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klicken zum VergrößernRückblick auf die Wanderung mit den Ortsgruppen Oberndorf und Bisingen
am 28.06.2009

Auch in diesem Jahr trafen sich die seit 31 Jahren freundschaftlich verbundenen Ortsgruppen Oberndorf und Ludwigsburg zu einer gemeinsamen Wanderung. Als neue Dritte im Bunde war die OG Bisingen mit vier Teilnehmern mit von der Partie und auch nach Sulz angereist. Vertreter aller drei OGn ließen es sich nicht nehmen, eine kleine Begrüßungsansprache zu halten. Herr Karl-Heinz Götz von Oberndorf erklärte uns die Wanderroute, Werner Brekle gab seiner Freude Ausdruck, dass aus dem Duo ein "Triumvirat" geworden ist und holte die Bisinger gleich mit ins Boot in dem Sinne, dass aus dem zweijährigen Turnus nun ein dreijähriger werden könne, was die gegenseitigen Einladungen anbelangt. Herr Rainer Schüle von Bisingen nahm die Herausforderung an und will sich mit seinen Mitgliedern für nächstes Jahr etwas einfallen lassen.

klicken zum VergrößernDas Neckartal, in dem die Oberndorfer beheimatet sind, ist eine überaus reizvolle Landschaft. Der Neckar verläuft hier eingebettet zwischen Bergen, wo Schwarzwald und Schwäbischen Alb aufeinandertreffen. Für die Mühe des relativ steilen Aufstiegs von Sulz auf die Schillerhöhe wurden wir gleich mit einem herrlichen Ausblick hinunter auf den Ort und über das Tal belohnt. Ein nächster markanter Punkt war eine alte Linde, die an Johann Philipp Haizmann erinnert, der ein halbes Jahrhundert in Sulz als Wundarzt gewirkt hat. Weiter brachte uns unser Weg, der durch Wald führte und sich mit dem Jakobsweg, dem Hohenzollernweg und einer Walkingstrecke deckte, in die Ortschaft Glatt. Und immer wieder bin ich überrascht, welch einen Schatz an schmucken Ortschaften unser Ländle beherbergt. Ortschaften, deren Namen man nie gehört hat, entpuppen sich als wahre Kleinodien. Glatt liegt nicht nur landschaftlich bezaubernd eingerahmt von Wald und Wiesen, nein, es hat auch eine stattliche Kirche und ein imposantes Schloss aufzuweisen, in dem mehrere Museen Platz finden und auch sonst jede Menge Kultur geboten wird. Gerne hätten wir uns im Schlosshof zu dem gerade stattfindenden Feuerwehrfest gesellt, aber für uns war bereits neben einem leerstehenden Privathaus auf einem Rasenstück aufgetischt und die Oberndorfer verköstigten uns mit heißen Würsten und Getränken.

klicken zum VergrößernNach zweistündigem Aufenthalt setzten wir an der Glatt - diesmal ist das Flüsschen gemeint - und dem Neckar entlang über Dettingen unsere Wanderung fort, um unser Ziel, die Stadt Horb zu erreichen. Hier wollten wir bei einer Schlusseinkehr noch zwei Stunden gemeinsame Zeit verbringen, bevor es ans Abschiednehmen ging. Doch selten haben wir uns unser Brot so hart verdienen müssen! Unzählige Stufen mussten im Schurkenturm erklommen werden, um in das Vereinslokal zu gelangen und die von der Ortsgruppe Horb bereiteten Maultaschen mit Kartoffelsalat verzehrten wir wahrhaftig im Schweiße unseres Angesichts. Aber schön war es doch!

klicken zum VergrößernDer Weg durch die Altstadt von Horb zum Bahnhof war mit einer Führung durch Rainer Reichensperger, dem Obmann des Oberen Neckar Gaus, verbunden. Ich war zu müde, um noch Einzelheiten zu erfassen, aber in der Gesamtheit ist mir Horb als ein äußerst sehenswerter Ort mit einer malerische Silhouette, mit romantischen Ecken, Winkeln und Häuserzeilen in Erinnerung geblieben. Man müsste nochmal herkommen!

klicken zum VergrößernDie Bewirtung im Schurkenturm findet auf zwei Ebenen statt, deshalb weiß ich nicht, was unser Wanderführer Werner Brekle auf der unteren Etage in seiner Schlussrede gesagt hat. Aber ich denke, es deckt sich mit dem, was ich empfinde: Die Oberndorfer waren perfekte Gastgeber. Alles war hervorragend organisiert, ob es nun die Verpflegung war oder der Transport der Gehschwachen, oder die ,Sightseeings', zu denen man eigens kompetente Führer bestellt hatte, alles lief wie am Schnürchen. Wir werden uns anstrengen, um uns in ein, zwei Jahren in gleicher Weise zu revanchieren. Bis dahin ein herzliches Dankeschön!

(Dorothea Göhler)