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Rückblick auf die Wanderung durchs Strudelbachtal am 31.Januar 2010
Sonntagmorgen 10.15 Uhr am Bahnhof Ludwigsburg: Norbert Tauscher hakt die Liste ab und kommt bis zum 29. Teilnehmer – trotz trübem Schneefall. Wir besteigen die S-Bahn und wechseln in Zuffenhausen nach „oben“, wo uns die Bahn nach Weil der Stadt aufnimmt. Diese verlassen wir schon wieder in Ditzingen, um mit einem Bus über Hirschlanden und Schöckingen Heimerdingen zu erreichen.
Vor dem schönen Bahnhof, der auch von der Strohgäubahn angefahren wird, hält Norbert T. seine herzliche und informative Begrüßungsansprache. Er erzählt uns von der frühesten Erwähnung von Heimerdingen im Jahr 798, von der Zugehörigkeit zu den damals wichtigen Klöstern Lorsch und Weißenburg mit Beziehungen bis nach Speyer. Es gibt Rückschlüsse auf reichen Weinbau und ertragreiche Wälder. Das Mittelalter war die hohe Zeit der Ritter, deren Burgen noch heute als Ruinen von wechselnden Herren und Besitzverhältnissen künden und vom Reichtum durch Einnahmen vom Volk, das zu Abgaben verpflichtet war. Schließlich übernahmen im 15. Jahrhundert die Grafen von Württemberg die Oberhoheit, und Herzog Ulrich führte schon sehr früh – nämlich 1534 – die Reformation ein. Von nun an wurde das geistliche und weltliche Zusammenleben im Strohgäu von Stuttgart aus geregelt. 1971 wurden Schöckingen und Heimerdingen Stadtteile von Ditzingen.
Der Schneefall hat inzwischen aufgehört und wir wandern aus dem Ort über Felder, vorbei an den Eichwaldhöfen entlang des Gleiskörpers der Strohgäubahn in einen lichten, verschneiten, märchenhaften Wald. Apfelpause ist angesagt. Hier notiert Irmi T. unsere Essenswünsche und gibt sie dann auf freiem Feld – wegen des besseren Empfangs – per Handy an unser Einkehrziel weiter.
Wir gelangen ins Strudelbachtal und überschreiten eine alte Brücke. Malerisch schlängelt sich das kleine Flüsschen durch die weiße Landschaft. Die Sonne kommt heraus und lässt im Schnee gleichsam unzählige Diamanten glitzern. Eberdingen mit seinem unverwechselbaren Kirchturm ist erreicht. Am Ortsausgang gibt es noch mal einen „Ständerling“ bei einsetzendem erneuten Schneefall, der aber nicht lange anhält. Jetzt ist es nicht mehr weit nach Riet.
In der Sportgaststätte „Strudelbächle“ – gleich an demselben gelegen – finden wir gemütlich Platz und der Service klappt flott. Speis und Trank schmecken vorzüglich, es gibt viel zu erzählen und es geht munter zu. Jetzt richtet Klaus Ollig unter Applaus launige Dankesworte an Tauschers. Es ist noch Zeit für ein weiteres Viertele, ehe wir nach halb fünf zur Bushaltestelle gleich beim Schloss gehen und uns nach Vaihingen an den Bahnhof bringen lassen. Dort können wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Die Fahrzeiten hat Norbert optimal „getimed“, wir erreichen Ludwigsburg schon um halb sechs. Noch ziemlich neu ist der Abschied auf dem Bahnsteig, weil man den Bahnhof inzwischen nach 2 Seiten verlassen kann.
Vielen Dank, es war ein wunderschöner Tag!
(Gisela Seltmann)
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