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Rückblick auf die Wanderung
„Zum Fasching nach Weil der Stadt“
am 14. Februar 2010
"AHA AHA AHA"
Die Ortsgruppe Ludwigsburg des Schwäb. Albvereins beim großen und traditionellen Narrenumzug in Weil der Stadt am 14. Februar 2010
Von Renningen aus wollte man in ca. 2,5 Std. Weil der Stadt erreichen. Dieses Jahr brachte der Winter ungewohnt viel Schnee und Kälte und so gelangte die Wandergruppe weit durch Renningen hindurch dann hinaus in winterliche Naturlandschaft. Tief verschneit die Obstbaumwiesen, Felder und Wälder. Schade, dass die Winterwanderung nicht über Feld- und Waldwege fortsetzt werden konnte.
Anscheinend war zu hoher Schnee die Ursache, dass man dann dem Tal entlang, auf einem etwas befahrenen Weg, schneestampfend, vorwärts kam. Störend in der Winterlandschaft war das Fahrgeräusch der gut befahrene Straße in unmittelbarer Nähe des Wanderwegs.
Auf die Höhe gekommen ist dann die winterliche Hochfläche mit tiefverschneiten Feldern und Waldflächen zu sehen. Etwas weg von der Straße ist die winterliche Ruhe der Landschaft zu spüren. Ein breiter schneegeräumter Weg führt dann bequem nach Weil der Stadt hinab. Später wurde bekannt, dass es Parkplatz für viele Umzugsbesucher werden sollte. Am Ortseingang wurde vom Wanderführer Peter Rosenow, welcher den Tag vorbereitet und organisiert hat, das Wappen der Narrenzunft Weil der Stadt als Eintritt zum Festzug und zugleich Begrüßung der Gäste mit kräftigem AHA AHA AHA, umgehängt. In der Innenstadt war bereits buntes Treiben. Am eisig verschneiten Narrenbrunnen vorbei kam man zum Marktplatz mit schön geschmücktem Rathaus und dem Keplerdenkmal mit weißer Schneekappe. Im naheliegendem Gasthaus war für die Wanderer der Mittagstisch gedeckt.
Der Bericherstatter allerdings mischte sich unters Narrenvolk. Ein solcher Narrentag ist seiner Ansicht nach hautnah mitzuerleben. Wurst, Weck und Glühwein schmeckt unter dem Narrenvolk auch gut. Neben ihm am Tisch dippt ein kleines grünes Krümelmonster seine Pommes in rote Soße, ein Schellenhansel stillt seinen Hunger noch mit Roter Wurst, jemand wirbelt in wildem Takt seine Schlegel übers Trommelfell, übt sein Stück. Bunte Gruppen ziehen zur Festzugsaufstellung. In Straßen und Gassen herrscht farbiges durcheinander. Da und dort Fasnetsküchles-Verkauf. Entlang der Hauptstraße beziehen die Zuschauer langsam ihre Position. Alles ist in froher und lustiger Erwartung. Und dann erscheint der Stadtbüttel mit großer Glocke, Ruhe gebietend, der lange Zug beginnt. Musik ertönt. Mitten drin im Geschehen ist es ein Erlebnis, mitzumachen, hautnah teilzunehmen. 73 Gruppen ziehen vorbei. Vielfaltig die Hexenschar, Schellenteufel, Bären, Urzeln, schräge Vögel, Kobolde, Schlehengeister, Zigeuner, Indianer, Landsknechte, die Konfettikanoniere. Musik in allen Variationen, dazwischen immer wieder gerufenes lautes AHA AHA AHA, NARRI NARRO. Toll die Vielfältigkeit der bunten Ausstattungen, wunderbar die vielgestaltig geschnitzten Masken. Süssigkeiten fliegen durch die Luft, ab und zu rücken allzu wilde Hexen einem auf den Leib, machen ihren Schabernack. Vom Festwagen "Meister Eder" fliegen Holzspäne. Vier riesige, auf einem Wagen beweglich angebrachte Hexenbesen, rücken den Zuschauern zu Leibe, wischen über die Köpfe. Vom Valentistag-Wagen fliegen Blumen in die Zuschauermenge. Es regnet Konfetti. Eine Tanzgruppe schießt rote Konfettiherzen aus runden Papphülsen. Am Ende des Zugs eine letzte schöne bunte Schar Clowns, dazwischen kleine Narren im Kinderwagen, seelig schlafend oder den Takt der Musik mitmachend, lachend. Der Spuck ist vorbei. Es war toll ganz nah dabei gewesen zu sein.
Ob die Wandergruppe in warmen Raum, hinter Fensterscheiben, ebenso eng beim Narrengeschehen waren ist fraglich. Dank und kräftiges AHA AHA AHA dem Wanderführer. Allgemein zufrieden kehrt man heim und wischt das letzte Konfetti aus den Kleidern.
(Wolfgang Staudenmayer)
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