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Rückblick auf die Wanderung „Einkehr im Besen“ am 15.02.2009

Strecke: Gronau, Starenbühl, Lichtenberg, Harzberg, Großbottwar

klicken zum VergrößernEin Zwischenhoch war schuld bzw. dem hatten wir es zu verdanken, dass unsere Wanderung oberhalb des Bottwartals zu einem strahlend schönen Erlebnis wurde. Eigentlich gar nicht sehr motiviert angesichts der andauernden Kälte ließ die Sonne schon am frühen Morgen meinen Widerstand gegen den Aufenthalt im Feien dahinschmelzen und schließlich ins Gegenteil verkehren – bis zur wahren Begeisterung.

Die Wanderung zeichnete sich durch besonders schöne Landschaftsbilder aus. Schon kurz nach Verlassen des Ausgangsortes Gronau überblickten wir unter uns  einen Teil des Bottwartales und zwar so, wie wir es wohl selten zu Gesicht bekommen haben oder werden – nämlich ganz in Weiß. Frau Holle hatte zwei Tage zuvor ein wenig die Betten aufgeschüttelt. Das Tal war zudem von Sonnenschein überflutet, was besonders den Langhans mit der Burg Hohenbeilstein in ein günstiges Licht setzte. In einem langgezogenen gemächlichen Aufstieg ging es hinauf zum Starenbühl. Wem jetzt nicht warm wurde, dem war nicht zu helfen! Neben uns plätscherte ein kristallklares Bächlein, die Kurzach, den Berg hinunter. Die Eisgebilde an seinem Rand zeugten von vorangegangenen Frostnächten. Ein hübsches Fleckchen war auch unser Rastplatz. Er befand sich im Wald an einer lichten Stelle, auf die mehrere Forstwege sternenförmig zuliefen. Tische, Bänke, das Dach der Forsthütte – alles hatte einen weißen Überzug und sah so putzig aus, dass man es nicht zerstören mochte. Unweit befand sich Prinz Friedrichs Kochherd, den der Wanderführer Dieter Mosdzien schon bei der Begrüßung angekündigt hatte. Er diente einst zur Versorgung der Jagdgesellschaften der Prinzen und Herzöge und wurde im Jahr 2005 restauriert. Ein Abstecher dorthin sollte man sich zur Pflicht machen.

klicken zum VergrößernNach Verlassen des Waldes kamen wir auf das Hochplateau, auf dem sich ein Segelflugplatz erstreckt. Ein gerade aufsteigendes Sportflugzeug verfolgten wir mit Blicken, doch es war verschwunden, noch ehe wir uns von dem Blenden der Sonne erholt hatten. Nachdem wir dieses Gelände hinter uns gelassen hatten, schlugen wir einen Haken nach Südost, kamen an einer Pferdekoppel vorbei, überquerten die L 1118 und waren nun auf der anderen Seite des Flugplatzes. Während einer kleinen Trinkpause konnten wir die sich bietende Aussicht genießen: in nordwestlicher Richtung die Burg Lichtenberg, unter uns am Fuße des Weinberges den Ort Hof und Lembach und über Großbottwar hinweg reichte die Sicht hinein ins Murr- und Neckartal. Selbst bei Schnee wurden wir der vielen südwärts gewandten Weinhänge gewahr und wie unser Wanderführer Dieter eingangs erwähnte, befanden wir uns inmitten eines Weinanbaugebietes, bekannt für manch edlen Tropfen, bedingt durch einen fruchtbaren Keuperboden.

klicken zum VergrößernDeshalb endete unsere Wanderung diesmal auch in einem "Besen", damit wir uns ein oder zwei Gläschen der o. g. Köstlichkeit zu Gemüte führen konnten. Zuvor hatten wir nach einem erneuten Richtungswechsel auf einem Waldweg den Harzberg durchstreift und auf abwärtsführenden Weinbergwegen gelangten wir in den Ort Großbottwar, wobei wir – immer noch von der Sonne angestrahlt – die Ortschaften Winzerhausen, Großbottwar, Oberstenfeld, Beilstein, sowie den Wunnenstein und den Forstberg im Blickfeld hatten.

klicken zum VergrößernUnten angelangt war eine Stärkung jetzt willkommen. Gutbürgerliche Küche und eine Auswahl an Getränken sorgten im Besen des Weingutes Bruker für angenehme Gaumenfreuden. Wir hatten wieder einmal einen wundervollen Tag erlebt und unsere allseitig empfundene Dankbarkeit fasste Klaus Ollig in Worte, die dem herrlichen Wetter, aber vor allen Dingen der guten Planung unserer Wanderführer Dieter Mosdzien und Achim Schröter galten.

(Dorothea Göhler)