Logo - Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
 
../whatsnew.htm
 

Rückblick auf die Wanderfreizeit
„Pustertal“
vom 23.08. – 2.09.2007

klicken zum VergrößernWieder verbrachten Wanderfreunde verschiedener Ortsgruppen eine wunderbare Zeit in Südtirol, organisiert von dem bewährten „Peipe-Ollig-Team“. Ein Spillmann-Bus mit dem Wunschfahrer vom letzten Jahr brachte uns reibungslos nach Terenten, auf der Sonnenterrasse gelegen, wo wir von 3 Generationen der Eignerfamilie Obexer mit Drinks auf der Terrasse begrüßt wurden. Lukas, der Kleinste, bevorzugte noch die sicheren Arme der Mama und zweier Großmütter, wagte aber auch schon erste eigene Schritte.

Beim Abendessen läutete Klaus zünftig seine Informationen mit einer Kuhglocke ein und erläuterte die Pläne für den nächsten Tag. Der 1. Wandertag hatte seine Tücken. Der wenig begangene 16er Weg von Pfunders aus hatte sich unter Farn, Gräsern und sonstigem Bewuchs versteckt, wurde dann aber doch gefunden. An „haarigen“ Stellen waren immer schnell helfende Hände zur Stelle, nur mit den Bienen konnte keiner rechnen. Die fühlten sich sehr in ihrer Waldesruhe gestört und wehrten sich entsprechend. Die große Aufregung legte sich dann aber während des schönen Aufenthaltes auf dem Hauerhof, wo Josefs Schwester residiert. Dieses Jahr konnte man wieder hang- und talwärts im Freien sitzen und sich bei bester Fernsicht mit den leckeren „Brettljausen“ stärken.

klicken zum VergrößernAm andern Morgen, nach einer schnell angesetzten Programmänderung, mussten 3 bienengeschädigte Damen doch die Ambulanz des Brunecker Spitals aufsuchen, während die Wanderer den Kronplatz „bezwangen“. Für ein erstrebtes Skiparadies hat man diesen schönen Berg leider ziemlich verschandelt und ist noch immer mächtig am Bauen. Heller Sonnenschein erlaubte eine lange Mittagspause mit Panoramarundblick einmal in Bronze auf der „Concordia-Konstruktion“ und einmal in der gigantischen Realität rundum. Die 3 Damen warteten unten schon auf uns, und in der „Waldrast“ auf uns alle die schönen Zimmer, der neu eingezäunte Pool, die Sauna und natürlich wie immer ein köstliches Menü. Später sorgte Max mit seiner Handorgel in der Wirtsstube für Stimmung und lud zum Singen ein.

Jeden Tag brachte uns der Bus an einen andern Ausgangspunkt, von wo aus wir die ausgeklügelten Wanderungen starteten. Diese Anfahrten würzte Willi – inzwischen schon erwartet – mit Beiträgen aus seiner Witzesammlung und Stefan, der Fahrer, hatte vor der Rückfahrt immer Kaffee und Kuchen parat, am 1. Tag war er sogar selbst gebacken. Die Gipfelstürmer erstiegen jedes Mal einen Berg, während andere leichte Rundwege in Bushöhe absolvierten und wieder andere nach verschieden schwierigen Aufstiegen diverse Almhütten erklommen, mit mal mehr und mal weniger Platz, mit und ohne Wolken, mit und ohne Kühe und sogar mal mit Murmeltieren. Bei Regen zeigte sich auf den Hochalpenhütten hoch über dem Pragser Wildsee, dass durch Zusammenrücken viele Menschen in kleine Räume passen.
klicken zum VergrößernBei dem Verhältnis von 2 Regen- zu 7 Sonnentagen darf man sich nicht beklagen. Auf dem Rosskopf über Sterzing konnten wir lange auf sonnigen Hochalmen sitzen und danach noch auf den Terrassen der Kuh- und Ochsenalm leckere Schmankerl genießen. Fleißig helfende Buben verabschiedeten uns mit weithin hallendem Peitschenknallen. Nach eher feuchten vorangegangenen Wochen war es noch herrlich grün, und wo das 2. Heu noch nicht gemäht war, blühte es in allen Farben und duftete so richtig gesund. Es war im Ganzen nicht so heiß wie in den letzten Jahren, was tagsüber vorteilhaft war, uns aber abends zum Drinsitzen zwang. Wir bangten schon um den obligatorischen Grillabend, der dann aber zu unserer Freude am letzten Abend doch draußen stattfinden konnte. Ein Alleinunterhalter machte seinem Namen alle Ehre und unterhielt uns mit gekonnten Tönen auf dem Akkordeon und mit alten, neuen und manchmal auch frechen Liedern und Witzen. Auch weckte er die Lust zum Tanzen, nachdem Armin mit seinem regen Team Herzhaftes und Süßes für Augen und Gaumen beschert hatte. Wer von uns zum erstenmal dabei war, konnte jetzt selbst sehen, dass die Begeisterung in den vielen Jahren nie übertrieben war. klicken zum VergrößernAuch die Kultur kam nicht zu kurz. An unseren Wanderwegen lagen zahlreiche Kapellen, oft wunderschön ausgemalt,deren Akustik wir manchmal mit einem Choral testeten. Auch war – wie alle Jahre – das Reutlinger Jugendsinfonieorchester wieder in Terenten und gab im Bürgerhaus ein bemerkenswertes Konzert.

Doch alles Schöne hat ein Ende, und so erklang am letzten Morgen das gewohnte Abschiedslied, und beim herzlichen Lebewohl schwang bei den meisten die Hoffnung mit, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

(Gisela Seltmann)

Pustertal Rückblicke aus den letzten Jahren