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Rückblick auf
"Ein Stück Wegs durchs Strohgäu von Schöckingen, ins Glemstal, Nippenburg, Münchingen, hinein ins Lange Feld nach Ludwigsburg-Pflugfelden"
am 18. Januar 2009

klicken zum VergrößernIn SchÖckingen begrüßen die beiden "Peter", die Wanderführer Rosenow und Mugele, die Wanderfreunde. Es wird aufmerksam gemacht, dass bereits zur Keltenzeit die Umgebung von Schöckingen besiedelt war. Ausgabungen im naheliegenden Hirschlanden und auch in Schöckingen - gefunden wurde das Skelett einer jungen Frau inmitten überaus reichen Grabbeilagen und deshalb auf ein Grab einer keltischen Prinzessin schließen ließ - bezeugen dies. Im Ort selbst wäre das Schloss sehenwert und einen Besuch wert.

Die landwirtschaftlich geprägte Umgebung in der viel Korn angebaut wird läßt vermuten, dass sich daraus mit der Zeit der Name Strohgäu entwickelte. Das Ortswappen besteht aus goldenem Schildhaupt mit schwarzer Hirchstange, silbernem Kreuz auf rotem Grund und vier Hufeisen.Die Wanderung beginnt. Eine leichte Schneedecke deckt Wiesen und Felder. Es ist ein grauer winterlicher Tag. Die Wege sind nicht gut zu gehen. Schneeschmelze und kalte Witterung haben teilweise eisige Platten gebildet. Über weites Ackerland, an den Keltenhöfen vorbei, geht es hinab ins Glemstal, nahe der Talmühle. Immer am Talhang entlang, etwas mühsam, im Sommer ein sonniger erholsamer Wanderweg, muss immer wieder auf die Wiesenränder ausgewichen werden, weil der Weg vereist ist. Bei der Sägmühle an der Straße nach Münchingen, geht dann der Weg weiter zu den steilabfallenden Berghängen der Burgruine Nippenburg.

klicken zum VergrößernDurch wilden Bergwald, auf engem Pfad, etwas steil aufwärts, wird die Höhe um die Nippenburg und des Schwieberdinger Golfplatzes erreicht. Die Burgruine Nippenburg, einst auch große Fliehburg des Ortsadels, ist bereits 1160 urkundlich erwähnt, im 16.Jh. bereits baufällig, heute zerfallen, obwohl die Ausmaße der Anlage an den noch vorhandenen Mauern und einem Turm noch gut zu erkennen sind. Ein vorhandenes Herrenhaus mit großer Parkanlage wurde 1721 erbaut und gehört der Familie Leutrum zu Ertingen. Von den Nachkommen wird das noch bestehende landwirtschaftliche Gut weitergeführt. Wir lassen die Anlage Nippenburg am Wege liegen und gehen entlang des Golfplatzes über freies Feld hinüber nach Münchingen. Jetzt auf der Höhe, mit weitem Blick in die Landschaft, weht eisiger Wind. So ist man froh am Ortseingang bei einer Feldscheuer etwas windgeschützt Rast zu machen. Auch Münchingen, das eigene Ortswappen weist auf die hervorragende Bedeutung der Landwirtschaft für das alte Strohgäudorf hin, hat auch ein Schloss mit wechselvoller Geschichte. Es beginnt leicht zu regnen als der Ort verlassen wird. Über leicht aufgeweichte Ackerböden wird wieder Höhe erreicht. Das Schuhwerk wird recht schmutzig, was später großes Reinemachen heisst.

klicken zum VergrößernBei einem Teilstück der ehemaligen Römerstraße, jetzt die B 10, gelangen wir ins Lange Feld, ebenso Kornkammer zwischen Schwieberdingen, Ludwigsburg, Kornwestheim und Stammheim genannt, wandert man dem Aischbach entlang. Auf einer Höhe inmitten einer Baumgruppe wird auf ein Denkmal, einem von mehreren sogenannten Kaisersteinen, hingewiesen. Kaisersteine sind Stellen von wo aus Militär- Manövern und Paraden beobachtet worden sind. Am alten Wasserturm in Ludwigsburg auch zu sehen. Auf dem Weg durchs Lange Feld mit seinen teilweise recht langen rechtwinkeligen landwirtschaftlichen Wegen, läßt sich das weit ausgedehnte große Gebiet gut überblicken. Namen wie Stammheimer-Kornwestheimer- Pflugfelder-Höhe weisen auf das hochgelegen landwirtschaftliche Gelände hin. Es weht ein kalter Wind, so ist man froh, dass man in Pflugfelden ankommt, beim Land-Würth einkehrt und dort den Wanderführern Dank sagen kann. Es ist gelungen den grauen, winterlichen Wandertag, trotzdem schön, gut zu Ende zu bringen.

(Wolfgang Staudenmayer)