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klicken zum VergrößernRückblick auf die Herbstausfahrt zum Wandern "Im Südschwarzwald" vom 26.September bis 1. Oktober 2009

Planung und Organisation: Peter Mugele
Wanderführer sind: Klaus und Ingrid Ollig

Erwartungsvoll begibt sich am Samstag 26. Sept. 2009 eine Wandergruppe der Ortsgruppe Ludwigsburg des Schwäb. Albvereins auf die Reise in den Südschwarzwald. Die Stadt Todtmoos ist Ziel und Ausgangspunkt der geplanten Wanderungen.

klicken zum Vergrößern Gleich am Anreisetag wird ein Glanzpunkt des Hochschwarzwalds die Begehung der "Wutachschlucht" als Einwandertour angeboten. Ein einzigartiges Naturschutzgebiet und Wildflusstal, wo die Wutach und ihre Nebenflüsse Gauchach, Loten- und Rötenbach eine überwältigende Urlandschaft mit romantischen Schluchten und urwüchsigen Wäldern bilden. Tief hat sich die Wutach in die Landschaft eingegraben und verändert heute noch ständig das Flussbett und die Talschlucht. Von der "Schattenmühle" beim Ort Göschweiler wird über den Fernwanderweg "Schluchtensteig" der Wutach entlang flussabwärts gewandert. Aufmerksamkeit auf der Wegstrecke ist geboten. Über Brücken und Stege, steil abfallende steinige Pfade, mitunter auch weiche Waldwege, feuchte Auen, an schnellfließendem Gewässer und Stromschnellen, steinigen Flußufern, mächtigen Felswänden, zieht sich der Weg auf und ab zum Tal. Bereits römische Soldaten nutzten die Wege und Sägemühlen brauchten den Wasserlauf. Im Gebiet Großwaldholz bemerken die Wanderer plötzlich, dass das Wasser der Wutach merklich abnimmt und zum Rinnsal wird. Im Kalksteinfels versickert plötzlich das Wasser, um später flussabwärts wieder mit kräftigem Strahl aus dem Fels zu treten. Ein Naturschauspiel und ein eindruckvolles Erlebnis für die Wanderer, welche am Spätnachmittag bei der "Wutachmühle" nach ca. 4 Std. wieder den Reisebus erreichen. Jetzt geht die Fahrt weiter nach Todtmoos wo im "Hotel Löwen" für 5 Tage Quartier ist.

klicken zum VergrößernEs ist Sonntag und heute will man vom "Wiedener Eck" aus den "Belchen" erwandern. Die Fahrt durch die Schwarzwald-Naturlandschaft allein ist schon ein Erlebnis. Wanderfreunden welche die mit 5,5 Std. angesetzte Belchenwanderung nicht mitgehen wollen, wird Gelegenheit gegeben mit der Seilbahn zum Gipfel zu kommen. Ab "Wiedener Eck" auf Waldstraßen aufwärts kommt man immer wieder an herrlichen Ausblicken vorbei, die Blicke ins Münstertal und ins Rheintal bieten. Weite Wiesenmatten wechseln ab mit Waldgruppen in hügeliger Landschaft. Die Stelle "Heidstein" auf 1274 m wird erreicht. Ein schmaler Waldweg führt hinab zur Talmulde "Krinne" und dann, teils sehr steil und eng, in vielen Kehren aufwärts zur Hochfläche des 1414 m hohen Belchen. Von dort haben die Wanderer einen herrlichen Rundblick. Die rundum hügelige Schwarzwaldlandschaft, hin bis zum Horizont, nimmt kein Ende. Beim Belchenhaus wird nötige Rast geboten. Später geht die Wanderung am Belchenhang entlang weiter zum steilen Abstieg hinab zur "Hohe Kelch" und unterhalb mächtiger Felstürme zur sogenannten "Richtstatt" und "Stuhlskopf." Die Wege werden angenehmer, über eine weite grüne Talmulde auf schönem Panoramaweg wird dann das "Heubronner Eck" und durch Wiesen der "Nonnenmattweiher" bei Vorderheubronn erreicht. Wer meint hier wäre der Reisebus zur Verfügung, irrt. über Wiesen geht es nochmals aufwärts und später auf harter Straße steil abwärts hinein nach Neuenweg. Ein erlebnisreicher langer Wandertag geht zu Ende und die geruhsame Heimfahrt nach Todtmoos ist erholsam. Ein gutes Nachtessen läßt die Anstrengungen des Tages mildern. Gute Nacht und ein neuer Tag erwacht.

