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Rückblick auf "Stuttgarts Höhen" vom 01.02.2009

Strecke: Österfeld, Riedsee, Weidachbachtal, Degerlocher Wald, Waldau

klicken zum VergrößernKaum jemand kennt Stuttgart so gut, wie die Albvereinler von Ludwigsburg. Nicht nur die Innenstadt, Weststadt, Grünes U usw. wurden schon abgeklappert, nein, nahezu die ganze Peripherie wurde auskundschaftet. Besonders im Winter, wenn Kurzwanderungen angesagt sind, bieten sich Ausflüge innerhalb Stuttgarts an, geht man doch wettermäßig weniger Risiko ein und die Anfahrt ist kurz und bequem, wie eben am 1. Februar nach Österfeld, wo das Wanderführerpaar Irmi und Norbert Tauscher dann auch über 50 Wanderfreunde begrüßen konnte. Die Station Österfeld bestehe übrigens erst seit 1993, so klärte uns Norbert auf.

klicken zum VergrößernObwohl außerhalb der City, wurden wir schon nach den ersten paar Schritten des Großstadtflairs gewahr. Von den obersten Stufen einer Treppe überblickten wir eine imposante Fußgängerbrücke, die sich großzügig über tiefliegende Verkehrswege - zwei Fahrbahnen und ein Bahngleis - spannte. Über diese gelangten wir dann auf die andere Seite des Geländes, von wo wir Kaltental und den gegenüberliegenden Sonnenberg im Blickfeld hatten. Norbert wurde nicht müde, uns das Panorama zu erklären, wie er auch sonst auf keine Frage eine Antwort schuldig blieb. Sein ,fotografisches Gedächtnis', wie Ehefrau Irmi es nennt, ist bewundernswert. Unser weiterer Weg war von Gegensätzen geprägt: Während man sich in einem grünen Naherholungsgebiet in Abgeschiedenheit wähnt, ist doch in einiger Entfernung das Hochhaus des SI-Centrums sichtbar - Business- und Erlebnisstätte unweit der Drehscheibe zur Welt, dem Flughafen. Biedere Zweifamilienhäuser in Möhringen und kleinbürgerliche Schrebergärten konkurrieren mit den beängstigend wirkenden Wohnkolossen Hannibal auf dem Asenwald. Am nördlichen Rand von Möhringen treffen wir auf den beschaulichen zugefrorenen Riedsee. In früheren Jahren gewann aus ihm die Brauerei Wulle die benötigten Eisblöcke. Heute machten sich die Geschwister Denise und Marvin einen Spaß daraus, sich eine spiegelglatte Eisbahn zu schaffen, die sie entlang schlitterten. An dieser Stelle sei beiden ein großes Lob gezollt - nicht nur, weil ich es versprochen habe, sondern weil sie es verdient haben. Ich finde es toll, wie sie bei der Stange bleiben und die langen Strecken mitwandern!

klicken zum VergrößernJenseits der B 27 kamen wir dann in den Wald - auch das hat Stuttgart zu bieten, jede Menge Waldflächen! Wir verließen ihn kurz darauf wieder, streiften den Stadtteil Hoffeld, schwenkten nach rechts, um wiederum in den Wald zu gelangen. Parallel zum Weidachbach verlief nun unser Weg, bis wir auf der Höhe des Stadtteils Schönberg eine Linkskehre machten, die zwischen Sportanlagen mit dazugehörigem Vereinslokal zum Degerlocher Wald führte. Von nun an bewegten wir uns nur noch auf Waldwegen, bis wir unterhalb des Fernsehturms bei den Waldau-Sportanlagen unsere Gaststätte für die Schlusseinkehr erreicht hatten.

Hier ergriff nach der Mahlzeit Hans Stöhr das Wort, um im Namen aller den Wanderführern Irmi und Norbert Tauscher ein herzliches Dankeschön zu sagen. Wir hatten eine weitere Facette von Stuttgart kennengelernt. Doch mit Sicherheit lauern immer noch versteckte Winkel und Plätzchen darauf, von uns entdeckt zu werden. Auf dann, wir werden kommen!

(Dorothea Göhler)