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Rückblick auf die Wanderung
„Schwarzwaldhochmoor- Wildsee-Bad Wildbad“
am 08.07.2007

klicken zum VergrößernEigentlich ist jede Wanderung eine Erlebniswanderung – warum unser Wanderführer Hans Stöhr in seinen Begrüßungsworten die in der Überschrift genannte als solche besonders hervorhob, ist mir nicht ganz klar, aber ich werde versuchen, es in diesem Bericht herauszufinden.

Wenn man so will, allein die Anfahrt war ein kleines Erlebnis. Bin ich es doch gewohnt, nur im großstädtischen Raum mit der S-Bahn zu fahren, so mutet es etwas seltsam an, mit der S-Bahn ganze Landstriche zu überbrücken. Aber besser war dann noch die Bergbahn hoch zum Sommerberg. Einerseits die herrliche Aussicht genießend, hofft man andererseits ja immer, die Technik möge nicht gerade in diesem Augenblick versagen und schickt ein entsprechendes Stoßgebet zum Himmel.

klicken zum VergrößernNun, wir waren alle unversehrt an der Endstation angekommen, und nach ein paar erläuternden Worten von Hans zu dem Höhenkurort Sommerberg konnte unsere Wanderung beginnen. Außer uns waren auf den breiten Forstwegen noch einige Biker unterwegs, die einen Wettkampf austrugen und denen wir noch mehrmals begegnen sollten. Entsprechende Begleitfahrzeuge wie Sanitätswagen usw. waren auch im Einsatz. Wir steuerten unser erstes Etappenziel an – die Grünhütte. Nun ist diese zwar als ein durchaus empfehlenswertes Restaurant bekannt, doch eine Einkehr passte heute nicht in den Tagesablauf. Wir nahmen unser Mitgebrachtes zünftig, wie es sich für Wandersleut’ gehört, im Freien auf rustikalen Bänken ein.

klicken zum VergrößernWeiter ging’s und bald erreichten wir das Schwarzwaldhochmoor. Diese urwüchsige Landschaft zu durchqueren war wohl das bedeutendste Erlebnis dieses Tages. Entgegen meiner naiven Annahme heißt es nicht Hochmoor, weil es hoch gelegen ist, sondern weil sich im Lauf von Jahrtausenden aus abgestorbenen Pflanzen eine dicke (hohe)Torfschicht gebildet hat. Hier gedeihen nur Pflanzen, die sich mit nährstoffarmem Regenwasser begnügen können, da ihre Wurzeln das Grundwasser nicht erreichen. Mir sind hauptsächlich Kiefern, Blaubeeren, Rauschbeeren, eine Art von Heidekraut, Gräser, Farne und Walderdbeeren in Erinnerung geblieben. Die Idylle dieser unberührten Natur wird am Wildsee noch gesteigert. Beim Blick über diesen ruhigen See entdeckten wir auf kleinen Inseln das Wollgras. Als wir kurz darauf die über das Moor führenden Bohlen verlassen, kommen wir an eine Wanderhütte, wo wir erneut eine Vesperpause einlegen.

klicken zum VergrößernWeil die Schönheit dieser Landschaft so einzigartig ist, dürfen wir sie gleich noch ein zweites Mal bewundern. Auf dem gleichen Weg geht es zurück bis zur Weißensteinhütte. Dort halten wir uns rechts und in einem langen, langen Abstieg durch das Rollwassertal – neben uns immer der fröhlich plätschernde Bach – geht es hinunter nach Wildbad. Während wir uns abwärts bewegen, begegnen uns, verbissen mit dem Anstieg kämpfend, mehrere Biker. Wir räumen gerne ihre Fahrrinne, um ihnen noch weitere Strapazen zu ersparen.

Unsere Zeit war reichlich bemessen und so durften wir noch die Atmosphäre von Wildbad erleben. Wir verweilten ein wenig im Kurpark, bevor wir in die Innenstadt kamen. Neben Prachtbauten aus einer Zeit, in der das Kuren den Reichen vorbehalten war, wurden hier vermutlich in den Sechzigern/Siebzigern lieblos Massenquartiere für Kassenpatienten hochgezogen. klicken zum VergrößernDas ergibt eine sonderbare Mischung. Am hinteren Ende der City befand sich die Gaststätte für unsere Schlusseinkehr, wo dann Klaus Ollig die Gelegenheit wahrnahm, um unseren beiden Wanderführern – bis jetzt habe ich Anton Ludl als Co-Wanderführer noch gar nicht erwähnt - ein paar anerkennende Worte für die gelungene Wanderung auszusprechen. Denn in der Tat, all die kleinen Erlebnisse zusammen hat unseren Ausflug wieder zu einer Erlebniswanderung werden lassen.

(Dorothea Göhler)