klicken zum VergrößernMontag. Heute wollen die Wanderer den "Feldberg" umrunden. Schön die Fahrt durch die Landschaft. Bei Todtnau-Geschwend zweigt die Straße ab um über viele Kehren hinauf zum Feldberg zu kommen. Am Feldberghaus teilt sich die Wandergruppe. Einige wenige wollen die Feldberghöhe mit der Sesselbahn erreichen Die anderen gehen in weitem Bogen aufwärts bis zum "Bismarck-Denkmal", welches im Moment restauriert wird. Erst beim Aufstieg wird sichtbar, welch weite wellige Hochfläche der Feldberg einnimmt. Die Wiesenflächen sind eingegrenzt um die Natur vor wild begangenen Wegen zu schützen. Auf der Hochfläche geht es weiter zum "Aussichtsturm" auf 1448 m, dann hinab zur "Wilhelmer-Hütte", auf Wiesen und Waldwegen ansteigend und später wildromatisch und auch beschwerlich im Zastler Loch tief hinab zur "Zastlerhütte", um dann aufsteigend zur "Feldberghütte" der Naturfreunde zu kommen. Es wird wohlverdiente Rast gemacht. In weiter Talmulde, dem "Balenweger Buck", mit Aussichten in die Landschaft und Wegen durch Hochwald, gehen die Wanderer weiter. Sie erreichen den "Raimartihof" und dann den "Feldbergsee". Ein dunkelgrünes Wasserauge, tief eingesenkt und in dem sich dunkler Wald und Felstürme des steilabfallenden Feldbergs spiegeln. Schneller als erwartet ist der Aufstieg über die Seehalden geschafft und das "Feldberghaus" erreicht. Nach ca. 6 Std. bringt der Bus die müden Wanderer zurück nach Todtmoos. Abendliche Erholung und eine gute Nacht beenden den Tag.

klicken zum VergrößernDas anhaltend schöne Wetter wird genutzt, heute am Dienstag, nach Hinterzarten zu fahren, um von dort aus die "Ravennaschlucht" und den "Höllentalsteig zum Himmelreich“ zu erwandern. Der Verein Heimatpfad Hochschwarzwald von Hinterzarten hat wichtige Zeugnisse des bäuerlichen Lebens restauriert und lebendig zur Schau gestellt. Durch das "Löffeltal" abwärts sehen die Wanderer eine Schwarzwälder Klopfsäge, eine Hochgangsäge, alles Zeugen des einstigen Holzhandwerks. Am Ausgang des Tals wird eine historische Seilerei aus dem 18./19.Jhd. museal betrieben. Dann beginnt der wildromantische Aufstieg zur "Ravennaschlucht". Gewaltig die Steinbögen des Eisenbahnviadukts beim Eingang der Schlucht. An der Großjockenmühle vorbei, teilweise eng am Fels und seilgesichert führt der Pfad später über das Hinterzartener Moor mit seltener Fauna und Flora immer aufsteigend bis hin zur Säge und Mühle des "Jockelehofes". Hier wird Rast gemacht. Danach geht ein Teil der Wanderer zurück nach Hinterzarten um dort den weitläufig schönen Ort anzusehen. Die andere Wandergruppe schickt sich an steil hinauf zum "Höllentalsteig" aufzusteigen. Bald ist man auf Höhe im Waldgebiet Kaiserwacht. Hier geht es immer dem Trauf entlang mit Sicht auf die Hochfläche um Breitnau oder beim Aussichtspunkt "Posthaldefelsen" ins Tal zur Höllentalstraße mit der bekannten Stelle des Hirschsprungs. Nicht beschwerlich aber weit der Weg im lichten Mischwald hin zum Hohwarthäusle und weiter nach Nessellachen wo Rast gemacht wird. Später wird Pfaffeneck, Aussichtsfelsen "Frauensteigfelsen" erreicht und dann gehts es bergab. Es ist nicht mehr weit bis zum "Himmelreich". Im Tal beim Zähringer Hof wartet der Bus. Etwa 6 Std. war man unterwegs. Bei der Fahrt durchs enge Höllental hinauf nach Hinterzarten, weiter zum Titisee, Feldberg, Todtmoos, können sich Wanderer erholen. Wieder ist ein schöner erlebnisreicher Tag zu Ende.

