|
|
Rückblick auf die Wanderung
„Rund um Strümpfelbach“
am 22.11.2009
Wenn ich an meinen letzten Bericht anknüpfen darf: Es kommt oft anders als man denkt. Einer der vorgesehenen Wanderführer war aus familiären Gründen verhindert, der andere von schwerer Krankheit gezeichnet. Da weiß man es zu schätzen, wenn es einen gibt, der ohne viel Federlesen Feuerwehr spielt und bereitwillig einspringt . So konnte trotz widriger Umstände die im Programmheft angekündigte Wanderung „Rund um Strümpfelbach“ dennoch durchgeführt werden.
Der Start- und Endpunkt unserer Wanderung war Weinstadt, waren besser gesagt Endersbach und Beutelsbach, die jeweils Teilgemeinden von der fünf Orte umfassenden, in den siebziger Jahren gegründeten Kommune Weinstadt sind und so gestaltete sich unsere Rundwanderung nicht zu einem Kreis, sondern zu einem U. Endersbach und Beutelsbach liegen beide an der S-Bahnlinie und sind nur eine Station voneinander entfernt. Von Endersbach war die Dritte im Bunde – nämlich Strümpfelbach – von uns schnell zu Fuß erreicht. Schon auf dem Wege dorthin trafen wir auf eine der zahlreichen Skulpturen, die von der in Strümpfelbach ansässigen Künstlerfamilie Nuss erschaffen wurden und denen man in dieser Gegend auf Schritt und Tritt begegnet. Auch das Kirchenportal und das Taufbecken der Pfarrkirche St. Jodok wurden von der Hand eines Bildhauers aus der drei Generationen umfassenden Familie verziert. Strümpfelbach selbst ist ein sehr malerischer Ort mit gut erhaltenem Fachwerk, romantisch eingebettet in Weinbergen. Wie der Name Weinstadt schon vermuten lässt, ist die Kreisstadt Zentrum eines bedeutenden Weinanbaugebietes.
Ein weiterer Höhepunkt unserer Wanderung war die herrliche Aussicht vom Karlstein und insbesondere vom Sonnenberg, die zur einen Seite in liebliche Weinberghänge blicken ließ und zur anderen weit, weit über das Land hinweg am Korber Kopf vorbei in Richtung Heilbronn. Ich meinte, die Schlote des Kraftwerks Neckarsulm und sogar die Konturen vom Odenwald erkennen zu können.
In Beutelsbach, zu dem es nun nur noch eine knappe halbe Stunde zu laufen war, begaben wir uns zu der obligatorischen Schlusseinkehr in den Landgasthof „Zum Löwen“. Wie immer ließen wir bei Speis und Trank und in heiterer Geselligkeit einen inhaltsreichen Wandertag, der in gelungener Weise Kulturerleben und sportliche Betätigung in bezaubernder Landschaft vereint hatte, ausklingen. Dass wir ihn in dieser Form verbringen durften, dafür gebührt den beiden Wanderführern Aton Ludl und Hans Stöhr ein riesengroßes Dankeschön – Anton für die Idee (ich nannte ihn schon einmal einen Garanten für schöne Landschaften) und dafür, dass er trotz gerade überstandener Krankheit die Wanderung begleitet hat, und Hans dafür, dass er unverzüglich und kompetent als Ersatzmann eingesprungen ist.
(Dorothea Göhler) |
 |