Logo - Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
 
../whatsnew.htm
 

Rückblick auf die Wanderung
"Auf dem Knausbira-Rundweg"
am 02.03.2008

klicken zum VergrößernSelbst unser Wanderführer Klaus Ollig zeigte sich überrascht, dass mehr als zwanzig Wanderfreunde sich offenbar kräftigen Wind um die Nase wehen lassen wollten. Denn mit diesem war zu rechnen, nachdem das Sturmtief Emma sich noch nicht beruhigt hatte. Es kam dann allerdings weniger schlimm als erwartet, auch die angekündigten Regenschauer blieben aus.

Ob der Name Knausbira nur eine heimische Birnensorte bezeichnet oder ob die Hedelfinger gar selbst Knausbira genannt werden, konnte am Sonntag nicht zweifelsfrei geklärt werden. Der Knausbiraweg jedenfalls ist gekennzeichnet mit dem schwarzen Umriß einer Birne mit integriertem, ineinander verschmolzenem HF auf weißem Grund und verläuft auf den Anhöhen rund um den Stuttgarter Stadtteil Hedelfingen. Dieser Weg zeichnet sich dadurch aus, dass er durch seine sich stets ändernde Richtung immer wieder neue reizvolle Ausblicke hervorbringt. Zunächst schweiften unsere Blicke über das Neckartal: direkt unter uns die Werkshallen unserer schwäbischen Nobelkarosse Daimler-Benz – klicken zum Vergrößernunverkennbar durch den exponierten Mercedesstern. Gegenüberliegend der Stadtteil Obertürkheim und etwas zur Linken, besser gesagt Richtung Norden, der Württemberg mit seiner Grabkapelle, daneben die Ortschaften Rotenberg und Uhlbach. Zur Rechten bzw. aus Richtung Südost ragen die Schornsteine des Kraftwerks in Altbach hervor. Wenig später bietet sich ein ganz anderes, beschaulicheres Bild: kleine Gemeinden wie Hedelfingen und Rohracker sind eingebettet im Tal oder schmiegen sich wie Sillenbuch an die Hügellandschaft. Obwohl wir einen Steinwurf weit entfernt sind von Großstadt und Industrie, hat das alles einen fast verträumten Charakter. Unseren Weg säumen Schrebergärten und Weinberge. Später, nachdem wir die Talsohle zwischen Rohracker und Hedelfingen gequert und einen zweiten kleinen Aufstieg bewältigt haben, kommen wir auf dem Lederberg auch durch Waldgebiet. In dieser Gegend ist übrigens ein Tierfriedhof angesiedelt. Von einem Aussichtspunkt auf dem Oberen Steinenberg verinnerlichten wir ein zweites Mal die imposanten Eindrücke vom Neckartal, bevor es abwärts ging nach Hedelfingen zur geselligen Schlusseinkehr. Zu guter Letzt und unerwartet gab es dort vom Wirt noch einen Ouzo obendrauf, sodass wir mit Ach und Krach gerade noch unsere Straßenbahn erreichten.

klicken zum VergrößernAm Ludwigsburger Bahnhof verabschiedeten wir uns gutgelaunt und nicht ohne Worte des Dankes von unserem hervorragenden Wanderführer-Ehepaar Klaus und Ingrid Ollig, das uns schon so viele gelungene Ausflüge beschert hat. Mit meiner Devise „trotz Wind und Wetter ist alles besser, als zu Hause zu versauern“ hatte ich an diesem Tag genau richtig gelegen!

(Dorothea Göhler)