| Seit nunmehr 29 Jahren besteht zwischen der OG Ludwigsburg und der OG Oberndorf am Neckar eine partnerschaftliche Verbindung und es ist Brauch, einmal jährlich eine gemeinsame Wanderung zu unternehmen. Deshalb nahm uns gleich auf dem Bahnhof in Sulz eine Oberndorfer Abordnung in Empfang, um ein Stück des Weges bis zu ihrem Wohn- und Heimatort gemeinsam mit uns zu Fuß zurückzulegen. In diesem Jahr wurde das Treffen gleichzeitig mit dem Gaufamilientag des Oberen Neckargaus durchgeführt.
Unser Wanderführer Werner Brekle gab also das Zepter an unsere Oberndorfer Wanderfreunde ab und unter deren Leitung begaben wir uns auf eine sehr schöne Wandertour. Ohne den Fluss im Blickfeld zu haben, wanderten wir anfangs auf dem mit dem blauen N gekennzeichneten Neckarwanderweg, der sich auf einer den Neckar säumenden Anhöhe befand. Man kann sagen, dass für jeden etwas geboten war. Während die eine Schachtelhalmgräser pflückte, um daraus einen Sud gegen Schädlingsbefall zu brauen, naschten andere von den gar zu verlockenden Himbeeren und wieder andere studierten aufmerksam die Tafeln des Waldlehrpfades. Wir bestaunten ein halbes Dutzend Mammutbäume und es brauchte fünf Mann/Frau, um den Stamm des einen zu umspannen. Auch an herrlichen Ausblicken konnten wir uns erfreuen. Gleich zu Beginn, nachdem wir die Anhöhe erklommen hatten, konnten wir von der Burg Albeck aus den Ort Sulz und das Neckartal überschauen und ein ortskundiger Wanderführer gab ein paar Erläuterungen dazu – ebenso, wie zum Ende der Wanderung, bevor es wieder bergab ging, uns ein Aussichtspunkt einen guten Überblick über Oberndorf gestattete. Zwischendurch nach Verlassen des Waldes hatten wir auf einer Hochfläche freie Sicht bis zur Schwäbischen Alb.
Wie so oft schon in diesem Jahr hatten wir wieder einmal Glück mit dem Wetter und wir blieben von Regenschauern wie die der vorausgegangenen Tage verschont. Aber um die Mittagszeit auf der Hochebene war uns doch recht warm geworden und ein rechter Durst kam auf.Da war es uns gerade recht, dass wir bald das Gaufest erreichten und im Innenhof des Augustiner Klosters verbrachten wir noch zwei gemütliche Stunden bei aufmerksamer Bewirtung unserer Gastgeber, bei einigen Ansprachen, bei Volksmusik und –tanz. Gegen 16 Uhr geleiteten uns etliche der Oberndorfer zum Bahnhof, und nach einer herzlichen Verabschiedung bestiegen wir den Zug in Richtung Heimat.
(Dorothea Göhler)
Rückblick auf weiter Wanderungen mit der Ortsgruppe Oberndorf |