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Rückblick
„Rund um Murrhardt“
am 26.10.2008
Heute fand bei strahlendem Herbstwetter eine Wanderung statt, die von den Wanderführern Gustav König und Dieter Mosdzien organisiert und durchgeführt wurde. Mit ihnen zusammen bildeten wir eine Gruppe von 30 gutgelaunten Leuten, die per S-Bahn und Zug nach Murrhardt gelangten. Hier „begrüßte“ uns Dieter und beschrieb die heutige Wanderung. Zunächst ging es durch das sonntäglich ruhige Murrhardt Richtung Trauzenbachtal. Der Bach führte wenig Wasser, trotzdem brauchte der Weg Holzstege oder große Steine als Furten. Wir konnten wie Kinder hörbar durchs Laub rascheln, und die Sonne brachte sowohl das schon gefallene als auch das noch an den Bäumen dieser wunderschönen Mischwälder befindliche so recht zum Leuchten. Eine Apfelpause gab es am „Wachholderhaus“, das malerisch in tiefem Schlummer zu liegen schien, denn es war ganz verlassen. Wälder wechselten sich ab mit Feldern und Wiesen, letztere noch immer saftig grün. Es grüßten helle und dunkle Schafe, braunweiße Kühe und schwarze Angus-Rinder . Die Apfelbäume trugen schwer an ihrer vielfarbigen Last und hatten das Meiste schon abgeworfen. Es lag unglaublich viel am Boden, wir sahen aber auch Sammelbehälter...wo soll sonst wohl unsere allseits beliebte Apfelschorle herkommen?! Im Gasthaus „Waldblick“ in Trauzenbach konnte Dieter den Schlüssel zur Rekonstruktion eines römischen Limes-Wachtturmes holen, den wir nach einem sonnigen Umweg über Hohenbrach und Grab dann allen Zweifeln zum Trotz auch fanden. Dort freuten sich noch andere Wanderer über das willkommene Auftauchen eines Schlüssels, der auch ihnen zur Turmbesteigung verhalf. Infotafeln gaben Auskunft über die antike Zeit und die heutigen Bemühungen, diese im Bewusstsein der Menschen fest zu halten. Für eine weite Sicht waren die Bäume zu hoch und die Palisaden sahen nicht sehr wehrhaft aus. Frohgemut strebten wir wieder dem „Waldblick“ zu, wo die Wunschliste fürs Essen schon angekommen war. Es schmeckte gut und wir saßen so gemütlich, dass es plötzlich nur noch mit Eile auf den Zug gelangt hätte. Das war nicht in unserm Sinne. Lieber noch ein Dessert oder ein weiteres Viertele und danach noch mal 7,5 km zurück nach Murrhardt. Die herbstliche Zeitverschiebung machte sich durch die frühe Dämmerung deutlich bemerkbar.Am Bahnhof fand Hans Stoehr lobende Dankesworte für die Wanderführer. Ein Bus brachte uns nach Backnang und 2-Bahnen zurück nach Ludwigsburg. Wir waren uns alle darin einig, wieder einmal einen wunderschönen Wandertag erlebt zu haben.
(Gisela Seltmann)
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