Zur alljährlichen von Ingrid und Klaus Ollig organisierten Radwanderung fanden wir uns insgesamt zu zwölft an der PH-Seite des Favoriteparks ein. Der frühmorgendliche Regen hatte pünktlich aufgehört und es blieb auch den ganzen Tag trocken. Die dennoch ständige Bewölkung milderte die große Hitze der letzten Tage. Schon am Heilbadweg gab es die erste – aber auch einzige Panne. Ein Mitfahrer hatte einen „Platten“. Helfende Hände und notwendiges Reparaturmaterial waren aber zur Stelle, sodass wir nach einer kurzweiligen Wartezeit am Schiffsanleger Hoheneck als komplette Gruppe weiterfahren konnten. Es ging an Althoheneck vorbei am Neckar entlang, nach kurzem Stopp am inzwischen seit10 Jahren bestehenden Biotop weiter unter dem S-Bahnviadukt hindurch nach Benningen. Dort überquerten wir den Fluss und folgten ihm weiter aufwärts an Beihingen und Heutingsheim vorbei, entlang des Figurenspiel- und Grillplatzes durchs Wiesental zur ersten Apfelpause vor Ingersheim. Ausgezeichnete Radwege führten weiter durch Ingersheim und Pleidelsheim nach Mundelsheim und Hessigheim, wo wir uns an den Wegrändern vom guten Stand der Trauben überzeugen konnten. Es herrschte lebhaftes Treiben vor der Felsengartenkellerei. Von weitem sah man schon die unverwechselbare Silhouette von Besigheim. Es musste nur ein kleines Stück geschoben werden, ehe wir pünktlich zur schwäbischen Essenzeit um 12 Uhr die malerische Fußgängerzone erreichten, wo es vor dem „Hirschen“ genug Platz für alle gab. Gestärkt und ausgeruht ging es weiter nach Bietigheim auf einem neuen Radweg unter der erneuerten Bahnbrücke entlang, von dort der Enz folgend nach Bissingen mit kurzem Stopp nahe der Ruine Untermberg am andern Ufer. An Markgröningen ging es entfernter vorbei nach Möglingen, wo Klaus uns einen Extraschlenker machen ließ, der sich als „ Sackgasse“ bei einem Wasserreservoir herausstellte. Aber Klaus – nie auf den Mund gefallen – erklärte kurzerhand diesen „Wasserturm“ für besichtigens- und somit zeigenswert. Humor ist wenn man trotzdem lacht und der Rundblick auf der Höhe hat sich gelohnt. Schon war der „Kleine Asperg“ in Sicht und auf einem Stück des Keltenpfades erreichten wir unser Ziel, das NFH Kleinaspergle. Bis hierher waren wir ca. 60 km geradelt und hatten uns das kühle Bierchen verdient. Hans Stöhr fand die richtigen Dankesworte und auf Ingrids und Klaus’ Nachfrage, ob man das nächstes Jahr wieder einplanen solle, kam ein einstimmiges begeistertes „Ja“! Ab hier waren die Wanderführer der Verantwortung enthoben und gaben sie an jeden einzelnen zur individuellen Heimfahrt weiter. Es war in jeder Hinsicht ein perfektes Unternehmen gewesen: Wetter, Radwege, Stimmung...alles bestens. Davon zehren wir jetzt alle eine Weile und fangen bald mit der Vorfreude aufs nächste Jahr an.
Gisela Seltmann
Rückblick auf die Radwanderungen der letzten Jahre
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