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Rückblick:
„Rund um den Birkenkopf“
am 04.03.2007

klicken zum VergrößernDie Wanderung am Sonntag, den 4. März, war zweifellos eine Wanderung der Höhepunkte und zwar sowohl in des Begriffes wörtlicher Bedeutung als auch im übertragenen Sinn.

Markante Örtlichkeiten unserer Landeshauptstadt Stuttgart standen auf dem Programm. Von der S-Bahn-Haltestelle Feuersee kommend begann sie am Fuße der Karlshöhe, wo uns die beiden Wanderführer Hans Stöhr und Gustav König unter ihre Obhut nahmen. Hans hatte sich die Mühe gemacht, einen Handzettel mit Erläuterungen zu erstellen. Das war auch gut so, denn bei der Teilnehmerzahl von 56 hätten mündliche Erklärungen sowieso nicht alle erreicht.

Noch ehe wir die Wanderung richtig begonnen hatten, wurde uns der erste Höhepunkt beschert. Die Parkanlagen der altehrwürdigen Karlshöhe mit ihrem bejahrten Baumbestand und den prachtvollen Villen sind allein schon ein Kleinod. Heute waren die Grünflächen zudem noch von vielen Krokussen österlich bunt getupft, die ersten Frühlingssonnenstrahlen gepaart mit dem Glockenläuten einiger Kirchen beschworen eine feierliche Stimmung herauf, sodass wohl jedem das Herz aufging und er innerlich jubilierend diesen Tag willkommen hieß. Ich glaube, diese Hochstimmung hielt fast den ganzen Tag über an, so auch, als uns von dem Aussichtsplateau aus betrachtet im Morgensonnenlicht die Stadt Stuttgart zu Füßen lag. Wie bei allen späteren „Höhepunkten“ auch ließen uns die Wanderführer hier genügend Zeit, das alles aufzunehmen und zu verinnerlichen.

klicken zum VergrößernUnsere weitere Wanderroute führte uns durch eine der besten Adressen Stuttgarts, der Hasenbergsteige. Die feudalen Villen rechts und links machten zwar einigen von uns den eigenen engen pekuniären Spielraum bewusst, aber das belastete nicht wirklich – denn an einem Tag wie diesem gehört einem die Welt! In einer Lücke zwischen den Häusern auf der rechten Seite war abermals Gelegenheit, einen Blick auf Stuttgart zu werfen, diesmal hinüber auf den Killesberg mit seinem Bismarckdenkmal, wie mir gesagt wurde. Das Tüpfelchen auf dem i in dieser noblen Gegend bildet zweifellos der Skulpturenpark des Künstlers Otto Herbert Hajek. Was Kunst ist, diese Entscheidung liegt bekanntlich in den Augen des Betrachters, aber trotz des immensen Materialverbrauchs bin ich der Meinung, dass die Werke recht dekorativ sind und sich harmonisch in das Gelände einfügen. Der höchste Punkt der Hasenbergsteige – in diesem Fall nicht unbedingt der Höhepunkt – war am Hasenbergturm erreicht.

klicken zum VergrößernUnd dann bestiegen wir den Birkenkopf, ein absolutes „highlight“ – ein Glanzlicht, um aus stilistischen Gründen mal ein anderes Nomen zu verwenden! Sonnenlichtumflutet, wie er an diesem heutigen Tag war, umgab ihn schon fast mediterranes Flair und er glich eher einer antiken Ausgrabungsstätte als einem aus Kriegstrümmern aufgeschütteten Berg, sodass Gisela sogar die Notwendigkeit ihrer bevorstehenden Ägyptenreise anzweifelte, wo es doch bei uns sooo schön ist! Und ein Höhepunkt war er noch dazu! Denn von hier oben hatte man nicht nur einen fantastischen Blick hinunter auf Stuttgart, nein - das gesamte Umland konnte man in Augenschein nehmen. Nur ungern trennten wir uns von diesem exponierten Ort!

Unser letztes Etappenziel war zwar kein topographischer Höhepunkt, dafür herrschte hier aber ein besonders fröhliches und buntes Treiben. Das Bärenschlössle und die Gegend um die drei Trinkwasserreservoirs Pfaffensee, Neuer See und Bärensee sind ein beliebtes Ausflugsgebiet der Stuttgarter und an einem Frühlingstag wie dem heutigen pulsiert hier natürlich das Leben.

klicken zum VergrößernObwohl unser Tross mit seinen gefühlten 100 Mann auf alle übrigen Sonntagsausflügler auf den schmalen Wegen entlang der Seen wie eine feindliche Invasion wirken musste, stießen wir nur auf friedfertige Leute, die gelassen freundlich das Terrain mit uns teilten. Hierher kam man, um sich ein bisschen die Beine zu vertreten, um zu sehen und gesehen zu werden und um vielleicht am Schlössle eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen und wie’s der Zufall will, traf Ulla hier auf ihre Tochter – man sieht sich ja sonst nicht.

Nach einem Schlenker rund um den Bärensee strebte man nun eifrig das allerletzte Etappenziel an, die wohlverdiente Einkehr im Naturfreundehaus nahe der Universität Vaihingen. Den dort ausgesprochenen Dankesworten von Klaus Ollig möchte ich noch folgendes hinzufügen: Zugegeben, unser Wanderführer Hans Stöhr hatte ein Gutwetterbonus. Jedoch der Erfolg der Wanderung ist ebenso seiner gründlichen Vorbereitung zuzuschreiben wie auch seiner umsichtigen Aufmerksamkeit, die das Gefühl vermittelt, dass er sich um jeden einzelnen kümmert. Mit der Gewinnung von Hans als Wanderführer hat unsere Ortsgruppe eine Trumpfkarte gezogen. Diese Bemerkung soll der letzte Höhepunkt in meinem Bericht sein.

(Dorothea Göhler)