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Rückblick auf die Wanderung
„Zu Felsengrotten und Schwarzwaldmühlen“
am 20.09.2009

Bevor die OG Ludwigsburg eine Woche später eine Mehrtagesfahrt in den Südschwarzwald antreten sollte, nahmen etliche Teilnehmer eine kleine Kostprobe vom Schwarzwald in seinem nördlichen Teil. Von Karlsruhe aus erreichten wir bequem mit der Stadtbahn den Kurort Bad Herrenalb, wo wir vom Bahnhof kommend an einer Minigolfanlage vorbei, dann Kurpark und Klosteranlage verlassend bald das Albtal erreichten. Wenige Meter waren wir schon gestiegen – unter uns breitete sich eine Wohnwagenidylle aus – und beim Blick zurück beherrschten die großen Kliniken, an den Hängen hochgebaut, das Bild. Doch bald verlor sich dieser Anblick und wir waren mitten im Grünen, einem wildromantischem, mit sprudelnd klarem Bach und naturbelassenen Wegen. Auffallend viel üppig wucherndes, aber hübsch blühendes Springkraut säumte unseren Weg. Nach einem mäßigen Anstieg machten wir an der Risswasenhütte unsere erste Pause.

klicken zum VergrößernDanach mussten wir ein paar Meter eine Fahrstraße entlang laufen. Glücklicherweise wird von Fußgängern keine Maut verlangt, denn wir befanden uns auf einer der wenigen, wenn nicht einzigen Straße in Deutschland, für die eine Gebühr erhoben wird. Wenig später ging es dann über Stock und Stein bergauf in Richtung Teufelsmühle, wobei manch einem die Puste auszugehen drohte und das Herz übermäßig pochte. Beim „Großen Loch“ - auch Teufelsloch genannt – teilte sich die Gruppe. Während die einen sich schon den mittäglichen Proviant einverleibten, kletterten ein paar weniger Ermüdete noch eine Etappe weiter hinauf, um von dort eine fantastische Aussicht zu genießen. Zur rechten Seite blickte man ins Albtal hinunter, das an seinem Ende Bad Herrenalb erahnen ließ, während die Sicht nach halblinks über die Orte Loffenau und Gaggenau hinweg bis zur Rheinebene reichte. Die frühherbstlichen Morgennebel hatten sich bereits bei Beginn unserer Wanderung aufgelöst, sodass sämtliche Bergkuppen in Sonnenlicht getaucht waren, was dem sonst oft düster wirkenden Schwarzwald einen überaus freundlichen Charakter verlieh.

klicken zum VergrößernÜbrigens war es wieder mal Anton Ludl, der eine Wanderung in dieser herrlichen Landschaft konzipiert hatte. Leider konnte er sie aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst führen, doch dankenswerterweise hatten sich Hans Stöhr und Gustav König der Sache angenommen und erwiesen sich als kompetente Stellvertreter.

Der eben geschilderte Aussichtspunkt war im wahrsten Sinne des Wortes auch der Höhepunkt der Wanderung – für die Teufelsmühle auf dem Gipfel reichte leider die Zeit nicht – und von da an ging es wieder bergab. Wir vereinten uns mit den Zurückgebliebenen, passierten die heruntergekommene, wenig einladend wirkende Plotzsägmühle, spitzten auf einer eigens dafür geschaffenen Plattform die Ohren, wie die Inschrift auf dem gegenüberliegenden Baumstumpf, in dem ein großes Ohr gemeißelt war, dazu aufforderte, hatten jetzt Gelegenheit, einen Blick in die Klosterkirche zu werfen und erreichten pünktlich unser Lokal, wo wir bei einer guten Einkehr und in der Vorfreude auf noch viel mehr Schwarzwald diesen gelungenen Tag harmonisch ausklingen ließen.

(Dorothea Göhler)