Logo - Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
 
../whatsnew.htm
 

Rückblick:
Hüttenwanderung zum Wasserberghaus
vom 17. bis 18.02.2007

klicken zum VergrößernHüttenwanderung zum Wasserberghaus 17./18.02.2007
(Fasching)

Zu einer für alle moderaten Abfahrtszeit trafen sich am Bahnhof Lbg. 17 WanderInnen um mit den bewährten Wanderführern Werner Brekle und Klaus Ollig zunächst nach Geislingen zu fahren. Von dort ging es noch weiter mit dem Bus nach Bad Überkingen, aber erst als der Busfahrer seine Kaffeepause beendet hatte, was sogar per Leuchtschrift angezeigt wurde. Dort hielt Werner seine Begrüßungsansprache und los ging’s. Das Besondere an Hüttenwanderungen ist, dass sie nicht vorgewandert sind. Auch ist um diese Jahreszeit auf der Alb mit z.T. viel Schnee zu rechnen. Folglich hielten sich die vorgeplanten Wege in Tälern oder auf Halbhöhe.Dieses Jahr war aber von Schnee keine Spur, der Frühling ließ sich stellenweise schon ahnen und in den gepflegten Vorgärten erfreuten uns die Frühblüher. Die eindrucksvolle Hausener Wand begleitete uns ein Stück, wir ließen Michelsberg und Unterböhringen am Weg liegen und erreichten die ersten Wachholderheiden. Infotafeln klärten uns auf über die dortige Tier- und Pflanzenwelt und den Nutzen der Schafbeweidung. Bei Annäherung an den Wasserberg staunten wir nicht schlecht über 2 fast überbelegte Parkplätze. Das strahlende Wetter hatte viele „Winterschläfer“ rausgelockt, und wir fürchteten schon um leere Plätze. Eine wahre Völkerwanderung hatte das Wasserberghaus zum Ziel. Die Pächter und das Personal hatten alle Hände voll zu tun. Der Zapfhahn und die Kaffeemaschine standen nicht still und warme Speisen und diverse Kuchen kamenklicken zum Vergrößern pausenlos aus der Küche. Die über Schlat tiefstehende Sonne gemahnte die meisten zu frühem Aufbruch und es lichtete sich. Wir übernahmen unsere Zimmer und genossen den Luxus von Einzel- und Doppelzimmern, was nicht in jedem Wanderheim möglich ist. Das Nachtessen schmeckte köstlich. Danach war im „Hinterstüble“ Fasching angesagt. Erstaunliches kam wieder aus dem Rucksäcken heraus und eine Verwandlung in Fuhrleute, Darmolmännchen, Schlafwandler, Matrosen, Teufel und sonst wie bemützte und Verkleidete fand statt. Dieter Siebel sorgte mit dem Akkordeon für Stimmung und bei Vorträgen, Witzen und Singen gab es viel zu lachen. Spät wird’s immer von alleine, heißt es doch, und im Nu war auch dieser fidele Abend vorbei.Nach erholsamem Schlaf traf man sich bei reichhaltigem Frühstück wieder und machte sich nach dem dazugehörenden Abschiedslied auf in den 2. Tag. Bäume, Büsche, Wiesen, Hecken und Zäune waren malerisch bereift. Es dauerte aber nicht lange, bis die Sonne durch den Frühnebel brach und die Pracht schnell aufleckte. Herab vom Wasserberg passierten wir den Gairenhof, an dem wir letzten Sommer – bei großer Hitze fast verschmachtet – unsere Wasserflaschen füllen durften. Wir umrundeten den Fuchsberg, wo ein kurzer steiler Aufstieg uns wunderlicherweise in 2 Gruppen teilte. Eine Gruppe, zu der ich gehörte, hielt eine Apfelpause auf einem in der wärmenden Sonne gelegenen Holzstoß, um auf die andern zu warten, die nicht auftauchten. Da aber bei jeder Gruppe ein Wanderführer war und man sich auf der Alb mit den immer wiederkehrenden Ausblicken nicht ernsthaft verlaufen konnte, fanden wir bald wieder zusammen. Auf einem schönen Feld- und Wiesenweg, vorbei an einer Schafzucht, wo es zu unserer Freude schon viele „Osterlämmer“ gab, erreichten wir Deggingen. Dort erwarteten uns im „Schwanen“ schon ein schöner Raum und der bayrische Wirt.klicken zum Vergrößern

Zwischen Bestellung und Lieferung lief ich geschwind, mir die schöne barocke Kirche mit der Schächer- und Gethsemanegruppe anzuschauen. Nach dem Essen versuchte ich auch bis zu der schön gelegenen Ave-Maria-Wallfahrtskirche zu gelangen, hatte mich aber von den Zeitangaben und der tatsächlichen Entfernung täuschen lassen. Wir trafen uns alle an der Bushaltestelle und erreichten diesmal eher „ausgeruht“ den Bahnhof in Geislingen. Wer im Sommer dabei war, erinnerte sich an einen in großer Hitze nicht endenwollenden Fußmarsch dorthin. Auf dem Bahnsteig fand Hans Stoehr dankende Worte für die 2 schönen Tage. Der Anschluss in Stuttgart klappte nahtlos. In Ludwigsburg verabschiedeten wir uns und strebten auf verschiedenen Wegen heimwärts, unter Mitnahme einer weiteren schönen Erinnerung in den Herzen.

(Gisela Seltman)

Rückblick auf die letzten Kappenabende klicken zum Vergrößern