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Rückblick:
„Von Öhringen zum Schloss Friedrichsruhe“
am 01.04.2007

klicken zum VergrößernDie Wanderung am Sonntag, den 1. April, war so vielseitig, dass man wie in einem Buch verschiedene Seiten aufschlagen kann, in denen unterschiedliche Themen behandelt werden. Involviert waren gleich drei Wanderführer: die Idee zur Route hatte Gustav König. Leider konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst teilnehmen, sodass wieder einmal Klaus Ollig einspringen musste – auch bei uns ist Flexibilität gefragt! Die eigentliche Führung hatte aber Hans Stöhr übernommen. Die Route ist schnell beschrieben: Öhringen – Friedrichsruhe – Öhringen, das Ganze in der Hohenloher Ebene.

klicken zum VergrößernWie der Name schon sagt, handelt es sich um ein offenes, weites Land – leicht gewellt (also „relativ eben“) und schon sind wir beim ersten Thema: Agrikultur. Neben Ackerland und Streuobstwiesen ist hier genügend Raum für große Obstplantagen und so konnten wir lange Spaliere von beschnittenen Bäumen begutachten, über die Netze angebracht waren, die derzeit aber noch nicht gespannt waren. Unser Fachmann auf dem Gebiet, der Sepp, seines Zeichens selbst „Baumstücklesbesitzer“, erklärte uns die Bewässerungsanlage.

klicken zum VergrößernDas nächste Thema lässt sich unter Tourismus/Gastronomie einreihen. Denn bald schon hatten wir Friedrichsruhe erreicht – ein schmucker, gepflegter Ort mit einem nicht minder schmucken gepflegten Schlosshotel. Hier kocht einer der besten Köche Deutschlands, Herr Lothar Eiermann, und entsprechend stilvoll ist natürlich auch das Ambiente, edel das Interieur und gehoben natürlich die Preise. Angegliedert ist eine Schönheitsfarm und – wie könnte es anders sein – ein Golfplatz. Diesen teilweise zu begehen hatten wir Gelegenheit, da er auf unserer Wanderstrecke lag – ja, wie ein paar arme Vagabunden ließen wir uns sogar an seinem Rand für eine Vesperpause nieder. Später kamen dann die Kunstliebhaber auf ihre Kosten. Denn immer noch auf dem Gelände des Golfplatzes waren am Wegesrand Bronzeskulpturen zeitgenössischer Bildhauer aufgestellt. klicken zum Vergrößern

Mit der Besichtigung der Stadt Öhringen hatten wir eine besonders hübsche und bunte Seite in unserem Buche aufgeschlagen. Da war zunächst der historische Marktplatz, beherrscht von der mächtigen Stiftskirche und umgeben vom Fachwerkhäusern und der rückwärtigen Front des Schlosses. Mittendrin prangte der Brunnen in farbenfrohem Osterdekor. Auf den Bänken ringsum ließen wir uns später nach der obligatorischen gutbürgerlichen Einkehr zum Schwätzen und Sonnen nieder. Doch zuvor schlenderten wir noch durch den bezaubernd idyllischen Hofgarten, wo das Schloss eine herrliche Hintergrundkulisse abgibt. Hier wurden bei einigen Mitgliedern Erinnerungen an das gelungene Albvereinsfest vom Vorjahr wach. Sie waren deshalb gerne wiedergekommen.

Schade, dass wir keine Kinder dabei hatten, denn was uns am Ende des Parks erwartete, würde ein ganzes Bilderbuch füllen mit Kaninchen und Hängebauchschwein und anderem Getier. Die Stadt Öhringen leistet sich einen niedlichen Kleintier- und Streichelzoo bei freiem Eintritt! Das nenne ich Familienfreundlichkeit!klicken zum Vergrößern

Auf dem Weg von und zum Bahnhof trifft man auf einen weiteren Beitrag zum Thema Bildende Kunst: dem lustigen Hamballebrunnen. Mit einem zerlöcherten Regenschirm in der einen und einer Gießkanne in der anderen Hand gießt ein junger Narr unermüdlich dort, wo eh’ schon Wasser ist – ein richtiger Hamballe eben!

So, ich glaube, dass ich das Buch nun zuklappen kann. Nach und nach trafen die Wanderfreunde auf dem Bahnsteig ein und als alle versammelt waren, ergriff Peter Mugele das Wort, um den Wanderführern in unser aller Namen ein großes Dankeschön auszusprechen. Um eine hübsche Erinnerung reicher traten wir die Heimfahrt an.

(Dorothea Göhler)