| Der Naturpark Stromberg ist für Ludwigsburger ein beliebtes Ausflugsziel. Deshalb wundert es nicht, dass diese Gegend zweimal hintereinander zum Wandern auserkoren wurde. Diesmal war Ausgangs- und Endpunkt der Ort Häfnerhaslach, der per Bahn und Bus ganz gut zu erreichen ist.
Unter der Führung von Wanderführer Dieter Mosdzien und dem ersatzweise eingesprungenen Hans Stöhr – wieder einmal war Flexibilität gefordert – begannen wir unsere Rundwanderung mit einem langgezogenen Aufstieg auf den Berg. Dabei ging es durch sonnige Wiesen und Felder, wobei die morgendlichen Temperaturen noch gut zu ertragen waren. Nach der anhaltenden schwülen Wärme der vergangenen Tage aber waren wir dann doch froh, dass wir auf der Höhe des Berges in einen herrlich schattenspendenden Wald gelangten, den wir bis zum Ende unserer Wanderung auch nicht mehr verlassen sollten. Besonders angenehm zu begehen war der parallel zum Rennweg verlaufende naturbelassene Höhenrandweg, der vom „Rittersprung“ bis zur Abzweigung nach Leonbronn reicht. Manchmal, wenn das Laub weniger dicht war, konnte man einen Blick hinunter auf das ländliche Zabergäu werfen. Ungefähr zur Mittagszeit erreichten wir dann den Platz am Schlossbergturm oberhalb von Sternenfels. Mit seinen rustikalen Holzbänken und –tischen, dem Kiosk und dem Spielplatz bietet er Wanderern und Familien gleichermaßen ideale Gegebenheiten zum Rasten und Picknicken. Man sollte sich auf keinen Fall die fantastische Aussicht vom Turm entgehen lassen, der übrigens bequem über einen Treppenaufgang wie in einem Wohnblock zu besteigen ist (mir drängte sich unwillkürlich eine Verbindung zur schwäbischen Kehrwoche auf ;-) )! Bei guten Voraussetzungen reicht die Sicht bis zum Schwarzwald und den Vogesen!
Der Rückweg führte dann durch einen der Ausläufer des Strombergs. Unterwegs machten wir zwei Abstecher: einmal nach links, um nach der Kanzelbuche Ausschau zu halten. Doch wo sie einmal gestanden haben muss, war nichts mehr. Wir wurden nur mit der Vergänglichkeit alles Lebenden konfrontiert. Der zweite Abstecher war nach rechts gerichtet. Von einem Bergsporn aus bot sich ein hübscher Blick über ein idyllisches, sanft geschwungenes Tal hinüber zu einem grünbewaldeten Höhenzug. Zu unseren Füßen breitete sich eine Magerrasenfläche aus, die von vielfältigen, buntblühenden Wiesenblumen durchsetzt war.
Von hier aus war es nun nicht mehr weit nach Häfnerhaslach. Eine zünftige Einkehr in einem Besen rundete den Tag ab und Sepp Eger übernahm es diesmal, ein paar Dankesworte zu sagen. Froh darüber, dass wir von dem sich zusammenbrauenden Gewitter verschont geblieben waren, traten wir trockenen Fußes und Hauptes die Heimfahrt an.
(Dorothea Göhler) |