tafel zu entnehmen war. Hier bot sich uns ein herrlicher Ausblick überBietigheim und seinen Ortsteil „Kammgarnspinnerei“. Weiter ging es auf dem HW 10 zum „Lusthaus“, einem 1871 errichteten hölzernen Pavillon, an dem 8 Wege sternenförmig aufeinander treffen. Das war der rechte Ort für eine Vesperpause. Von hier aus ging es – stellenweise unterm Schirm – auf dem „Ewigkeitsweg“ weiter zur „Krautschüssel“. Dieses heute eingefriedete Naturdenkmal war einst eine Schwarzwildsuhle. Über freies Feld erreichten wir bald das nahe Brandholz und danach den Wilhelmshof. Der Weg führte uns über die neue „Golfbrücke“, die in sowohl kühner als auch teurer Konstruktion die herzöglich-württembergischen Liegenschaften über die Autobahn hinweg verbindet, auf denen sich jetzt eine immer weiter ausgedehnte Golfanlage befindet. Wir erreichten Schloss und See Monrepos und schließlich entlang der Kleingartenanlage Seeäcker unser Ausklangsziel, das TSV-Heim in Eglosheim. Wenn auch die Durstigsten am längsten auf ihr Bier warten mussten, klappte es Dank Vorbestellung gut, die vielen Gäste auf einmal zu versorgen. Peter Mugele dankte den Wanderführern für die prima Organisation und Durchführung dieser 1. Wanderung des Jahres 2007, der bei guter Gesundheit für alle noch viele ähnlich schöne folgen sollen.
(Gisela Seltmann ) |