Logo - Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
Schwäbischer Albverein - Ortsgruppe Ludwigsburg
 
../whatsnew.htm
 

Rückblick auf die
Wanderung des Schwäb. Albvereins Ortsgruppe Ludwigsburg
am 7. September 2008
"Von Baden-Baden zur Yburg und ins Rebland"

klicken zum VergrößernTage vorher Regen. Am Wandertag selbst trübgraues Wetter, das allerdings auf der Bahnfahrt nach Baden-Baden sich stetig besserte und bald mit blauem Himmel gutes Wetter brachte.

Vom "Klosterplatz" Lichtental-Baden-Baden aus wanderte man aufwärts hinein in das Waldgebiet hin zur "Gelben Eiche" einer Schutzhütte am Baden-Badener-Panoramaweg. Auf bequem zu gehendem Waldweg sind immer wieder schöne Ausblicke zu Tal möglich. Der "Louisfelsen", eine hohe Felskanzel mit kleiner Schutzhütte und über eine steile Felstreppe erreichbar, gibt dann freien imposanten Blick hinab in den Talkessel mit der weitverzweigten Stadt Baden-Baden und seinen Teilorten, seinen rundum hügeligen Waldgebieten und Wiesenflächen, hin zur "Schlossruine Hohenbaden", zum Felsmassiv "Battert", zum Hausberg "Merkur".

klicken zum VergrößernDurch schattigen Wald wandert man weiter zur Schutzhütte "An der Lache". Dort wird der Panoramaweg verlassen und auf schmalem Pfad steil hinauf die "Yburg" erreicht. Im weiten sonnigen Innenhof mit gastlichem Biergarten wird unter schattenspendenden großen Kastanien- und Lindenbäumen, gerastet. Die um 1200 erbaute Yburg liegt malerisch auf dem Iberg, althochdeutsch "Eibenberg". Sie wurde einst von den Lehensträgern der Markgrafen zu Baden bewohnt. Im Bauernkrieg 1525 zerstört, 1620 wieder aufgebaut und erweitert, 1689 von den Franzosen wieder zerstört, hat die Burganlage eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Ein durch Blitzschlag gespalteter Bergfried zeigt noch gotische Formen auf. Der älteste Teil der Burg ist ein zweiter 20 m hoher romanischer Bergfried, welcher 3 m höher vom Burgniveau auf gewachsenem Felsen emporragt und aus Porphyr- und Sandsteinquadern gebaut ist. Von dort hat man einen fantastischen Blick hinaus ins Land. Von 539 m Höhe aus geht der Blick hin zu den Vogesen, zum Naturpark Schwarzwald und das das geschwungene Band des Rheins. In der Nähe, hin zum Weinort Neuweier und Steinbach, liegen gut gepflegte, sonnige Weinberge an sanft gewellten Höhen.

klicken zum VergrößernSpäter steigt die Wandergruppe dann steil, auf ausgewaschenem Pfad von der Burg hinab, durch Wald mit vielen Edelkastanienbäumen, in dieses Weinbaugebiet. Dort reifen rechts und links des Weges die Trauben zu einem guten Wein heran. Über Weinbergwege erreicht man "Rebland", ein Zusammenschluß der Weindörfer Neuweier, Varnhalt und Steinbach. Diese Orte liegen am Ortenauer Weinpfad, welcher von Baden-Baden bis Offenburg reicht und durch eine rote Raute mit blauer Traube auf weißem Grund gekennzeichnet ist.

Die letzte Wegstrecke durch "Rebland" fällt durch die farbenfrohen und schönen Blumen an Hausfassaden und in Gärten, leicht. Bei der Schlusseinkehr in einem der Gasthöfe im 750 jährigen Steinbach mundete Essen und der regionale Wein. Den Wanderführern Anton Ludl und Hans Stöhr wurde herzlich gedankt für vielseitige Information über Landschaft und Kulturgeschichte und den vorbereiteten schönen Wandertag, welcher natürlich auch durch das schöne Wanderwetter für die Wanderfreunde zu voller Zufriedenheit ausgefallen ist. Bald war es Zeit mit Bus und Bahn über Bühl, Baden-Baden, Karlsruhe die Heimreise nach Ludwigsburg anzutreten.

(Wolfgang Staudenmayer )