klicken zum VergrößernEs wurde Nacht es wurde Tag, der Mittwoch war da. Ein letzter großer Wandertag beginnt. Von Todtmoos aus will man den Wehratalschluchtenweg nach Wehr gehen. Während überall die Natur zurückgedrängt wird, darf sie sich in der Wehraschlucht ungeniert entfalten. Hier liegt inmitten atemberaubender steiler Felshänge, die bis zu 300 m aufragen, ein Bannwaldgebiet, wo der Wald wächst wie zu Urzeiten. Ein Paradies für naturliebende Wanderer. Eine lange Wanderung, welche mit zwei Unterbrechungen zur Busbenutzung geplant ist. Nach dem immer reichhaltig guten Frühstück wanderte die Wandergruppe aus Todtmoos hinaus und auf schönem Panoramaweg nach Schwarzenbach. Ein Weiler inmitten einer weiten Waldlichtung und dann durch Wald weiter zum ersten Zwischenhalt bei einem Sägewerk im Tal. Der Weg geht weiter zum Dorf Au und von dort auf Waldstraßen aufwärts durch das Gebiet der "Schwandmatten", dann auf schmalen Waldwegen am Steilhang entlang zum "Hirschfelsen". Der schöne Wanderweg endet allerdings in einem feuchten, steinigen Schluchtenweg hinab zur zweiten Streckenunterbrechung. Dort nimmt der Bus wieder einige Wanderfreunde auf. Ein kleiner Rest wandert weiter. Hoch hinauf, weit hinein in die felsige Waldlandschaft. Die schmalen Wege im Wald sind gut, doch mit Vorsicht zu gehen. klicken zum VergrößernAlle Talschluchten sind zu umgehen. Das auf und ab strengt an und so sind die Wanderfreunde welche die ganze Wegstrecke von Todtmoos bis zum Tagesziel, dem "Wehra-Stausee", gegangen sind, froh nach ca. 6,5 Std. am Ziel zu sein. Die Rückfahrt nach Todtmoos durch das enge Wehratal, kurvenreich, mit bizarren Felstürmen am Weg macht deutlich, wie weit man bei der Tageswanderung ins Hinterland hat aufsteigen müssen um diese Felsen zu umgehen. Nach einem guten Nachtessen sitzt man noch gemütlich beisammen. Es ist Abschiedsabend und hat Gelegenheit den Verantwortlichen, Planern, Organisatoren und Wanderführern ein herzliches Danke zu sagen für die vergangenen wunderbaren Wandertage. Zufrieden läßt man den Tag ausklingen.

Donnerstag. Der letzte Reisetag ist angebrochen. Die Koffer sind gepackt und im Bus verstaut. Abschied von gastlicher Stätte. Wir verlassen die waldreiche Naturlandschaft Südschwarzwald. Berge, Täler, Wald werden von Feldern, Wiesen, sanfter Hügellandschaft, abgelöst. Wir kommen nach Bräunlingen nahe Donaueschingen. Ursprünglich eine alemannische Siedlung, 800 n.Chr. christianisiert, wurde Bräunlingen um 1200 von den Herzögen von Zähringen als Stützpunkt gewählt und ist heute noch ein sehenswertes mittelalterliches Städtchen mit Stadttor und schönen Fachwerkhäusern. klicken zum VergrößernDer "Fluss Breg" wird überquert und man wandert durch landwirtschaftlich genutze Felder hinauf zum "Schellenberg und zur Amalienhütte“. Von hier genießt man eine herrliche Sicht auf das Gebiet der Baar, schaut hinüber zum Schwarzwald und zum naheliegenden Ort Höfingen, bekannt durch seine wunderschönen Blumenteppiche an Fronleichnam. Am Waldrand entlang führt der Panoramaweg hinein nach Donaueschingen. Naturruhe wird von Stadtlärm abgelöst. Man hat freie Zeit, besucht die Donauquelle, mit romantisch schmiedeisernem umrahmten Becken. Die Figurengruppe zeigt die "Mutter der Baar mit der jungen Donau". Schaut von dort hinüber zum fürstlich Fürstenbergischen Schloß. Besucht die Stadtkirche St.Johann, (im böhmischen Barockstil erbaute Kirche mit seinen doppelten Zwiebeltürmen), das Rathaus mit seiner Jugendstilfassade, den sehenswerten Musikantenbrunnen. Eine bunte Fasnetsstatue auf großem Platz erinnert an die närrische Zeit in Donaueschingen. Oder man genießt nur Kaffee und Kuchen bis die Heimreise angetreten wird. Während der Fahrt wird auch unserem Busfahrer, Herrn Wolf, Dank gesagt. Frohgelaunt, witzig, unterhaltsam, freundlich, zuvorkommend, mit "In der Ruhe liegt die Kraft" führte er uns sicher und mit viel Umsicht über die Straßen des Landes. Zufrieden und dankbar kehrt die Wandergruppe nach herrlichen Tagen im Südschwarzwald nach Ludwigsburg zurück.

(Wolfgang Staudenmayer)

Rückblicke auf die Wanderfahrten der letzten Jahre