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Rückblick:
„Von Nürtingen nach Wendlingen“
am 21.1.2007

klicken zum VergrößernDer 21. Januar - Sonntagfrüh, oder anders: der dritte Morgen nach dem Orkan Kyrill. War es überhaupt ratsam, heute eine Wanderung anzutreten? Wie sah es wohl in den Wäldern aus? Womöglich baumelten Äste und Zweige an einem seidenen Faden und warteten nur darauf, bei der kleinsten Böe auf ausgerechnet meinem Kopf zu landen! Es hatte die ganze Nacht geregnet und sowohl der Himmel als auch mein Innenleben waren noch dunkelgrau verhangen.

Und die Alternative? – Vielleicht behagliches Rumgammeln bis ca. 15 Uhr, danach aufkommender Frust und schließlich schlechte Laune und tödliche Langeweile! Also nix wie raus!!!

Mit einer nahtlosen Zugverbindung waren dann 37 Wanderfreunde schnell in Nürtingen, wo die beiden Wanderführer Dieter Mosdzien und Hans Stoehr ein paar erklärende Begrüßungsworte sprachen und auch einige Gäste willkommen heißen konnten. Nach Verlassen des Ortes hatten wir dann wohl die Sportmeile der Nürtinger erwischt, denn wir mussten unseren Weg mit etlichen Joggern und Radfahrern teilen. Aber kein Wunder! Nicht nur in meinem Kopf war es mittlerweile klar geworden, auch der Himmel war von einigen frischen Windböen stellenweise blankgeputzt und schenkte uns einen strahlend schönen Sonn(en)tag! klicken zum VergrößernZunächst waren die Wege eben und wir hatten eine hübsche weitläufige Landschaft vor uns. Später führte uns der Weg in einer gemäßigten Steigung in den Wald an der Seegraseiche vorbei in das Gebiet Aspen. Am Wegesrand konnten wir ein paar Skulpturen aus Baumstümpfen geschnitzt bewundern. Mir sind ein Hirschkäfer, ein Eichblatt und eine Eichel in Erinnerung. Im Wald war übrigens keinerlei Zerstörung durch Kyrill zu entdecken, diese Gegend war glimpflich davongekommen. Nur der Wind blies hier oben ziemlich kräftig. Aber solange die Lage nicht bedrohlich wird, ist es schön, die Naturgewalten zu fühlen und dem Brausen und Tosen in den Baumwipfeln zu lauschen.

Als wir später den Wald verlassen hatten und kurz vor unserem Ziel Wendlingen waren, lohnte sich ein Blick zurück. Die abwechslungsreiche Landschaft mit der schemenhaften Bergkette der Schwäbischen Alb am Horizont, über die sich geballte Wolken an dem sonst blauen Himmel türmten, bot ein höchst stimmungsvolles Bild.

klicken zum Vergrößern Eine gelungene Einkehr in einem gemütlichen Speiselokal, wo Klaus Ollig Gelegenheit für einige Dankesworte fand, rundete diesen Tag harmonisch ab. Die Heimfahrt verlief genau so zügig wie die Anfahrt, sodass wir gegen 17 Uhr in Ludwigsburg eintrafen und jeder noch einen geruhsamen Feierabend vor sich hatte.

Sonntagabend, 21. Januar. Wie gut, dass ich heute wieder wandern war!!!

(Dorothea Göhler)