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klicken zum VergrößernRückblick auf die 2-Tages-Hüttenwanderung „Burg Teck“, 18./19.7.09

Trotz schlechter Wetterprognosen starteten am Samstagmorgen sechs unverdrossene Wanderer zu einer 2-tägigen Sommerwanderung rund um die Burg Teck (von Hepsisau nach Neuffen).

klicken zum VergrößernIn Hepsisau stiegen wir bei strahlendem Sonnenschein aus dem Bus. Hepsisau ist ein kleiner Ort im Landkreis Esslingen, hier konnten wir die kleinen Fachwerkhäuser mit ihren schönen Fassaden und Blumenschmuck bewundern. Hinter Hepsisau führte uns der Wanderweg am Zipfelbach (was für ein hübscher Name) entlang hoch zum Randecker Maar. Der Zipfelbach entpuppte sich dank der vielen Regengüsse in den letzten Wochen als tosender Fluss, der die Schlucht herabstürzt und so wurde der 1.Teil dieser Tour zumindest für mich zum romantischen und abenteuerlichen Highlight.

klicken zum VergrößernDas Randecker Maar erwartete uns dann leider mit Regen und Kälte. Pünktlich zur Mittagspause, die wir auf dem Breitenstein machten, war es dann aber wieder trocken, wenn auch der kalte Wind das Salatblatt von meinem Brötchen blies. Weiter ging es zur romantisch gelegenen und inzwischen von Bäumen eingewachsenen Ruine Rauber, deren Mauern wir kurz besichtigten.

Hinter der Ruine wurde der Weg nun so morastig, dass wir alle Mühe hatten, nicht auszurutschen oder in den Matschlöchern zu versinken. Und zum Endspurt auf die Burg Teck hoch wurden wir dann nochmals so richtig von oben „geduscht“. klicken zum VergrößernAber jetzt hatten wir unser Ziel ja erreicht und konnten uns bei Kaffee und Kuchen aufwärmen. Für uns hatte das Frieren ein Ende, was für ein Brautpaar und seinen Gästen, die auf der Burg Teck feierten, nicht galt. Die Brautleute hatten sich für ihren schönsten Tag im Leben bestimmt auch besseres (Sommer)-Wetter gewünscht.

Nach einer guten Nacht und einem leckeren Frühstück (Brötchen, Käse, Wurst, Müsli, Obst, alles frisch) ging es erst einmal bergab nach Unterlenningen. Einmal ganz durch den Ort durch und dann ging´s auch schon ganz schön „knackig“ den Berg gegenüber nach Erkenbrechtsweiler wieder hinauf. Oben angekommen kam dann zur Feuchtigkeit von innen leider auch wieder der Regen von oben dazu. Schnell zogen wir unsere Jacken an, und konnten so gut geschützt den mit großen Tafeln sehr anschaulich beschriebenen Heidengraben bewundern.

klicken zum VergrößernVon jetzt an sahen wir immer wieder Hügelgräber und Reste des Heidegrabens, die alle aus der Keltenzeit stammen. Zur Mittagseinkehr gingen wir in den „Burrenhof“. Nach dem Essen machte dann der Sonntag seinem Namen endlich alle Ehre: die Sonne schien, wir verstauten unsere Jacken und Schirme „auf Nimmerwiedersehen“ im Rucksack und wanderten weiter auf dem wunderschönen Albtraufweg zur Ruine Hohenneuffen. Immer wieder gab es auf den vielen Kletterfelsen unter uns Gelegenheit, einen Blick über die Alb zu werfen. Den Hohenneuffen selbst konnten wir leider nicht mehr besuchen, wir wollten ja den Bus in Neuffen nicht verpassen.

klicken zum VergrößernFür mich als „Neu-Wanderin“ war diese 2-Tages-Tour gerade richtig zum Reinschnuppern. Es gab Höhen und Tiefen, romantische Schluchten, freie Felder und dichte Wälder (manchmal hätt´s mich nicht gewundert, wenn wir ein paar Elfen oder andere Waldgeister gesehen hätten). Und ich konnte meine Wanderausrüstung ausgiebig testen: Regenjacke dicht, Schuhe auch, Trinkflasche leider nicht). Meine Mitwanderer waren allesamt sehr nett und es gab kurzweilige Gespräche. Trotzdem konnte ich beim Laufen gut abschalten, weil mich niemand „zugetextet“ hat (ich habe im Beruf und in meinem Gesangverein schon genug Buchstaben um mich herum). Auch der Abend auf der Burg Teck war sehr gesellig (liebe Mutti, Danke für die netten Gedichte und Rätsel; ich hätte nicht gedacht, dass es sich bei der vernachlässigten Dame um „Rapunzel“ handelt). Mir hat diese Wanderung sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass solche Wanderungen weiterhin unternommen werden, auch wenn die Wanderführer Werner Brekle und mein Papa Klaus Ollig diese Tour als die „Letzte in dieser Art“ verabschiedet haben.

(Gabi Breitling)

Rückblicke auf die Hüttenwanderungen der vergangenen Jahre