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Rückblick auf die Wanderung
Rund um den Heuchelberg
am 28.03.2010
Wanderführer: Gustav König und Hans Stöhr
Trotz der verhältnismäßigen geringen Höhe von 320 m und teilweise kaum 200 m breiten Bergzunge hat man von der "Heuchelberger Warte" wie vom Aussichtsturm einen herrlichen Rundblick über das ganze Unterland. Der Turm wurde ursprünglich 1483 von Graf Eberhard im Barte erbaut und später vom Schwäb. Albverein betreut.
Von den weiten Rebflächen und dem im Tal liegenden großen landwirtschaftlich genutzten Flächen geht der Blick nach Osten wo am Neckar die Stadt Heilbronn sich ausbreitet. Am Horizont taucht der Heilbronner Wartberg mit seinem Turm auf, weiter die Waldenburg, Steinknickle und Löwensteiner Berge. In einer Talmulde läßt der Atommeiler Neckarwestheim seine Wasserdampfwolken ab. Der Wunnenstein ist auszumachen und weit dahinter die Solituder Berge. Dann das weitgestreckte Stromberggebiet mit Blankenhorn-Fernmeldeturm, darunter erstreckt sich das weitflächige dorfreiche Zabergäu. Ganz in der Nähe geht der Blick zum ausgesetzten Bergsporn, das "Hörnle", hinter dem sich der Weinort Neiperg verbirgt.
Die Gruppe wandert von Leingarten aus hinaus, an gepflegten Wochenendgärten mit ersten blühenden Blumen, an kleinen Seen, welche ihr Wasser dem Fluss Lein zuführen, an einem Naturlehrpfad, an Obstbaumwiesen, vorbei zum Waldgebiet Hornberg. Noch zeigt der Frühling wenig frisches Waldgrün, doch nach kühlen regennassen Tagen verspricht teilweise blauer Himmel einen schönen Wandertag. Das Zeichen "Rotes Kreuz" zeigt den Weg, stetig im Wald ansteigend, hin zur am Weg und ganz in der Nähe liegenden Ruine Harchenburg, welche aber nicht besucht wird, da nur ganz wenige Mauerreste, von Strauchwerk überzogen, noch sichtbar sind. Allerdings hätte man da sicher einen weitreichenden Ausblick zur anderen Talseite hin nach Schwaigern und die dortige Natur-und Weinlandschaft gehabt. Später hat man dann die Höhe des Bergsporns Heuchelberg erreicht. Bei einer Rasthütte wird Vesperpause eingelegt.
Nach der Rast wandert die Gruppe der sogenannten "Heerstraße", Teil alter Durchgangswege mit Zollschranken und Landtürmen, immer am Waldrand und den steilen Rebflächen entlang. Wieder im Wald ist der Duft gefällter Kiefern in der Luft, ein am Weg angebrachtes Baumratespiel lädt ein zum Mitmachen. So erreicht man dann die "Heucherberger Warte", eine mit den Jahren gut ausgebaute Waldschenke mit großem Rast-und Spielplatz, ein schönes Ziel für Sonntagsausflügler und Wanderer. Kaffee und Kuchen locken. Ein hoher Turm mit ausgesetzter Plattform lädt zum Besteigen ein, um dann oben bei weitem Fernblick zu fragen und Antwort zu geben: Was ist dies und das, wo ist? Zu gegebener Zeit geht es dann bergab durch Weinberganlagen zurück nach Leingarten.
Nach ca. 3 1/2 Std. Wanderzeit wird im Gasthof "Linde" Schlusseinkehr gemacht. Es ist guter Brauch der Wanderfreundinnen und Wanderfreunden wie auch Wandergästen den Verantwortlichen für den gelungenen Wandertag zu danken und man kehrt dann mit der Eisenbahn zufrieden wieder nach Ludwigsburg zurück.
(Wolfgang Staudenmayer)
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