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Rückblick auf die Wanderung
zum Albvereinsfest 2008
am 01.06.2008

klicken zum VergrößernAlbvereinsfest 2008 – diesmal in einer der liebenswertesten Städte, die ich kenne, in Tübingen. Bei der OG Ludwigsburg ist es Brauch, wenigstens die letzten paar Kilometer zum Austragungsort zu Fuß zurückzulegen. Deshalb fuhren wir mit der Bahn nur bis nach Unterjesingen, eine Station vor Tübingen. In praller Sonne machten wir uns durch Felder und Fluren auf den Weg, in Richtung Wurmlinger Kapelle. Am Fuße des Hügels, auf dem sie thront, befindet sich ein Rastplatz, von dem wir gleich Gebrauch machten. Man gewann den Eindruck, dass ganze Hundertschaften von Wanderern an diesem Tag zu Fuß auf das Fest zusteuerten, so blieb es nicht aus, dass sich einige Gesichter, die sich untereinander kannten, herzlich begrüßten. Heute war keine Zeit, die Wurmlinger Kapelle zu besichtigen, trotzdem trug Sabine das berühmte Gedicht „Droben stehet die Kapelle ....“ von Ludwig Uhland vor. Wir ließen sie rechts liegen und wandten uns dem Spitzberg zu. Nun ist es aber ein besonderes Anliegen unseres Wanderführers Werner Brekle, der nicht nur Naturschutzwart unserer Ortsgruppe und des Gaues ist, sondern sich auch in mehreren anderen Verbänden ehrenamtlich engagiert, uns den Naturschutz nahezubringen und darüber aufzuklären. Deshalb führte er uns nicht auf den, auf dem Kamm des Spitzberges verlaufenden Weg, sondern wir liefen zunächst unterhalb des Südhanges entlang, dem Naturschutzgebiet Hirschauer Berg. An diesem wurde früher einmal Wein angebaut, man erkennt es noch an den gut erhaltenen Trockenmauern, wichtiger Rückzugsort und Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Damit dieser Hang nicht verwaldet, hat sich der Schwäbische Heimatbund zum Ziel gesetzt, ihn zu pflegen und vor Baumwuchs zu bewahren. Heute breitet sich dort Trocken- und Halbtrockenrasen mit einem artenreichen Bestand an Wiesenblühern aus. Werner machte uns besonders auf den Purpurroten Storchschnabel und den Färberwaid aufmerksam.

klicken zum VergrößernSpäter machten wir eine zweifache Kehre, die uns dann doch auf den Kammweg brachte. Dieser führt geradewegs am Schloss vorbei mitten nach Tübingen hinein auf den Marktplatz. Hier war das Fest in vollem Gange, eine Blaskapelle spielte gerade mehrere Märsche, als wir eintrafen und auf dem Platz, der heute gesäumt war von Würstchenbuden und Bierausschänken, tummelten sich hunderte von Menschen. Auch wir fanden ein Plätzchen an den Biertischgarnituren, schafften Speisen und Getränke für unser leibliches Wohl herbei und beobachteten das bunte Treiben um uns herum inmitten einer malerischen Kulisse. Ab und zu warfen wir einen Blick auf das nahegelegene Podium am Brunnen, wo verschiedene Volkstanzgruppen – manchmal sogar ganz exotische wie z. B. eine indische Gruppe und eine Schwerttanzgruppe – uns mit ihren Darbietungen erfreuten, bis das Fest langsam ausklang und die Teilnehmer sich auf ihren Heimweg begaben.

(Dorothea Göhler)