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klicken zum Vergrößern Rückblick auf die Wanderung
„Von den Fildern zur Oberensinger Höhe“
am 25.10.2009

Hut ab vor unseren Wanderführern! Sie verwenden viel Zeit, um unsere Wanderungen akribisch genau und minutiös zu planen. Dennoch kann immer mal etwas Unerwartetes dazwischenkommen, sei es eine blockierte Eisenbahnlinie, eine beeinträchtigte Fitness des Wanderführers,  ein kleiner Busunfall mit ungeahnt weitreichenden Folgen oder die Tatsache, dass wegen eines Flohmarktes  - andernorts auch Antikmeile genannt - eine Straße gesperrt ist und deshalb die richtige Bushaltestelle ausfindig gemacht werden muss.  Mit diesem letztgenannten Problem mussten sich unsere Wanderführer Norbert und Irmi Tauscher herumschlagen, bekamen die Lage aber bestens in den Griff.

Mit Verspätung begannen wir also unsere Wanderung in Denkendorf, einer bemerkenswert hübschen, gepflegten Ortschaft mit einem Kloster aus dem 12. Jahrhundert, das in der Reformationszeit evangelisch wurde und heute ein Schulungszentrum beherbergt. Wir ließen es uns nicht nehmen, einen Blick in das uralte, dunkle  Kirchengemäuer zu werfen, bevor wir uns auf den Weg nach Wolfschlugen machten.  

klicken zum VergrößernDem Wanderer, der sich nicht bis ins Letzte verausgaben will, ist die Wegstrecke Denkendorf-Wolfschlugen  sehr zu empfehlen. Man bewegt sich in einer aufgelockerten, anmutigen Landschaft auf ebenen Wegen und hat hie und da einen weitreichenden Blick über die Fildern oder von der Oberensinger Höhe ins Neckartal. Unterwegs informieren Tafeln über Waldgeschichtliches oder über römische kulturelle Hinterlassenschaften wie z. B. Ruinenreste des Waldhäuser Schlosses, einem römischen Gutshof aus der Kaiserzeit. Von der Höhe  waren auch die Konturen der Alb zu erkennen und Norbert konnte wie immer jeden Berg, jeden Ort, jede Landschaft benennen.  Vor der Bergkette der Alb waren in diesem Moment unheilschwangere schwere Wolken aufgezogen, die ein bedrohliches, aber sehr stimmungsvolles Bild vermittelten.  

Eine halbe Stunde war von der Oberensinger Höhe noch zu laufen, bevor wir in Wolfschlugen unser Lokal für die Schlusseinkehr erreichten. Dieses trägt den bezeichnenden Namen „Hexenbannerstuben“ und deutet darauf hin, dass wir uns in einer regionalen Hochburg der schwäbischen Fasnet befanden. An diesem Tag allerdings wurden zügig und seriös die Speisen und Getränke aufgetragen, die wir mit großem Appetit verzehrten. Die Dankesrede von Klaus Ollig rundete unseren Aufenthalt ab. Ein schöner Herbstwandertag hatte sich dem Ende geneigt. Mit Bus und Bahn traten wir unseren Heimweg an und als wir Ludwigsburg erreicht hatten, war es schon überraschend dunkel geworden. Kein Wunder! Hatten wir doch die Uhr wieder auf normale MEZ gestellt und am Morgen eine Stunde länger geschlafen!

(Dorothea Göhler)