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klicken zum VergrößernRückblick auf die Wanderung
"Rund um Geislingen a.d. Steige"
am 06. September 2009

Eine Wanderung des Schwäb.Albvereins Ortsgruppe Ludwigsburg "Rund um Geislingen a.d. Steige" vorbereitet und geführt vom Ehepaar H. und I. Hess

Geislingen, das malerisch am Ausgang des oberen Filstals liegt, war Ausgangsort der Wanderung. Die Lage am Albtrauf bot sich zu einer Stadtgründung an, zumal damals im 11oo Jhd. eine wichtige Handelsstraße von den Niederlanden zum Mittelmeer führte und so üppige Zolleinnahmen für die damals herrschenden Grafen von Helfenstein versprach.

klicken zum VergrößernDer heutige Stadtkern weisst heute noch eine beachtliche Anzahl von mittelalterlichen schön restaurierten Bauwerken auf, z.B. der "Alte Zoll und Fruchtkasten", Urzelle der Stadt und 1495 erbaut, oder das ehemalige "Schubart-Schulhaus" wo Schubart einige Jahre Lehrer war.

Von der Fünftälerstadt, wo Rohrbach und Eyb in die Fils, münden geht es steil aufwärts hinauf zur alten "Burgruine Helfenstein". Die Grafen zu Helfenstein, im 1100 Jhd. erstmals urkundlich erwähnt, erbauten die stattliche Festung auf einem Bergausläufer. Die Anlage wurde später von den "Ulmern" mit weiteren Umfassungsmauern ausgebaut, allerdings später von diesen wieder abgetragen und verfiel so durch Einwirkung der Natur immer mehr. Erst im Jahre 1932 und folgenden Jahren wurden die jetzt vorhandenen Mauern wieder entdeckt, ausgegraben und in heutigen Zustand gebracht. Vom Burghof und besser noch vom hohen Turm ist eine herrliche Aussicht zur Stadt Geislingen und weiter hinaus ins Filstal mit seinen verzweigten bewaldeten Bergausläufern gegeben.

klicken zum VergrößernIn der Nähe ragt auf einem Felssporn ein Wach- und Meldeturm der "Ödenturm" gen Himmel. Auf Waldwegen, am Ort "Weiler ob Helfenstein" vorbei, wird dieser Turm erreicht und lädt ein zum Aufstieg und Ausblick ins Land. Später führt der Weg, jetzt auf der Hochebene und immer dem Albtrauf entlang auf weichen Waldwegen weiter und kommt zum Aussichtfelsen "Hofstetter Stein". Ein ausgesetztes Felsmassiv, welches beim Bau der Bahnstrecke "Geislinger Steige" Mitte des 19. Jhd. ausgesprengt werden musste, um für die Strecke Platz zu machen. Tief schaut man dort in den Talgrund. Fahrende Züge sind gut einzusehen und erinnern an Märklineisenbahn und Fallerlandschaft.

klicken zum VergrößernBeim Gehöft "Ziegelhütte" vor der Gemeinde Amstetten wird die B 10 überquert um zur anderen Talseite zu kommen. Dort geht es dann wieder im schattigen Wald und weichem Wanderpfad weiter. Wie üblich auf der Schwäb. Alb führt der Weg mal auf mal ab, man wandert jetzt wieder in Richtung Geislingen und hat immer wieder Blick zur gegenüber liegenden Eisenbahnstrecke, besonders vom Felssporn "Geisselstein". Wie bestellt sind von dort sich zwei begegnende Eisenbahnzüge auszumachen und im naturgeschützten Tal sind Forellenteiche einzusehen. Beim Weiterwandern kommt man Geislingen näher, noch ist man auf der Höhe, freut sich aus dem Wald kommend an sonnigen Wiesenmatten und kommt zum sogenannten "Ostlandkreuz". Ein aufragendes Mahnmal hoch über Geislingen für die aus Mähren vertriebenen und in Geislingen jetzt ansässigen ehemaligen Heimatvertriebenen. Der Platz hat auch den Namen "Schildwacht".

Von hier geht der Blick hinab zur in weitem Halbrund liegenden Stadt und weiter hinaus ins Filstal. Der Kaiserberg "Hohenstaufen" ist am Horizont zu sehen, in der Nähe Burg Staufeneck. Im Talrund liegt gegenüber der Tegelberg mit seinem Felssporn Hohenstein, das Eybachtal und jetzt in seiner ganzen Breitseite die Burg Helfenstein. Der Wandertag geht zu Ende. In langen Kehren geht es steil hinab nach Geislingen. Bei gemütlicher Schlusseinkehr wird den Wanderführern, dem Ehepaar Hess, herzlich gedankt. Der Wandertag "Rund um Geislingen" gut vorbereitet und interessant geführt war ein besonderes Erlebnis für die Wandergruppe. Zufrieden kehrt man heim.

(Wolfgang Staudenmayer)