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Rückblick auf die Wanderung
"Zum Kompass des Kraichgaus"
am 30. März 2008

klicken zum VergrößernSinsheim - Haferberg - Steinsberg - Sinsheim

Die Wanderung zum Kompass des Kraichgaus, dem 333m hohen Steinsberg mit imposanter klicken zum VergrößernWehrburg aus der Stauferzeit, machte die Wandergruppe mit dem sanftgewellten Kraichgauer Hügelland vertraut. Die Landschaft ist seit altersher durch Bauernfleiß zu einem bunten Teppich von Äckern, Obstwiesen und Wäldern verwoben worden. Die Wanderführer Gustav König und Dieter Mosdzien hatten die Wanderung von Sinsheim aus geplant und vorbereitet. Sinsheim, alte Reichsstadt und am Fluß Elsenz gelegen, auch bekannt durch sein Auto & Technik-Museum wurde vom Bahnhof aus verlassen. Die Autobahn konnte an hohen und dicken Lärmschutz-Steinmauern vorbei über eine Brücke übergangen werden und kam dann dem Wanderzeichen "Blaues Quadrat" des Odenwaldvereins folgend hinauf und hinein in das Gebiet des "Hasenlaufs, dem Haferberg und des Großen Waldes ". Angenehm die weichen Waldwege, wenn auch hin und wieder große Baumstämme durch Baumfällarbeiten überstiegen oder Absperrungen umgangen werden mußten. Auch das Waldgebiet wie ausserhalb wellig, die Anstiege durch luftigen Buchenwald aber langgezogen und unschwer zu gehen. Der "Sachsweg-Brunnen" wird erreicht und bald darauf eine große Waldlichtung mit der ganz in der Nähe liegenden exclusiven Wohnsiedlung "Hammerau".Hier wird ausgiebig Rast gemacht. Nach winterlich kalten Tagen, herrlich und vielfach ersehnt, der warme Sonnenschein. Später geht es dann leicht bergan im Wald weiter, gewinnt an Höhe und steht dann am Waldrand mit Blick auf den nahen Steinsberg mit seiner Wehrburg. Beim Anstieg sieht man bereits weit ims Land. Weinberge säumen den Weg und wenn man mitunter von der "Schwäbischen Toscana" spricht, ist mehr Bezug zu nehmen auf die immer wärmere Region und seinen guten Weinen. Über breiten Burgweg mit massiven Wehrmauern kommt man hinauf zur ehemaligen Stauferburg. Am Eingang eine mächtige Linde mit lauschigem steineren Rundsitz. Im Burghof steht der achteckige 33m hohe Bergfried, der als "Kompass des Kraichgaus" bekannt ist und von dort nach N den Odenwald (Katzenbuckel), im S den Schwarzwald (Hornisgrinde), im W die Rheinebene (Speyrer Dom), im O das Neckartal mit Strom- und Heuchelberg, sehen kann. 1109 wurde das Bauwerk erstmals als Bauernburg erwähnt. Es ist genügend Zeit die Festungsanlage über breite Burggräben zu umrunden. klicken zum VergrößernZur Landschaft gehört auch Geschichte, denn unten im Tal liegt Steinsfurt. In diesem Ort unternahm der junge Preussenprinz Friedrich zusammen mit seinem Freund Katte im Jahr 1730 einen Fluchtversuch, um dem unerträglichen Zwang des väterlichen "Soldatenkönigs" Friedrich I, zu entfliehen. Das königliche Gefolge war unterwegs zu einem Staatsbesuch nach Mannheim und biwakierte in Steinsfurt im "Haus zum Lerchennest". Die Flucht misslang, Katte wurde später vor den Augen des Prinzen hingerichtet. Aus dem Prinzen wurde Friedrich II, Friedrich der Große. Doch nun hinab zu Tal, in weites Acker- und Wiesenland und in die ausgedehnte Industrielandschaft von Sinsheim. Auf eine letzte sommerliche Wanderstunde folgt eine gute Einkehr im Gasthof "Zur Linde". Den Wanderführerern wird herzlicher Dank gezollt. Es war wieder ein schöner, erlebnisreicher Wandertag. Zufrieden keht man per Bahn nach Ludwigsburg heim. Wolfgang Staudenmayer

(Wolfgang Staudenmayer)

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