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klicken zum VergrößernRückblick auf die
Albert-Hiller-Gedächtnis-Wanderung in die Pfalz am Ostermontag

Auf einmal war der Frühling da, weht endlich her....
Zart grün ist alles überhaucht, blau der Himmel....
zahlreich Baum und Blumen blühen...
Glocken läuten Auferstehn....

DIE ALBERT-HILLER-GEDÄCHTNIS-WANDERUNG IN DIE PfAlZ AM OSTERMONTAG 2009 DER ORTSGRUPPE LUDWIGSBURG DES SCHWÄBISCHEN ALBVEREINS.

klicken zum VergrößernDer Tag war, bis ins kleinste Detail, von den Wanderführern Joachim Schröter, Dieter Holzwarth und Hans Stöhr sehr gut vorbereitet worden.

Mit dem Bus unterwegs gab es Gelegenheit, mehr über die besondere Art des Wandertags zu erfahren. Albert Hiller war seit 1950 eine herausragende, über Jahre hinweg für die Ortsgruppe Ludwigsburg hoch engagierte Person und wurde später der Verdienste wegen zum Ehrenmitglied ernannt. Es ist schön, nach seinem Tod einen Gedächtniswandertag zu veranstalten, hat er doch zusammen mit dem heutigen Wanderführer Joachim Schröter über Jahre hinweg die Pfalzwanderungen geplant und durchgeführt.

klicken zum VergrößernHerzlich wurden Sohn und Enkel von A. Hiller als Wandergäste begrüßt. Bald ist der Ausgangsort der Wanderung, "ANNWEILER", ehem. Reichsstadt am Fuße der Burg Trifels, erreicht. Beim Rundgang sind schöne alte Fachwerkhäuser in der Apothekergasse oder das Kaysersche Haus am Marktplatz von 1643 zu sehen. Malerisch das Viertel um den Mühlbach mit Wasserrad und engem Häuserdurchlass, dem sog. Schipkapass. Interessant die Dachabstufungen ehemaliger Gerberhäuser. Später wandert man über lichtgrünen Wald hinauf zur hochaufragenden, auf einem mächtigen Sandsteinfelsen stehenden "Reichsburg TRIFELS". Ihre wechselvolle Geschichte ist mit dem staufischen Kaiserhaus eng verknüpft. Über lange Jahre wurden dort die Reichskleinodien aufbewahrt. Der englische König Richard Löwenherz wurde dort gefangen gehalten und nur durch ein ungeheueres Lösegeld freigelassen. Die mächtige Burg zerfiel im 30 jährigen Krieg, diente als Steinbruch und wurde erst im Jahr 1938 wieder im heutigen Zustand aufgebaut. Eine Führung brachte die Geschichte der Burg näher. Die sehr schöne Information über die ausgestellten Reichsinsignien (Krone, Zepter und Reichsapfel) deren Orginale sich in Wien befinden, ergänzte die Führung eindrucksvoll.

klicken zum VergrößernWeit reicht der Blick von den Burghöfen hinaus ins Land und auch weiter zum nächsten Ziel der Wanderfreunde: Die Burg Scharfenberg. Den Berg hinab, wieder am mächtigen Sandsteinaufbau des Trifelsen vorbei, kommt man zum Parkplatz Trifels. Dort wird gerastet. Dann geht es durch Wald auf weichen Laubwegen hinüber zur Ruine "ANEBOS". Wenige Mauerreste zeugen von der Burg hoch über Annweiler. Ein Felskoloss markiert die Stelle. Weitere Sandsteinmassive, verwittert, zerfurcht, ausgewaschen, lassen staunen. Aufwärts wandernd wird dann die "Burgruine SCHARFENBERG" erreicht. Die Unterburg im Schutt vergraben, kommt man durch eine Pforte hinauf zum mit Buckelquadern verkleideten Bergfried der gut erhalten geblieben ist. Sein volkstümlicher Name "Die Münz" verdankt er der Überlieferung, daß hier die Stadt Annweiler das ihr zugestandene Münzrecht ausgeübt habe. Zurück, wieder an den Sandsteinfelsen vorbei, wo junge Kletterer mit Seil und Haken zu Gange sind, wird nochmals Pause gemacht. Über einen sonnigen Weg, durch lichtdurchfluteten frischgrünen Wald, dem "PANORAMAWEG", kommt man zum nächsten Ziel: Die "MADENBURG". Zahlreiche Sonntagsausflügler füllen den weiten Burghof. klicken zum VergrößernDie prachtvoll auf einer Bergkuppe oberhalb dem Ort Eschbach gelegene Madenburg gehört nicht nur zu den größten, sondern auch zu den ältesten Burgruinen der Pfalz. Ehemals Reichsburg, wechselte sie einige Besitzer und wurde ebenfalls im Bauerkrieg niedergebrannt, wieder aufgebaut und 1689 von französischen Truppen entgültig zerstört. Um 1870 wurde restauriert und so ist der doppelt ummauerte Burghof, durch einen Gebäuderiegel in Vorburg und Hauptburg getrennt, gut erhalten und wird durch ein Burgtor erreicht. An den Wohnbauten der Hauptburg sind die Treppentürme mit reichverzierten Renaissancportalen versehen. Und dann die freie Sicht ins Land: Die Rheinebene, hin zu Odenwald und Schwarzwald, Weingüter, Felder, reichblühende Baumwiesen wechseln ab, dazwischen Farbtupfer gepflegter Winzerortschaften und der Blick hin zu bewaldeten Bergen mit Burgruinen und mächtigen Felsriegeln.

klicken zum VergrößernLeider müssen die Wanderer weiterziehen. Jetzt steil hinab zur "KAISERSBACHER MÜHLE" und dem Tal entlang hinein nach "KLINGENMÜNSTER" wo in rustikaler Weinschenke Einkehr gehalten wird. Essen und Wein munden. Für den gelungenen schönen Wandertag wird den Wanderführern herzlicher Dank gesagt. Verse über Pfalz und Wein, werden vorgetragen. Später bringt der Bus eine zufriedene und fröhliche Wandergruppe in ihre schwäbische Heimat zurück.

(Wolfgang Staudenmayer)