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Rückblick auf die
Herbstwanderung im Mainhardter Wald
am 26. August 2007

Während ein Teil unserer Ortsgruppe zu den Gauwandertagen in Terenten im Pustertal weilte, machten sich die Daheimgebliebenen auf zu einer Wanderung im schönen Mainhardter Wald. Doch wer nur ein kleines Trüppchen am Bahnhof anzutreffen glaubte - und das waren nicht wenige - sah sich getäuscht. Die Wanderung fand unter der Führung von Irmi und Norbert Tauscher statt und diese Namen bürgen für Kompetenz - für straff organisierte, informative und schöne Wanderungen. Deshalb hatten die beiden dann auch alle Hände voll zu tun, um bei 42 Teilnehmern das Fahrgeld abzukassieren. Doch der Stress sollte noch ein wenig andauern. Wir steuerten unseren Ausgangspunkt Finsterrot mit IR, S-Bahn und Bus an und als dann in Heilbronn die Meldung kam, dass die S-Bahn 10 Minuten Verspätung hätte, schnellte der Blutdruck von Norbert in ungeahnte Höhen (wie er uns später gestand). Was - wenn wir unseren Anschlussbus verpassten?

Doch die Sorge war glücklicherweise unbegründet - ein kulanter Busfahrer kutschierte uns direkt bis zu dem geschichtsträchtigen, schmucken Fachwerkbau, der den Gasthof Waldhorn beherbergt. Diese Gaststätte wird schon in der 5. Generation von ein- und derselben Familie bewirtschaftet. Früher war sie eine wichtige Raststation für die Fuhrleute, die mit dem kostbaren Gut Salz auf der Salzstraße von Schwäbisch Hall nach Heilbronn unterwegs waren.

Bei Kaiserwetter - irgendwie müssen die Albvereinler einen guten Draht zum Wettergott haben - machten wir uns dann auf den Weg durch eine herrliche, bilderbuchartige friedliche Landschaft. Gleich nach den ersten paar Schritten aufwärts bot sich uns ein wunderschöner Ausblick rüber zur Hohen Brach, der Erlacher Höhe und nach Wüstenrot. Später im Wald machte das Kraxeln über querliegende Baumstämme den einen etwas Mühe, den anderen Spaß - langweilige, sterile Wege kann schließlich jeder laufen! Auf gelagerten Baumstämmen wurde gerastet, ein paar Minuten an einem Wildgehege an der Baad-Mühle verweilt und zwei Straußenvögel beäugt bzw. die beäugten uns, auch schon mal ein Bach über Steinen überquert und zünftig im Gras hockend wieder gerastet. Immer wieder wechselten sich Waldgebiete mit Auen ab, wobei sich jedes Mal ein neuer hübscher Blickwinkel auftat. Kurz vor dem Ort Finsterrot streiften wir den gleichnamigen See entlang. Der sonst von Menschen bevölkerte Bade- und Anglersee bot einen ungewohnten Anblick. Das bakteriell verseuchte Wasser war abgelassen worden und nun machten sich in der Wanne pinkfarben blühender Blutweiderich und andere Pflanzen breit, was gleichsam zum nicht mehr vorhandenen Wasser dennoch ein hübsches Bild abgab.

Zufrieden und durstig erreichten wir zu vorgesehener Zeit wieder das Waldhorn. Zügig wurden die vorbestellten Speisen aufgetragen, sodass für manch ein Schwätzle Zeit war, zu dem man während des Wanderns immer noch nicht gekommen war. Als später alles vor dem Haus versammelt war, weil der Bus erwartet wurde, ergriff unser Vorsitzender Peter Mugele das Wort und bedankte sich bei Irmi und Norbert für einen rundum stimmigen, heiteren Wandertag und brachte damit das Anliegen wohl aller Teilnehmer zum Ausdruck - auf jeden Fall das meine.

(Dorothea Göhler)

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